Preis: EUR 9,95
Die Leiche, die Gert Rafto in der Nähe von Bergen im Schnee liegen sieht, ist nur anhand ihrer Brust als Frau zu erkennen. Den Rest hat der Mörder bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt. In der Nähe der Leiche findet der Polizist einen Schneemann: wie noch bei vielen anderen Frauen, die auf ähnlich bestialische Weise ermordet worden sind — und werden. Kommissar Harry Hole findet heraus, dass die Morde unmittelbar mit den Kindern der Ermordeten zusammenhängen. Und er steigt hinab in die dunkle Seele eines Täters, den die Presse publikumswirksam „Schneemann“ nennt — und der es nicht zuletzt auf Holes große Liebe Rakel abgesehen hat. Aber welche Rolle spielen der zwielichtige Gert Rafto und seine Tochter in dem tödlichen Spiel? Massenmörder haben Hochkonjunktur in der internationalen Krimiszene — wobei sich die Autoren bei der Beschreibung der von diesen an den Tag gelegten Grausamkeiten schier zu überbieten scheinen. Bei dem ein oder anderen Buch hat man dabei den Eindruck, dass die bestialisch getöteten Opfer nicht nur die Handlung strukturieren, sondern auch darüber hinwegtäuschen sollen, dass der Verfasser offenbar nicht in der Lage ist, die Entwicklung der Lösung über 200 bis 400 Seiten mit nur einer Leiche durchzuziehen. Bei Jo Besbø ist das etwas anders. Denn der norwegische Bestseller-Autor beherrscht seinen Plot, wie der Leser bei der Lektüre unschwer erkennen kann, auf jeder Seite.
So ist Schneemann nicht nur psychologisch eisig, klug und stringent aufgebaut sowie mit vielen raffinierten Wendungen bestückt: Er ist auch noch mit einem Schluss versehen, der einem — trotz des etwas allzu effektvollen (vielleicht schon für eine Verfilmung geschriebenen?) Showdowns — einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. — Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Gustaf Larsson sitzt nichtsahnend auf der Terrasse seines Holzhauses am Fjord, knabbert an einem Smørrebrød und liest den neuen Roman von Lars Gustafsson. Da kommt sein Freund Björn Engstrøm in seinem neuen Saab vorgefahren. Er hat gerade bei Ikea im Sonderangebot das Messer Fjødengrimm erstanden. Der Ikea-Filialleiter Eng Bjørnstrøm hat es ihm für 30 Kronen überlassen. Aufgeregt bremst Engstøm seinen Saab neben dem Volvo von Larsson. Er geht über die Matte Folljøm in das Holzhaus, durchquert das Wohnzimmer mit der Couch Quargrøm mit den Sesseln Vollo und Trollo und tritt auf die Terrasse. Dann präsentiert er dem verblüfften Larsson das Messer Fjødengrimm, ein echtes Ikea-Schnäppchen.
So beginnt Jo Bengrøm seinen spannenden Thriller aus dem nordischen Reich. Auf den nächsten 540 S. erwartet uns unerträgliche Spannung. Der Titel »Schneemann« ist dabei irreführend: denn hier geht es nicht um winterliche Fjordlandschaften, sondern um das harte Leben zwischen Ikea, Abba, Fjord und Smørrebrød.
Die Freunde Björn Engstrøm und Gustaf Larsson überlegen, wie sie endlich ihrem Landsmann Lars Gustafsson den Nobelpreis für Literatur beschaffen können. Notfalls auch mit Gewalt. Engstrøm schlägt vor, zunächst die Nobelpreisträgerin Sigrid Unsed zu überzeugen. Larsson wirft ein, diese heiße nicht Sigrid Undset, sondern Siegfried Unseld und sei Chefin des Suhrkrampf-Verlages.
Es soll hier nicht zuviel vorweggenommen werden. »Schneegestøber« ist auf jeden Fall ein sehr lesenswerter Krimi, den man gut an einem Fjord lesen kann, während man Abba hört und sein Smørrebrød knabbert. -- Schneegestøber am Fjord
Da dieses Buch sehr viel positive Rezissionen bekommen hat, wollte ich es mir nicht entgehen lassen, doch ich bin leider enttäuscht worden.
Ich finde das Buch einfach nur langweilig, zum Einschlafen, ich musste mich zwingen die letzten 150 Seiten fertig zu lesen!
Es zieht sich unheimlich in die länge wirklich viel spannendes passiert nicht außer das unehimlich viel Schnee fällt :-).
Obwohl man jedem neuen kapitel die Chance gibt das es vielleicht doch spannender wird....hofft man vergebens!
-- Langweilig....
Mein dritter Nesbo Krimi nach einigen Monaten Abstinenz. Ganz früh hatte ich einen Riecher für den Täter, der perfide seine unergründlichen, tödlichen Spielchen treibt. Obwohl sich mein Tip am Ende bewahrheitet, bleibt es durchweg spannend. Tolle Stimmung, die Nesbo erzeugen kann. Die Charaktere sind alle sehr gut gezeichnet.
Ein dickes Minus gibt es dafür, dass eine Psychiaterin, nach dem sie mehrfach als eine solche bezeichnet wird und entsprechend handelt, plötzlich zur Psychologin mutiert. Nicht alles was mit Psy im Wort beginnt ist am Ende das gleiche. Ob das im Orginal auch so ist oder ob der Übersetzer schlampig gearbeitet hat, vermag ich nicht zu sagen. Selbst wenn es im Orginal einen solchen Patzer geben sollte, hätte der Übersetzer es korrigieren können, ohne dass es dem Werk geschadet hätte. Der Uhlstein Verlag scheint sich auch keinen Lektor mehr leisten zu können, der solche Schlampigkeiten ausgleicht. Dafür gibt es von mir einen dicken Stern abgezogen. -- Spannung pur
Vielleicht hatte ich einfach zuviel erwartet.
Denn die Rahmenhandlung, die ich auf dem Umschlag las, klang vielversprechend.
Ein Serienmörder treibt sein Unwesen in Oslo und Bergen und hinterläßt an jedem Tatort einen Schneemann.
Klingt spannend, könnte es auch sein, ist es aber nicht.
Ohne Zweifel kann Jo Nesboe großartig beschreiben und eine Rahmenhandlung erzählen, doch in all der schriftstellerischen Gewandheit tritt beim Leser schnell Langeweile ein.
Spannung kommt nur selten auf, zudem ist schnell absehbar, wer der gesuchte Mörder ist.
Schade! Es gibt zum Glück bessere Krimis, die in Skandinavien spielen! -- Langeweile vor verschneiter Landschaft
Nachdem ich bereits 2 Bücher von dem Autor gelesen habe, hatte ich eigentlich für mich entschieden, nichts mehr von dem Autor zu lesen. Doch auf der Suche nach neuem Lesematerial, wurde mir das Buch im Buchhandel von einer Verkäuferin und zwei Kunden mit der Aussage, sehr spannend und besser als die Vorgänger, empfohlen. Ich wurde nicht enttäuscht. Was mir diesmal besonders gut gefallen hat, war, dass recht wenig auf die Alkoholproblematik des Hauptdarstellers Harry Hole eingegangen wird und die eigentliche Handlung/Aufklärung des Falles sehr spannend beschrieben wird. Ich habe mir bereits den Nachfolger "Leopard" gekauft und hoffe, es ist genauso spannend. -- Hat mich positiv überrascht
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