Leopard

Leopard

Preis: EUR 21,95

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Der Schneemann steckt ihm noch gehörig in den Knochen: Harry Hole, die „lebende Legende des Osloer Polizeipräsidiums“ ist nach Hongkong geflüchtet. Er hat Spielschulden, die Mafia ist auch nicht gut auf ihn zu sprechen. Eine erneute Mordserie in Oslo jedoch weckt in ihm wieder den alten Instinkt.

In solcher Intensität sicher selten: Leser und Opfer haben bei diesem Kriminalroman eines gemeinsam: sie können der Handlung einfach nicht entrinnen und entkommen. Ein Mammut- Thriller geradezu, eine atemraubende XXL- Geschichte ohne auch nur leiseste Ansätze von Langeweile oder Längen, keine Ermüdung, keine Durchhänger. Nur aus physischen Gründen legt man vielleicht mal eine Pause ein…Und wer auch nach 600 Seiten glaubt, das sei es nun, das dramatische Ende, hat weit gefehlt. Voller Temperament bäumt sich die Geschichte nochmals auf, das ist schon ein faszinierendes Buch! 700 Seiten, aus denen andere Autoren zwei Bücher mit nur halb so intensiver Spannung machen, 700 Seiten in denen Nesbo weit ausgeholt hat, eine Geschichte präsentiert, die in den norwegischen Bergen ebenso dramatisch und fesselnd spielt wie in Afrika, die neben mörderischer Jagd und Hetze von Kompetenzstreitigkeiten einzelner Polizeibehörden, Karriereneid und Verrat genauso lesenswert erzählt, wie von menschelnden Dingen, Holes Vater liegt im Sterben, da ist immer noch Rakel, Holes große, alte Liebe, die nicht vergessen ist und Kaja, die junge, aufstrebende Kommissarin.

Unvergleichlich auch und wieder im neuen Nesbo der kantige Harry Hole, „notorischer Einzelgänger“, ein Alkoholiker, „nüchtern allerdings ein Genie“, auf jeden Fall „ein verdammt guter Mann“. Harry Hole, so ein John Wayne- Typ in skandinavischer Krimilandschaft.

Schnell wittert Hole den Serienkiller, dessen Handschrift an den Schneemann erinnert, erneut sind „glühender, brodelnder Hass“, Erniedrigung und Demütigung das treibende Motiv für den Täter, der mit „fantasievollen Folterinstrumenten“ tötet: Leopoldsäpfeln, die Spuren des seltenen Metalls Koltan im Mund der Opfer hinterlassen und einen grausamen Tod bewirken. Geschmeidig, schnell, mit im höchsten Grade geschärften Sinnen, so bewegt er sich in seinem mörderischen Tun, der Leopard sorgt für einen Sog in Nervenkitzel und brillante Hochspannung, dem man sich nicht entziehen kann. „Ich habe das nächste Opfer bereits auserkoren.“ Wer hätte gedacht, dass der Schneemann noch zu toppen ist!
–Barbara Wegmann

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Ein Unbekannter tötet Frauen auf brutalste Art: Er lässt sie an mit einer mysteriösen Mordwaffe ihrem eigenen Blut ertrinken. Es werden immer mehr Opfer und Oslos Polizei entschließt sich, dass nur Harry Hole diesen Fall lösen kann. Der kaputte Kommissar ist allerdings inzwischen nach Hongkong geflohen und erholt sich hier von Alkoholismus und den Spätfolgen des letzten Falls. Trotzdem kann Harry der Versuchung nicht widerstehen, auch diese Mordserie zu lösen und begibt sich damit mehrfach in akute Todesgefahr.

Man fragt sich, wie Autor Jo Nesbø das macht: Ein klein gedruckter 700-Seiten-Krimi, der sich rasch und flüssig weglesen lässt und (fast) keine Längen hat. Auch der achte Fall von Harry Hole bietet wieder jede Menge Spannung und Rätselraten allerdings diesmal auch einige unrealistische Szenen, in denen sich unser Held wieder einmal aus unmöglichen Situationen befreit. Am Ende gibt es die eine oder andere Überraschung und kurz vor dem Finale noch eine (eigentlich unnötige) Wendung. Insgesamt ist Leopard wieder einmal ein genialer Krimi, der zwar Teil einer Reihe ist, aber auch von Nesbø-Neulingen gut gelesen werden kann. Allerdings sollten zartbesaitete Leser es sich nochmal überlegen manche Stellen sind schon recht hart. Nichtsdestotrotz: Absolute Lese-Empfehlung! -- Oslos kaputter Kommissar ermittelt wieder
... dem norwegischen Autor Jo Nesboe und seinem kaputten Ermittler Harry Hole.
"Harry Hole am Ende.", so steht es im Klappentext. Wer Jo Nesboes Anti-Held, bereits aus den anderen Romanen kennt wird damit wohl wahrlich nicht hinter dem Ofen hervorgelockt. Konnte es denn noch schlimmer kommen als im Schneemann? (*1) - Ich verrate es Ihnen: Ja! Sehr viel schlimmer.

Nicht nur der Ermittlungen wegen, sondern weil es auch privat für Holy, wie ihn seine Kollegen aus Australien nennen, ans Eingemachte geht. Und wenn ich auch das noch vorwegnehmen darf: Harrys Schicksal kann einem ganz schön nahe gehen. Vor allem, weil er in Sachen Sterbehilfe in der LEOPARD gleich zwei Mal mit hammerharten Entscheidungen konfrontiert wird.
Da ist es schon beinahe banal, wenn es in dem Thriller ja um die Aufklärung von äußerst perfide ausgeführten Serienmorden - wieder einmal in und um Oslo herum - geht. Nesboe schafft es wieder einmal die Spannung gleich an mehreren Fronten aufrecht zu erhalten und ich mag's kaum so platt ausdrücken: Gegen Ende sogar ins Unermessliche zu steigern.

Die Spur zum Täter führt in öde, verschneite Berglandschaften in Norwegen, sowie zu heißen Vulkan-Szenarien in Afrika. Viele Spuren zum Täter werden jedoch über relativ simpel anmutende Internet-Recherchen aufgedeckt --- was den Leser zuweilen etwas zu verunsichern vermag. Das alles ist heutzutage also möglich? Merke! Niemals unter eigenem Namen irgendwo einchecken, Tickets kaufen - nicht einmal Baumaterial im Baumarkt.

Einen Haken habe ich für mich in LEOPARD übrigens entdeckt. Der Streit um die Zuständigkeit bei Mordermittlungen. Kennt man das nicht aus amerikanischen Filmen zur Genüge? Dass es neben solchen Idealisten wie Harry Hole einer ist noch aalglatte über Leichen gehende Karriere-Typen wie Mikael Bellmann gibt - tat es Not eine solche Situation in die Handlung einzuflechten? Zumal dieser Handlungsstrang mir am Ende nicht sonderlich schlüssig erschien.
Das ist allerdings immer so eine Sache mit dem Ende von Jo Nesboes Thrillern. Die sind niemals ganz glatt schon gar nicht schwarz oder weiß. Mörder werden nicht, wie man es aus landläufigen Krimis so kennt, ordentlich verhaftet und verurteilt, da wird sehr viel nach menschlichem Ermessen gehandelt. Der dabei entstehende Konflikt beschäftigt nicht nur den fiktiven Ermittler - nimmt mich als Leser ebenso mit (ins Boot). Verflixt geschickt wie der Nesboe das immer macht und irgendwie alles ganz arg realitätsnah.

Schwer zu sagen, ob es jemals weiter gehen wird mit Harry Hole. Nach diesem Ende ist nicht alles vergeigt, jedoch vieles verändert. So richtig weiß man bei Harry Hole ja ohnehin nicht, ob er jetzt noch immer und offiziell oder wieder Polizist ist. Ich weiß nur eines: Der kaputte Typ kennst sich und seine Fehler dramatisch gut und wirkt vielleicht gerade darum trotz seiner vielen Macken so sympathisch auf mich.
Ich hoffe und bete, dass ihm nicht eines Tages ein TV-Sender ein Gesicht gibt. Für mich ist Harry Hole eines der besten Ermittler-Mysterien die ich in Roman-Form kenne.

Sollten Sie Neueinsteiger in Sachen "Harry Hole" sein, so lesen Sie sich am besten auch die negativen Bewertungen in Ruhe durch: Es ist wie ich eingangs erwähnt habe, so eine Sache mit ihm:
"Man kann ihn lieben oder hassen. Ich bin ihm jedenfalls verfallen."


(*1) Tipp: sollen Sie in Erwägung ziehen mehr Bücher aus dieser Serie lesen zu wollen, oder gar ein Ermittler-Serie-Fan sein, dann lesen Sie zumindest den Thriller DER SCHNEEMANN vor LEOPARD.

Die aktuell komplette Harry Hole-Serie erschien in der folgenden Reihenfolge:
Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Schneemann
Der Leopard (Gebunden) -- Man kann ihn lieben oder hassen. Ich bin ihm jedenfalls verfallen...
"Leopard" ist der achte Fall aus der Reihe rund um den Ermittler Harry Hole.
Wieder einmal konnte mich Autor Jo Nesbø überzeugen. "Leopard" ist genauso spannend wie es auch schon der Vorgänger "Schneemann" war und Harry Hole noch immer der gleiche alte Stinkstiefel. Ein Ermittler mit menschlichen Schwächen, der in wachen Momenten mit seinem Geist glänzt und in dessen schwächeren Augenblicken man kaum glauben kann, dass so jemand bei der Polizei arbeitet.
Besonders ist in diesem Fall die Mordmethode mit den Leopoldsäpfeln. Die Beschreibungen dazu fand ich sehr interessant und für Harry Hole hatte dies den angenehmen Nebeneffekt einer Reise nach Afrika. Überhaupt ist Hole in "Leopard" außergewöhnlich viel unterwegs. Sicherlich entspricht dies nicht im Entferntesten der Realität eines Polizisten, doch dies schreibe ich der künstlerischen Freiheit des Autors zu. Faszinierend finde ich es, wie sich nach und nach alle Fäden zusammensetzen und so ein Netz an Verknüpfungen erkennbar wird.
Wieder einmal hat Jo Nesbø es geschafft, den Leser längst möglich an der Nase herumzuführen und zu überraschen. Lediglich der Titel des Buchs konnte mich diesmal nicht überzeugen. Passender wäre es gewesen, wie beim "Schneemann" den Namen zu wählen, mit dem der Mörder von der Polizei versehen wird. Das wäre in diesem Fall "Kavalier" gewesen.
Aber auch das nächste Buch wird sicherlich in meinen Händen landen und angenehme Lesestunden bereiten. -- Der Kavalier
Stimme der Rezension von Willi Ratsak voll und ganz zu. Die Geschichte ist von Anfang an so vorhersehbar und austauschbar, dass ich mich sehr geärgert habe und irgendwann in der Mitte aufgehört habe zu lesen. Schon bis dort hin gab es jede Menge unwahrscheinlicher Ereignisse: z.B. dass die - natürlich superhübsche, junge (!) Polizeibeamtin (obligatorische hohe Wangenkochen und grüne Augen - gähn!)als Fremde in Hongkong Harry in zwei Tagen findet, wo man dort doch so "gut untertauchen kann" - und Harry von den "Triaden" (einer Verbrecherorganisation)bisher nicht aufgestöbert wurde...
Und natürlich ändert er in ebenso kurzer Zeit seine ach so feste Meinung, an diesem Fall "nicht mitwirken zu wollen"...
Oder: eine Frau joggt nachts im Park, wird verfolgt und kann sich noch panikartig bis nach Hause retten. Was tut sie am nächsten Abend? Genau: joggt wieder allein durch diesen Park, um dann natürlich ermordet zu werden. Dazu Dialoge, die man so oder ähnlich schon 100 Mal in irgendwelchen Hollywoodfilmen gehört hat.
Ein Ärgernis - schade! -- vorhersehbar
Zwischen mir und Harry Hole war es Liebe auf den 1. Blick und sie hält immer noch an!

Auch dieser Band hat mich wieder mal restlos begeistert : der Schreibstil, die Spannung, die intelligenten Geschichten - einfach toll.
Und ich bin jedesmal ein bißchen traurig wenn der letzte Satz gelesen ist, ich hoffe es geht noch ein bißchen weiter mit Mr. Hole!! -- Mal wieder grandios

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