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Little Honey
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|  | F: Oh, wo hat sie den denn her? A: Den hat sie von den Eels übernommen. F: Und den andern? Der spielt fast schon immer mit ihr. F: Sind die beiden wirklich so gut? A: Ja, das sind ganz ausgezeichnete Gitarristen. F: Hat sie immer so gute? A: Eigentlich schon. F: Und was bedeutet das für ihre Musik? A: Das trägts ziemlich, so gut wie immer - um der Frage gleich vorzubeugen.... F:....und diesmal auch? A: Nun ja, sie hat wohl schwierige Zeiten hinter sich und war diesmal der Meinung - im Gegensatz zum letzten mal - das in Form von Back-to-the-Roots zu bewältigen. Und das hat sie ziemlich, ziemlich gut hinbekommen, siehe oben.....
| | It's A Long Way To The Top - Ein stilistisch höchst abwechslungsreiches Album mit manch grandiosen Momenten. | |
|  | Lucinda Williams wurde am 26. Januar 1953 in Lake Charles, Louisiana, geboren. Erst 20 Jahre nach ihrem Debüt gelang ihr 1998 mit dem Album "Car Wheels on a Gravel Road" der kommerzielle Durchbruch. Heute gehört sie zu den bekanntesten Vertreterinnen ihrer Musikrichtung und wurde 2002 vom Time-Magazin sogar zur besten Songwriterin der USA gewählt. Warum das so ist beweist uns die Country Rock Queen Lucinda eindrucksvoll auf ihrem neuen Album. Als "Königin des Herzschmerzes" wurde Lucinda Williams vom britischen Magazin Uncut beschrieben. Sicher handeln viele Lieder auf dem aktuellen Album von unerfüllten Sehnsüchten, doch die neuen Songs der Country-Rock-Singer-Songwriterin klingen wesentlich positiver als so manche ihrer früheren Lieder und dabei fehlt es ihr auch nicht an Humor und Rotzigkeit. Der Opener "Real Love" gibt die Richtung vor: Auf einen falschen Akkord folgt eine flotte, mitreißende Nummer. Rockige Gitarrenriffs treffen hier auf wehmütigen Country und Blues, und je nach Stilform wechselt hierbei Williams rauher Gesang zwischen Ruppigkeit und Nachdenklichkeit. Ein stilistisch höchst abwechslungsreiches Album mit manch grandiosen Momenten. Ausgewählte Gesangspartner wie Susanna Hoffs und Elvis Costello komplettieren das Gesamtbild. Und am Ende einer spannenden musikalischen Reise interpretiert Williams sogar AC/DC's "It's A Long Way To The Top" (wie wahr).
| |  | Lucinda Williams lässt die Gitarren auf diesem Album so schön scheppern und jaulen, als ob sie den Wettbewerb mit Neil Young aufnehmen will. Das Album prägen hauptsächlich R&B-Nummern, mal rockig, mal ganz schön bluesig. Über all dem schwebt die Stimme der Lucinda Williams, und dies so zerbrechlich, dass man gerade versucht ist, ihr zu Hilfe zu eilen.
Und dann kommt das Duett mit Elvis Costello. Die Stimmen sind sich so ähnlich, dass es ein genaues Hinhören erfordert, wer denn jetzt gerade singt. Hätte mir nie vorstellen können, dass so was möglich ist.
Das Album ist von ihr eines der besten seit "Car Wheels on a Gravel Road". Lucinda Williams in Höchstform als Singer/Songwriterin, auf der Gitarre und im Gesang.
| | If brilliant songs were trees, she'd had a wood | |
|  | Habe die CD jetzt mehrmals gehört und sie wächst mit jedem Durchlauf...
Real Love: Rockiger Auftakt in flottem Tempo, der richtig Spaß macht
Circles And X's: typische Luzie-Midtempo-Rocker zum Mitschunkeln und 'ner ordentlichen Prise "American Stars'N'Bars"-Neil; einfach schön
Tears Of Joy: Kann es sein, dass die Songs von Lucinda, die das Wort "Tears" im Titel tragen, ihre besten sind? Dies wäre dann wieder ein Beweis dafür.Sehr bluesige Nummer, aber stilvoll. Klasse Lead-Gitarre.
Little Rockstar: Midtempo-Rocker, eher untypisch, da (räusper) etwas mainstreamig. Aber nicht schlecht.
Honey Bee: Reine Spaß-Nummer. Rotzig, ungehobelt und mit hübschem Text. Passt zu "Car Wheels" in etwa wie "Rogged Glory" zu "Harvest".
Well Well Well: Countryeske Nummer mit wieder reichlich Blues. Schön altmodisch. Kommt live bestimmt klasse rüber. Groovy.
If Wishes Were Horses: Der vielleicht beste Song. Großes Lucinda-Kino. Epische und herzergreifende Ballade. Und durch die ganze Nummer zieht ein Hauch von Neils "Helpless". Und die Textzeilen "If wishes were horses / I'd had a ranch" kann sie sich auch patentieren lassen. Lucinda at her best.
Jailhouse Tears: Und es geht gleich erstklassig weiter, aber rockiger. 'ne klassische Honkytonk-Nummer mit einem wunderschönen Refrain. Und mit Elvis Costello (dessen es m.E. nicht bedurft hätte).
Knowing: Rangelt sich mit Horses um die Spitzenposition. Ein Song zum Träumen. Entschleunigt sozusagen. 6 Minuten, die einem wie 'ne kleine Ewigkeit vorkommen. Mit zartem Bläsersatz. Ein Traum.
Heaven Blues: Rauher, minimalistischer Blues. Wenn auch Stereotype bedienend, mir gefällt's.
Rarity: Schleppende Nummer. Eher einer der schwächeren, vielleicht auch weil zu lang (fast 9 Minuten). Vom Gefühl her dachte ich, die CD ist damit zu Ende. Und wieder diese hingehauchten Bläser!
Plan To Mary: Gefühlter Bonus-Track. Lucinda-Durchschnitt.
Long Way to the Top: Noch 'n "Bonus-Track". Und dann auch noch ein AC/DC-Cover!!! Ist im Lucinda-Gewand durchaus ansehnlich.
Fazit: Die ersten 10 Tracks sind fast alle großartig und das Geld schon wert. "Honey Bee" ist sicher kein "Car wheels ..." aber wem "West" vielleicht nich Fisch nich Fleisch war, der könnte hier wieder seinen Spaß haben.
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