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Tell Tale Signs: the Bootleg Series Vol.8
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| Kundenbewertungen: | |
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| eine art best of, oder doch nur....? | |
|  | diese doppelCD deckt den zeitraum zwischen der von mir sehr geschätzten "oh mercy" (die aber offenbar nicht bei allen dylan-hörern uneingeschränkte zustimmung fand - zu brav produziert, vielleicht?) bis 2006 ab.
einer der größten songwriter unserer an songwritern nicht gerade armen zeit, zeigt uns hier mit alternativen versionen von songs, die es auf ein album geschafft haben, über unveröffentlichte live-prätiosen bis hin zu songs, die es - großteils unverständlich - auf kein album geschafft haben, einen querschnitt seines schaffens über rund 17 jahre.
eine nagelneue dylan-platte, die man das erste mal hört, löst bei mir meist eine art ratlosigkeit aus. es ist diese mischung aus "kommt mir bekannt vor", "das ist aber ein seltsamer song", "das ist jetzt klasse", "was, das war es schon wieder?", die dann unweigerlich dazu führt, sich das ding eine zeitlang öfters reinzuziehen, dann muss es wieder anderem platz machen und mit der zeit, oft aus der distanz von jahren, bescheinige ich dann jeder dieser scheiben, zu einem substantiellen bestandteil meiner nicht gerade mickrigen musiksammlung aus allen musikrichtungen geworden zu sein.
letzteres ist diese doppelCD gleich von beginn an! aber es ist nicht unbedingt ein dylan für einsteiger. um diesen musiker in seiner gesamtheit erfassen zu können, ist auch die kenntnis seiner platten vom beginn an schlichtweg unerlässlich.
nichts desto trotz erwirbt man hier ein firstclass-ticket in die musikalische welt von BD und jedem, der ohren hat, zu hören und mit verschiedensten gefühlen angefüllt ist, wird sich hier die sonderstellung dieses jahrhundertmusikers ganz lässig offenbaren!
verständlich, dass es diese produktion auch in einer luxuriösen 4-LP-box zu einem nicht nachvollziehbaren preis gibt. der vinyl-junkie und BD-fan muss das dann aber wohl auch haben.
aber diese doppelCD zum - im verhältnis dazu - schnäppchenpreis tut's genauso. der sound ist so gar nicht "bootleg", kommt prall und fett daher, auch wenn qualität zwischen den verschiedenen aufnahmen klarerweise etwas schwankt. schlecht ist aber keine und auf manchen ist ein tiefbass drauf, der mich staunen lässt (wohl dem, dessen musikmaschine das auch reproduzieren kann!).
vier bis fünf sterne für den sound und, tja, ein "must-have" - nicht nur für fans.
| |  | Die Veröffentlichung von "Tell Tale Signs" ist für mich das musikalische Ereignis des Jahres. Wäre da nicht dieser brilliante Klang der Aufnahmen, es ließe sich denken, man befände sich nicht im 21. Jahrhundert. Kein Zweifel, Bob Dylan ist nach wie vor "a songwriter of the first order" und er hat eine unerschöpflich große Liebe zur amerikanischen "roots music". Die Stücke dieser Doppel-CD stammen aus den Jahren 1989 bis 2006 und bewegen sich musikalisch etwa zwischen Robert Johnson und Gene Autry. Die Texte haben dabei eine innere Rhythmik, die bisweilen der eines Rilke nahe kommt ("Der Panther / Im Jardin des Plantes") und sie zeigen aufs Deutlichste, dass Bob Dylan mehr denn je den Finger am Puls der Zeit hat, in der er lebt. Oftmals scheint hier etwas von der Wortgewalt der Propheten mitzuschwingen, wie sie vor die Könige traten, um ihnen die Leviten zu lesen. Kaum jemand - von ganz wenigen Musikern wie Andrew Peterson einmal abgesehen - hat über lange Zeit den Spagat zwischen den Erwartungen des Musikbusiness und dem eigenen Wahrheitsanspruch so konsequent gemeistert.
Dieses 2CD-Set umfasst den Zeitraum, in welchem "Oh Mercy" (1989), "Time Out of Mind" (1997), "Love and Theft" (2001) und "Modern Times" (2006) entstanden sind. Neben einigen unbekannten Titeln ("Can't Escape From You", "The Girl On The Greenbriar Shore", "The Lonesome River" u.a.) hören wir hauptsächlich alternative Versionen aus den Arbeiten zu diesen Alben sowie Soundtrack-Songs wie "Huck's Tune", "Tell Ol' Bill" und das überwältigende "'Cross the Green Mountain". Für den, der sich für die Entwicklung eines Stückes interessiert, ist diese Produktion eine echte Fundgrube. Denn hier zeigt sich in faszinierender Weise, wie Bob Dylan mit seinen Seelenlagen und mit den Bedeutungsinhalten seiner Songs umzugehen versteht. Doch jedes seiner Lieder hat nicht nur einen ganz eigenen Entstehungsprozess, sondern entwickelt sich weiter, verändert seine Stimmung, seinen Ton und Rhythmus - und mitunter auch seine textliche Struktur. Bei Konzerten brauchte ich mitunter einige Momente, um das eine oder andere Stück überhaupt wieder zu erkennen.
Manchem mag diese achte Folge der "Bootleg Series" als ein Rückgriff auf Bewährtes vorkommen, doch gerade in der Gesamtschau wird etwas von der Relevanz dieser Schaffensperiode für Bob Dylans Werk erkennbar. Diese Zusammenstellung offenbart auf interessante Weise, dass Dylan (gegenläufig zu den ständig wachsenden technischen Möglichkeiten) in stetig zunehmendem Maße die Wurzeln amerikanischer Folk-, Blues- und Country-Traditionen aufgenommen hat, mit sehr tiefsinnigen Betrachtungen zur Situation der Welt, seines Landes und des Menschen in dieser Zeit schlechthin, über die Liebe und das Leben - ohne dabei diejenigen vor den Kopf zu stoßen, die einfach nur gut unterhalten werden wollen. Er selbst hat früher einmal von sich gesagt: "I'm a song- and danceman." Man achte auf das UND.
Wie nur wenige andere namhafte Künstler seiner Generation hat Bob Dylan einen ungebrochen starken Antrieb bewiesen. Er ist nach wie vor ein großartiger Live-Performer, geistig äußerst beweglich und als Songschreiber und Musiker gleichermaßen recht einfallsreich. Ein musikalisch wie menschlich großes Einvernehmen zwischen ihm und seinen Mitmusikern hat sich bei diesen Aufnahmen als sehr hilfreich erwiesen. Seit er seine schwere Erkrankung überstanden hat, ist Dylans Stimme sehr viel warmherziger geworden. Die in der Zeit seiner Herzbeutelentzündung durchschrittene Todesnähe zeitigt seiner Kreativität eine bemerkenswerte Tiefe. So gehen seine Texte zuweilen sehr weit über die Nachdenklichkeit früherer Stücke hinaus und wirken eindringlich wie selten zuvor ("'Cross The Green Mountain", "Lonesome Day Blues").
Die Zeichen der Zeit sind unverkennbar. Es werden noch die schlimmsten Dinge passieren, so viel ist sicher. Doch immer ist da auch die Erfahrung, dass sich vieles zum Guten wendet. Die geniale CD "Oh Mercy" (auf die es etliche Titel nicht geschafft haben, die wir zum Teil erst jetzt hören) erschien 1989, mithin in einem Jahr bis dahin fast unvorstellbarer weltpolitischer Veränderungen - denken wir nur an das Ende der Apartheid und an den Fall des Eisernen Vorhangs. Doch die Fragezeichen verschieben sich. Selten zuvor ist Bob Dylan derart deutlich geworden in seinen Worten über die tödliche Wunde, die der zermürbende Materialismus der ganzen Menschheit beigebracht hat ("Everything Is Broken"). Das Wissen um die Bedrohtheit des eigenen Lebens verschränkt sich bei ihm untrennbar mit seiner Wahrnehmung der Welt in ihrem epochalen Wandel. Schon allein deshalb kommt dieser Doppel-CD ein hoher Repertoire- und Referenzwert zu. Ob bislang gänzlich Unbekanntes oder Vertrautes in neuer Form, diese beiden Scheiben verbinden einige der wichtigsten Titel zu einem der stärksten Alben in Bob Dylans Laufbahn und machen "Tell Tale Signs" zu einer wertvollen Anschaffung.
| |  | Ich wollte eigentlich nur mal eine Lanze brechen. Ich habe mir die 3 CDs gekauft unf fühle mich alles andere als abgezockt. Man bekommt neben den drei CDs (deren Musik über alle Kritik erhaben ist) zwei sehr schöne "Bücher" und einen netten "Einband". Natürlich ist das streng genommen kein Schnäppchen aber trotzdem habe ich das alles als sehr "besonders" emfunden. Etwas was nicht jeder hat und sehr schön ist. Wenn man nicht auf den Euro achten muss und das Geld zur Verfügung steht kann man hier nichts falsch machen. Man bekommt etwas wirklich Besonderes.
| |  | Einige der hier vorliegenden Rezensionen beziehen sich auf die limitierte 3-CD-Edition, bei der die Kritik am Preis gerechtfertigt ist. Diese Doppel-CD aber bietet für ihren Preis unerhört viel: 27 erstklassige Songs und ein wundbar aufgemachtes Booklet. Zu den Songperlen gehören ohne Frage "Red River Shore", ""Huck's Tune", "Dreamin Of you" und "Cross The Green Mountain". Der letztgenannte Song ist meines Erachtens der beste, den Dylan je geschrieben hat, ein großartiger Song über den amerikanischen Bürgerkrieg. Unbedingt einmal reinhören!
| | ...Raubkopierer werden sich freuen! | |
|  | Was zu sagen ist, wurde bereits gesagt: Die Musik ist toll! Can't Wait hat mich komplett umgehauen! Der Preis ist aber die reinste Abzocke!!! Hier wurde eindeutig eine Grenze überschritten, deshalb nur 1 Stern, auch wenn die Musik 5 verdient hätte. Auf diese Art der "Geldmache" fördert SonyBMG nur das Raubkopieren!!!
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