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Rio - Deluxe Edition (+ DVD)
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| Kurzbeschreibung: | |  |  | | RIO LTD.D.E. |  |
| Kundenbewertungen: | |
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|  | Für mich ist es die erste CD von Till Brönner und sie hat mich nicht enttäuscht. Die CD verströmt eine völlig entspannte Atmosphäre. Augen zu und in Gedanken am Zuckerhut einen Caipi schlürfen und diese coole Musik hören...
| | Und eigentlich sind 2 auch schon zuviel... | |
|  | ....aber als Trompeter findet man den Kollegen natürlich cool. Und ärgert sich im gleichen Atemzug scheckig, warum der meint, ständig singen zu müssen mit diesem gequetschten, geknödelten und krampfhaft auf Niveau getrimmten Stimmchen. Nur weil es Chet Baker auch getan hat...und auch nicht besser?? Irgendwann steigt Erfolg einem Musiker zu Kopf und er sieht sich selbst nicht mehr realistisch. Und DANN macht er Sachen wie Rio, weil er denkt, das wollen alle hören.
Musikalisch wohltemperiert, nie störend, mit feinen Musikern und guten SängerInnen, aber mal ganz ehrlich: Ist es DAS, was man von einem Topmusiker wie ihm hören will???. Dabei ist Brönner live nach wie vor stark, einfallsreich und ein Erlebnis. Naja auch für mich gilt: Nie mehr ein Blindkauf!
| | Alles schon mal dagewesen... | |
|  | Bossa Nova und Jazz? Hatten wir das nicht schon mal? Stan Getz hat uns in den 60er-Jahren umfassend und abschliessend gezeigt, wie man's macht. Das kann man nicht toppen. Wenn ich als Beispiel nur mal den Song "So danco samba" nehme. Till Brönner gibt sich ja die allergrösste Mühe, sogar sein Portugiesisch klingt ziemlich echt, wenn ich dann aber Joao Gilberto und Stan Getz zum Vergleich anhöre, liegen da Welten dazwischen. Joao Gilberto klingt nach 45 Jahren frischer und authentischer als Brönner auf seiner neuen "pressfrischen" CD Rio. Zudem ist die Trompete als Gegenpart zum Gesang nicht ideal; da passt halt das Tenor-Sax viel besser. Schade! Vielleicht versucht der gute Till Brönner ja mal ganz einfach er selbst zu sein und nicht irgendjemanden zu kopieren; da kann er nur verlieren. Schade um die verpasste Chance.
| | Brönner in Rio-Fast perfekt | |
|  | Vorweg, im Gegensatz zu Andy567 finde ich "O que sera" den gelungensten Titel des Albums, so muss Bossa Nova klingen, mit einer perfekten Interpretation von Vanessa de Mata der wunderbaren Komposition von Chico Buarque. Der einzige Kritikpunkt an der CD ist die Auswahl der Gastsänger. Was Annie Lenox hier zu suchen hat, ist mir schleierhaft. Deren Gesang hat aber auch gar nichts mit Bossa zu tun. Warum hat Brönner nicht einen der noch lebenden Legenden des Bossa Nova zu den Aufnahmen geladen, wenn er denn schon in Rio aufnimmt. Allen voran fällt mir da Carlos Lyra ein, einer der wenigen, die auch vom Kompositorischen her, auf einer Augenhöhe mit Jobim stehen. Auch Roberto Menescal, Joao Donato, Wanda Sa, Marcos Valle und Billy Blanco sind noch sehr aktiv und keineswegs zu alt um noch das ein oder andere beizusteuern. Bei Universal schielt man aber doch zu sehr auf Verkaufszahlen und da macht sich ein Name wie Annie Lenox eben gut. Das Album ist dem 2008 verstorbenen Vater von Luciana Souza, Walter Santos, gewidmet. Dieser war ebenfalls ein Mitbegründer des Bossa, leider zu unrecht heute vergessen. Schade, das keine seiner schönen Kompositionen auf dem Album ist. Alles in allem natürlich ein schönes Album, aber man hätte noch mehr aus der Idee machen können.
| | Gediegen weichgespült und etwas langweilig | |
|  | Alle Türen stehen Till Brönner, Deutschlands prominentestem Jazzmusiker, offen, wenn er ein Projekt angeht. Hildegard Knef, Chris Botti, Curtis Stigers, Don Grusin, The New York Voices, Madeleine Peyroux, - er bekommt sie alle mit Leichtigkeit. Andererseits musste Helen Schneider ihn sicher nicht lange nach (verkaufsfördernden) Gastauftritten auf ihrer neuesten CD fragen. Selbst gesanglich eher schwächlich-funkelnde Interpreten wie Yvonne Catterfeld oder Carla Bruni, integrierte Brönner unkompliziert in seinen Jazz oder in seine jazzinspirierte Weihnachts-CD. So ist man nicht überrascht, sieht man sich die Liste der renommierten Künstler an, die bei seinem neuesten CD Projekt RIO mitmachen.
Der Bossa Nova, diese oft betörende Mischung aus Cool-Jazz und Samba, wurde gerade fünfzig Jahre alt, und zahlreiche Wiederveröffentlichungen rücken diese Musik in den Vordergrund. Richtig weg war der Bossa Nova aber niemals: Große brasilianische Komponisten, allen voran Antonio Carlos Jobim, haben mit vielen Songs unvergessliche Standards geschaffen. Weltklassemusiker -und Sänger haben sie in der Vergangenheit und in der Jetztzeit immer wieder interpretiert.
Als erstes Stück auf Brönners RIO hören wir Misterios, ein Duett mit Annie Lennox und der legendären Brasil-Ikone Milton Nascimento. Lennox Stimme ist kräftig, klar und intensiv, gleichzeitig aber auch sehr hart. Irgend etwas scheint sie mit ihrer Intonation der hohen, gezogenen Töne falsch zu machen, denn sie klingt unangenehm sirenenartig. Milton Nascimentos Stimme ist genau richtig, einfühlsam und unverkennbar magisch. Der Titel ist schön arrangiert, besonders den echohaften Klang rufender Stimmen im Hintergrund empfindet man wie einen leisen Wind.
O Que Sera, gesungen von Vanessa da Mata klingt mit den ersten Noten sehr ansprechend und 100% nach Bossa Nova, nervt jedoch später in unglaublicher Weise. Die Komposition hat kaum Höhen und Tiefen und klingt durch den immer gleichen Rhythmus wie ein permanentes tra-la-la und tamtam-tam, vergleichbar einem kindischen Abzählreim. Dazu kommt die blutarme, ausdruckslose Stimme von Vanessa da Mata, die zwar gekonnt die schnellen Synkopen dieses Bossa Novas technisch beherrscht, aber vollkommen unbeteiligt wirkt. (...das muss so,... bei Bossa Nova !!- hm ??) Es dudelt endlos dahin...und ist mit über fünf Minuten schwer zu ertragen. Für mich mit Abstand die schwächste Nummer des ganzen Albums.
Till Brönner hat sich mit So Danco Samba zunächst klugerweise einen der berühmtesten Bossa-Nova-Klassiker ausgesucht, bei dem die Stimme nicht unbedingt Höchstleistungen vollbringen muss... (Ella Fitzgerald hat zwar in unzähligen Liveversionen diesen Titel zu einem vokalen Feuerwerk gemacht, aber das war dann doch eher dem Jazz zugewandt, als dem typischen Bossa Nova). Brönner hat ohne Frage begriffen, wie der Song zu singen ist (weich, dunkel, und schnell), so wie er auch insgesamt auf diesem Album etwas lehrbuchartig das Idiom des Bossa Nova vorstellt.
Als Sänger allerdings hat die Welt nicht auf ihn gewartet. Oder drücken wir es mal so aus: Nur mit seinem Gesang allein, hätte er niemals einen Plattenvertrag bekommen. So gut und sicher wie er als Trompeter ist, dem Sänger Brönner gehorcht die Stimme nur sehr eingeschränkt oder passabel. Bei So Danco Samba ist seine Interpretation noch adäquat. Aber schon beim sehr rhythmischen Cafe Com Pao zeigt sich seine gesangliche Unzulänglichkeit, wenn sein Singen oft zum tiefgehauchten Gebrummel wird.
Mit Bonita nimmt sich Brönner eine der schönsten Bossa-Nova Balladen vor. Diese traumhafte Melodie betört schon durch sich selbst, auch wenn ein weniger guter Sänger sie singt. Der Song ist einfach zu gut. Aber von Note zu Note merkt man, was dem Sänger Brönner fehlt. Da ist keine Sinnlichkeit, oder Variationsreichtum. Brönner haucht die Melodie ansprechend, aber kann die Schönheit dieser Melodie nicht wirklich ausloten. Wenn er für diese Nummer den Jazzsänger Peter Fessler verpflichtet hätte, die CD wäre um ein echtes Highlight bereichert.
Obwohl mit dem Sound des Bossa Nova hauptsächlich rhythmisch entspannte, an sacht-wiegende Meereswellen erinnernde Melodien verbunden werden, erschließt sich für mich die musikalische Tiefe des Bossa Nova am ehesten in den großen Balladen wie Bonita, Dindi, oder Once I loved. Sie haben diese Sehnsucht oder Tristeza, vergleichbar mit dem portogiesischem Fado. Jedoch ohne dessen große Leidenschaft und Pathos, denn der Bossa Nova ist eine sehr weiche Musik.
Der Bossa Nova hat sich selten durch starke Stimmen oder großes Temperament ausgezeichnet, setzt man mal Jazz oder Soulgesang dagegen. Ob aber deswegen die Ballade Once I Loved von Aimee Man so einschläfernd gesungen werden muss, ist hier die Frage. Auch wenn Astrud Gilberto seinerzeit mit ihrem hübschen, aber emotionslosen Gesang Maßstäbe gesetzt hat, ist es doch kein Gesetz dass nur in dieser Art gesungen werden muss. Man erinnere sich an die große brasilianische Sängerin Elis Regina, die solche Balladen zu vokalen Ereignissen machte. Once I loved ist sehr blass interpretiert, das melancholische Liebeslied wurde schon viel besser gehört. Auf Bönners RIO klingen außer Annie Lennox eigentlich alle weiblichen Stimmen sehr ähnlich. Dünn, relativ hoch und energielos.
Evening bietet als Duett von Milton Nascimento und Luciana Souza da etwas Abwechslung, schon allein durch Nascimentos prägnante Stimme. High Night ist eine melodisch eine sehr schöne Komposition, und wird auch hübsch filigran und natürlich leise ( wie es sich für dieses Album gebührt!) von Melody Gardot vorgetragen. Brönners Trompete integriert sich weich und zurückhaltend....
Sergia Mendes bietet mit gekonnt schwebend-warmer Stimme Ela E Carioca einen Bossa Nova in Reinkultur. Brönners Trompete integriert sich weich und zurückhaltend.....
Das Stück Ligia ist instrumental. Brönners Spiel ist Bossa Nova adäquat, weich und zurückhaltend......
Das ebenfalls instrumentale ARA ist wieder rhythmischer. Brönners Trompetenspiel vermischt sich klanglich interessant mit Hintergrundstimmen. Sein Spiel bleibt auch hier weich und und unagressiv. Gegen Ende des Songs wird das Thema allerdings endlos wiederholt, so dass man nicht traurig ist, wenn dann Schluss ist. Von Kurt Elling, diesem großartigen, oft überdynamischen Sänger hatte ich mir einen vokalistischen Höhepunkt versprochen. Ein solcher würde dann aber wahrscheinlich aus der samtig-weichstimmigen Grundfarbe von RIO unangemessen herausragen. Natürlich ist Elling stimmlich so versiert, seinen Beitrag ( Sim Ou Nao) dem Album zart und subtil anzupassen. So ist dieser Titel, bedingt durch die hohe Qualität von Kurt Elling einer der wenigen wirklich Guten des Albums.
Aquelas Coisas Todas der letzte und eindrucksvollste Song von Rio kommt sehr spät, um einen aufhorchen zu lassen. Hier stimmt plötzlich alles. Der Titel ist musikalisch interessant, vielschichtig und farbig. Luciana Souza glänzt hier endlich mal als einziger weiblicher Gesangspart auf RIO mit Virtuosität, Impulsivität und frischer Vokaltechnik. Till Brönners Meisterschaft als Trompeter, die gerühmte perfekte Intonation, die geschmeidige Phrasierung und der warme Klang, kommen in diesem Stück am deutlichsten zum Ausdruck! Schade, dass es von solchen Stücken nicht mehr auf Rio gibt. Aquelas Coisas Todas ist ein leuchtender Farbtupfer in der für mich überwiegend grau-blau-tristen, dahinplätschernden Musiklandschaft von Rio.
Es geht nicht darum, dass Brönner mit Rio dem Bossa Nova grundsätzlich nichts Neues beisteuert, das sollte nicht erwartet werden, und war wohl auch nicht Brönners Absicht. Akzentuierterer Gesang, mehr Frische, und musikalische Abwechselung, und auch mehr Hingabe / Dynamik in Brönners ( sparsam eingesetztem Spiel), hätte dem Album gut getan. Eine "Feier" so wie es im Werbetext zur CD "RIO" heisst, ist das für mich nicht. Ich bin mir aber ziemlich sicher, das die Songs in ihrer Livepräsentation, und den sich ergebenden Improvisationen wesentlich besser sind.
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