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Home > Music > Die Bibel Eine Gesprochene Symphonie
Die Bibel Eine Gesprochene Symphonie

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Kundenbewertungen: 
Die Bibel nach Ben Becker - hauptsache ihm selbst gefällt es
2 out of 5 stars.
Ben Becker spricht die BIbel. Er glaubt zwar nicht an ihren Inhalt und ihre Botschaft, aber er verdient sehr gut damit. Im Predigerkostüm und mit Gospelchor mimt er den Prediger, um die diffus religiösen Bedürfnisse unserer Zeitgenossen zu bedienen - und dabei eine Menge Asche zu machen.

Was sein Projekt unerträglich macht ist seine Stimme - er gefällt sich selbst in seiner gespielten Ergriffenheit. Seine Art zu sprechen, mehr noch zu singen, finde ich kaum erträglich, es ist in jeder Sekunde zu spüren, wie sehr er selbst sich toll findet, wie er das macht.

Begriffen hat Ben Becker vom Text der BIbel kaum etwas. Ist die Bibel vor allem eines, nämlich Zeugnis des Glaubens von Menschen, so nimmt Becker sie als literarischen Text wahr, als Geschichtsbuch, dem man distanziert sich nähern kann (und eben mit ihm auch Geld verdienen wie mit Goethe, Rilke oder anderen Schriftzeugnissen auch). Aber das ist die Bibel nicht. Sie spricht vom Glauben und entlarvt Becker als Popanz und Vortänzer einer Hörerschaft, die Emotionen benutzt, um sich gut zu fühlen, Betroffenheit light. Glaube light - das geht nicht. Und darum ist das Projekt "eine gesprochene Sinfonie" völliger Unsinn und erreicht m.E. Menschen, die absolut kein Interesse an der Botschaft der Bibel haben, die aber ein bisschen Religion ganz cool finden.

Die Musik ist schön gemacht, unterstützt Beckers Intention meisterhaft. Jeder einigermaßen begabte Filmmusik-Komponist könnte das, wie die Profis im Film- und Mediengeschäft eigentlich alle sehr virtuos auf der Klaviatur unserer Emotionen spielen können.

Fazit: Nicht kaufen. Auch nicht als warnendes Beispiel.

Ein Hörereingnis
4 out of 5 stars.
Ben Becker liest auf zwei CDs (Neues und Altes Testament) ausgewählte Geschichten aus der Bibel. Untermalt wird er durch Orchestermusik, zwischendurch vervollständigen gesungene Popsongs und Gospels den Inhalt. Das hört sich vielversprechend an und ist im Ergebnis dann tatsächlich sehr, sehr gut gelungen. Nicht nur Beckers eindrucksvolle Stimme in Zusammenklang mit der sehr passend gewählten Musik trifft ins Innere, auch die Texte - z.B. über den Turmbau zu Babel - sind eine wundervolle Grundlage und auch heute teilweise noch oder wieder hochaktuell! Ich habe mich beim Hören keine Minute lang gelangweilt und empfand auch die Gesangseinlagen zwischendurch als angenehm, da sie einmal eine Pause beim intensiven Zuhören ermöglichen.
Dennoch ziehe ich einen Punkt ab. Die Lesungen auf der zweiten CD aus dem neuen Testament fand ich weniger beeindruckend. Obwohl mich die Botschaft dieses Bibelteils eigentlich mehr anspricht, könnte das auch an den Texten gelegen haben. Hier hätte ich mir eine andere Auswahl vorstellen können.

Die Bibel jetzt auch als "Best Of"! - Spektakulär, pathetisch - - - symphonisch.
5 out of 5 stars.
Ein neues Fläschchen "Ohrenmedizin" für besondere Anlässe. Auch noch beim x-ten Mal Anhören. In meinem Audio-Erlebnis-Regal findet es Platz zwischen Ben Becker spricht: Fieber-Tagebuch Eines Aussätzigen (Kinski) und dem unerreichten Oskar Werner (Spricht Rainer Maria Rilke), neben dem mein Hochverehrter Herr Brandauer mit seinen Mozartbriefen (1) Platz gefunden hat.

Ben Beckers sonore Stimme hat mich - ich gestehe! - eingelullt, doch ich war seit jeher fasziniert von diesem Menschen - als Gesamtbild. Nicht von dem unsäglichen "Rilke-Projekt(en)" und bei Und Lautlos Fliegt Der Kopf Weg musste ich auch passen. Nun geht Ben Becker immer öfter Wege, nebst seiner Schauspielerei, auf denen ich ihm als "Fan" gerne und mutig folge. Sein "Bibel" Projekt nannte er einen großen Traum, den er sich - nach dem Zusammenbruch - nun erfüllt hat. Meine Erwartungen waren hoch angesetzt. Doch trotz teils herber Kritiken in der Presse, ich halte das für eines seiner bisher gelungensten Projekte!
Seien wir doch ehrlich: Nur so zur Unterhaltung würde sich sonst sicher kaum jemand das Alte Testament "reinziehen". Ich hab mich schließlich gewundert, wie viel davon mir gar nicht mehr bekannt war.
Becker liest das Alte (CD1) und Neue (CD2) Testament, dass es an -zugegeben etwas gestell(z)ter) Dramatik, Spannung und Pathos nicht zu überbieten ist. Die Inszenierung wird untermalt von dustren Orchesterklängen, die wohldosiert ein gigantisch anmutendes Szenario schaffen. An keiner Stelle wirkt dieses Audio-Erlebnis auf mich übertrieben, oder übergestaltet, doch man mag mich auch befangen schimpfen.
Aber - aufgepasst: Das war aber noch nicht alles! Die ausgesuchten Textpassagen werden hie und da aufgelockert durch neue Interpretationen bekannter Hits die man Elvis, Cash oder Simon&Garfunkel zuschreibt, und schließlich auch einem Gospel-Song. Das macht die schwere Kost tatsächlich einen Tick erträglicher, denn diese "Superhits" passen sich schonend in das Wortspektakel der Testament-Texte ein und wirken auflockernd, was vermutlich auch die Intention der Sache ist. ;-)
Erstaunlich zwar, dass Elvis' "In The Ghetto" zu der Geschichte von Kain und Abel folgt, und wenn ich Beckers "Hurt"-Interpretation höre, denke ich unweigerlich an die brüchige Stimme von Johnny Cash, empfinde dies aber zumindest nicht als Sakrileg. Nur bei "Bridge Over Troubled Water", also das ist so eine Sache, das klingt doch tatsächlich so, als ob das nicht von Simon & Garfunkel wäre, sondern von Tom Waits!
Die Bibel-Eine Gesprochene Symphonie" ist kein Hörbuch für alle möglichen Anlässe, für mich eine Art Entspannungstherapie.

H Ö R R L I C H !!!




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