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Radiohead: The Best Of
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| Kurzbeschreibung: | |  |  | | BEST OF SPECIAL EDITION |  |  | | Die Geschichte von Radiohead beginnt 1986 in Abingdon in der Grafschaft Oxfordshire, verdichtet sich ab 1991 und nimmt mit The Best Of so etwas wie einen Wendepunkt. Was an einer Knaben-Schule seinen Anfang nahm, sich langsam und kontinuierlich entwickelte kann nun auf eine imposante Karriere zurückblicken. Radiohead sind Superstars, eine Band, die mit komplexer Musik ganze Festivalbühnen und Riesenhallen in selige Orte verwandelt. Ein Phänomen. Kann eine solche Gruppe überhaupt auf eine The Best Of reduziert werden? Jein! Fast jeder Song der Diskographie ist schon für sich alleine klasse, doch innerhalb eines ganzen Albums nimmt er einen wesentlich bedeutenderen Platz ein als auf einer Zusammenstellung. Wer diese Gruppe gerade entdeckt und lieben gelernt hat, sollte deshalb gleich zum 7CD Album Box Set, wer sich Radiohead allerdings zum ersten Male nähert wird mit The Best Of bestens versorgt. Mit Einschränkung allerdings, der Sinn einer einfachen CD will sich bei dieser exquisiten Materialfülle einfach nicht erschließen, da fehlt zwar nicht der erste große Hit Creep, dafür neben unverzichtbaren Liedern auch das unwiderstehliche ?Knives Out? oder ?True Love Waits? als Live-Version. Was Sänger Thom Yorke, der einmal von sich sagte: ?And I know I?m paranoid and neurotic, I?ve made a career out of it?, wohl über diesen Unsinn seiner ehemaligen großen Plattenfirma denken würde, jetzt wo Radiohead im Internet und auf einem kleineren Label weitermachen? Wenn schon The Best Of, dann gleich als Doppel-Silberlingen oder im üppigem Quattro-Vinyl. Jenseits allen Zweifels ist die DVD, die durch ihre chronologische Anordnung der Clips von zum Beispiel Michel Gondry einen perfekten Blick auf den Werdegang einer ganz großen Band ermöglicht. --Sven Niechziol |  |
| Kundenbewertungen: | |
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|  | Ich war ja zugegebenermaßen sehr überrascht ob der Ankündigung eines Best Of von Radiohead. Als ich dann die fertige CD in den Händen hielt, zumal noch die Doppel CD, erstaunte mich vor allem die doch sehr gelungene Liedauswahl. Ein paar persönliche Highlights fehlten mir zwar, doch ist es eine repräsentative Auswahl, die den Werdegang und die Entwicklung der Band sehr gut aufzeigt. Allerdings wirklich nur in Verbindung mit der 2. CD. Über die Legitimation eines solchen Albums mache ich mir keine Gedanken. Und über den Ausverkauf einer Band eigentlich auch nicht. Ich ging zunächst offen an die CD heran. Um am Ende dann doch enttäuscht zu werden. Wenn man die Lieder nämlich so aneinandergereiht auf der CD hört, also aus dem Zusammenhang des eigentlichen Albums herausgerissen, verlieren sie sehr viel an Wirkung und Kraft. Sie funktionieren einfach nicht mehr. Wie oft hatte ich am Ende eines Liedes schon den nachfolgenden Song des Albums im Ohr. Gerade Radiohead Songs funktionieren und wirken am besten im Gesamtkontextes einer CD. Radiohead CD's sind sehr komplexe Werke, und jedes einzelne Lied macht einen wichtigen Bestandteil dieser Struktur aus. Löst man die Lieder aus dieser Struktur heraus, laufen sie ins Leere, wirken deplaziert. Das mag bei den Single Erfolgen noch so gehen, aber z.b. "National Anthem" aus dem Körper von Kid A entrissen, funktioniert gar nicht mehr, lässt es noch befremdlicher erscheinen, als es wirklich ist. Also diese CD ist für jene gerade richtig, die eine Ahnung davon bekommen möchten, wer und was Radiohead sind. Wer jedoch die Band lange Jahre auf ihrem musikalischen Werdegang begleitet hat, und sowieso jede CD gekauft hat, kann sich den Kauf sparen. Zumal man ja auf rare B-Seiten fast gänzlich verzichtet hat. Deswegen nur 3 Sterne und die Hoffnung auf ein ganz neues Radiohead Album.
| |  | klar, die übliche diskussion: darf eine plattenfirma die songs einer band, die von ihr weggegangen ist, als best-of rausbringen?
natürlich darf sie das - wenn sie es darf, wenn sie also die rechte an dem material hat. wieso soll das ausverkauf sein? welche andere aufgabe hat eine plattenfirma, als musik zu verkaufen?
der band schadet es nicht, schließlich verdient sie dran und schließlich sind das ja ihre songs, warum soll man die nicht noch einmal rausbringen? (man kanns auch übertreiben mit der künstlerischen sensibilität, find ich.)
vor allem aber: dem publikum schadet es nicht! dieses album ist eine tolle zusammenstellung großartiger songs, sie zeigt die entwicklung einer groß- und eigenartigen band vom indiepop-phänomen zum artrock-kollektiv, von der gitarre zum laptop und wieder retour. wenn viele menschen, denen es bisher zu mühsam war, sich durch die alben zu arbeiten, dadurch diese musik entdecken - was kann daran schlecht sein?
aber auch für fans ist das ein hübsches package. ich hab zwar alles von radiohead, aber diese doppel-cd passt mir wirklich gut ins auto, muss ich schon sagen.
und, jetzt einmal ganz egoistisch als musikhörer gesprochen: ich hätte gar nichts, gar nichts, gegen den einen oder anderen großen livemitschnitt oder ein b-seiten-packerl, sellout hin oder her.
| | Das Beste von der Besten! | |
|  | Da ist sie nun, die erste "Best of" von Radiohead. Der Zeitpunkt ist nach fünfzehn Jahren Schaffenszeit sicherlich gerechtfertigt, die Art und Weise wohl nur bedingt. Radiohead sind nicht mehr bei Parlophone und diese bringt nun diese CD heraus, wohl ohne die Band mit einbezogen zu haben. Die Frage nach dem Ausverkauf liegt nah. Dennoch sollte man zwei Punkte berücksichtigen: Parlaphone hat Radiohead, besonders zur Entstehungszeit von "OK Computer", gestützt und den Schaffensprozess, der zu dieser so wichtigen CD notwendig war, geduldig abgewartet und der Band nach dem Erfolg von "OK Computer" künstlerische Freiheit gelassen hat, die im Ergebnis von "Kid A" ihren Höhepunkt erreichte. Dieses Album muss für jeden Geschäftsmann der Musikindustrie zunächst ein Albtraum gewesen sein. Für uns Musikkonsumenten ist sie ein grandioses Erlebnis. Zum zweiten scheint man die "Best of" als abschließendes Ergebnis der Zusammenarbeit herauszubringen und nicht als Melkmaschine (Volume one, Volume two etc.) zu installieren. Genug dazu: Die Auswahl der Einzel aber auch der Doppel-CD ist fabelhaft und in ihrer Bedeutung gemäß der Entwicklung angemessen. Sicherlich ist die große Überraschung, dass es sechs Songs von "The bends" hier auf die CD Nummer eins geschafft haben, diesem Werk mit dem Radiohead so sehr von "Creep" wegkommen wollten und um künstlerische Anerkennung gekämpft haben. Im Nachhinein scheint "The Bends" dann doch mehr Einfluß auf Bands wie Coldplay etc. gemacht zu haben, als "OK Computer", mit denen sich nachfolgende Bands dann doch nicht messen konnten oder wollten. Auch die Reihenfolge der track list nicht chronologisch, sondern eher dramaturgisch anzulegen, macht Sinn und wirkt ausgewogen. Die zweite Seite beinhaltet (objektiv)weniger wichtige Songs der Band, die aber sicherlich bei dem ein oder anderen Radiohead-Fan besondere Bedeutung haben dürften. So gehört "True love waits" als Abschluss zu meinen ganz persönlichen Favoriten. Der Sinn von "Best of" CDs für den Fan mag nicht diskutiert werden, da dieser ja eh über das gesamte Material, mit Ausnahme vielleicht von "Talk show host", verfügen wird. Als Monument und Dokument, welchen Stellenwert Radiohead besitzt, ist diese Compilation absolut gerechtfertigt. Bleibt zu hoffen, dass nun nicht noch demnächst B-sides und Live-tracks von Parlophone auf den Markt geworfen werden. Dann ist Schluss mit Verständnis.
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