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Home > Music > Third
Third

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Kurzbeschreibung: 
THIRD
Als Portishead aus dem gleichnamigen Vorort von Bristol 1991 an den Start gingen, existierte der Begriff TripHop noch gar nicht. Bis auf Massive Attack oder Kruder & Dorfmeister sorgte keine Band für eine derartige Euphorie wie Portishead. Viele, viele Jahre später liegt das Genre im Hospiz, ihre einstigen Protagonisten aber zeigen sich auf Third nach 10-jähriger Abstinenz quicklebendig. Was soll man zu Third sagen? Sensationelles Comeback, famoses drittes Studioalbum, Befreiungsschlag? Trifft alles zu, vor allem aber begeht das englische Trio nicht den Fehler, überambitioniert zu klingen oder den Meilenstein Dummy zu kopieren, woran sie ja schon einmal scheiterten. Das Wundersame und Faszinierende an diesem immer aufregenden, düsteren Album ist, wie Sängerin Beth Gibbons sich mit herzzerreißendem, bedrückenden Gesang Platz macht in den fertig vorgelegten, mal vertrackten, mal grimmigen, mal pulsierenden Kompositionen von Soundtüftler Geoff Barrow. Inspiriert und beeinflusst wurde er wieder von Krautrock oder Filmmusik, aber neu sind die Querverweise an Pioniere wie die Silver Apples oder Pierre Henry, und neu ist auch dieses auf Können basierte Selbstbewusstsein musikalische Wagnisse einzugehen, keine Kontraste zu scheuen. ?Silence? ist alles andere als Ruhe, ist Rhythmik pur und endet einfach abrupt. In ?Hunter? kollidieren Störgeräusche mit zartem Folk, ?Nylon Smile? ist hypnotisch wie ein Can-Stück, und wie Beth Gibbons sich in dem absoluten Killer-Track ?We Carry On? mit geisterhafte Stimme Gehör verschafft, packend! Dann ist da noch die Singleauskopplung Machine Gun, angetrieben von geschredderten, unwiderstehlichen Beats. Die Pop-Saison 2008 kann mit Third ein Werk ohne Radio-Ohrwurm aber elf großen Hits bestauen. -- Sven Niechziol


Kundenbewertungen: 
gewohnt super
5 out of 5 stars.
wenn man diese frau singen hört, möchte man mitheulen und das meine ich nicht negativ, ich mag die stimme sehr gerne, die geht unter die haut.ja und die musik ist wie geschaffen für diese stimme. zwar sind nicht alle songs herausragend, wie beim 1. album, aber die 5 sterne giebt es für die songs "silence", "the rip" und "small". die anderen songs sind ok, doch diese drei sind der hammer. nun zum thema weiterentwicklung: da mach ich doch einen dicken haufen drauf! wer braucht weiterentwicklung wenn die songs gut sind und zu einer band passt? die stones und u2 haben sich auch weiterentwickelt und die klingen jetzt richtig schlecht. weiterentwicklung bedeutet meistens "radio-und chartstauglich", wer braucht das schon?

Tagebucheintrag
5 out of 5 stars.
Tagebucheintrag 25.04.2008

Es ist also passiert..."Sie" sind auf der Erde gelandet.
Aber was wollen sie bei uns?
Haben sie friedliche oder feindliche Absichten?
Diese Frage steht im Raum und kann nur durch eine einzige Botschaft beantwortet werden-ihre Musik.
Nach einem ersten kurzen, aber äußerst intensiven Hörgenuss wird schnell klar:
Dieser Sound ist definitiv nicht von diesem Planeten!!
Hier ein metallenes Hämmern und Pochen, dort ein Kratzen und Summen im Echolot.Mal ein wilder, unvorhersehbarer Tempowechsel, mal ein perfekter Rhythmus.Aber immer bleibt der unverkennbare Eindruck, alles wurde direkt im Mutterschiff der "Aliens" aufgenommen.
Und ständig die mystisch-depressive und doch gleichzeitig herzerwärmende Stimme "ihrer" Sängerin.
Diese Stimme schafft eine dermaßen hypnotische Atmosphäre, dass es zeitweise wirklich beängstigend ist...

Tagebucheintrag 05.09.2008

"Sie" sind längst wieder weg.Ihre Musik ist noch da.Und wie!!
Die Botschaft hat sich mir auch erschlossen.Obwohl das kein Wunder ist.Nachdem ich seit damals täglich die 11 Tracks rauf & runter gehört habe, wäre alles andere nicht nur für mich eine gewaltige Enttäuschung.
Was mir noch aufgefallen ist:Sie müssen schon viel früher einmal auf der Erde gewesen sein.Viele Elemente des Sounds sind eindeutig von der Menschenmusik unterschiedlichster Jahrzehnte inspiriert.
Vielleicht ist ihr Heimatplanet doch nicht so entfernt von unserem...

Tagebucheintrag 21.11.2008

Die elf Songs bekomme ich einfach nicht aus meinem Kopf.Was ich aber nicht negativ sehe.Im Gegenteil!Ich warte gespannt auf das nächste Meisterwerk der freundlichen Besucher.Denn dass sie damals nicht feindlich gekommen sind, sondern um das dritte Auge der Menschen zu öffnen, dürfte nicht nur mir klar geworden sein.
Schade finde ich es allein, dass ich doch tatsächlich immer mal wieder auf Menschen treffe, die die Genialität des "Alien"-Sounds nicht zu schätzen wissen.Ignoranten!Aber so war es mit zukunftsweisender Musik ja bekanntlich schon immer...


Vorher reinhören.
2 out of 5 stars.
Was ich empfehlen würde, nicht kaufen ohne vorher kurz mal reinzuhören.
Für mich eine Spur zu abstrakt.
Das Durcheinander das sich von Titel zu Titel wie ein roter Faden zieht führte mich zum schnellen durchhorchen.
Besser man begräbt dieses "Meisterwerk" im Garten!


eine echte Weiterentwicklung
5 out of 5 stars.
In vielen Rezensionen sprach man vom fehlenden Scratching und lobte die Vorgängeralben als unerreichbar. Portishead haben sich hier eindeutig übertroffen. Für alle wie mich, die nicht erst im neuen Jahrtausend mit Ihnen konfrontiert wurden ist die Entwicklung sicher spürbar. Waren es Mitte der 90er noch der Sound von Dummy zu denen man im Morgengrauen nach Hause lief oder einfach durch den Herbstregen spazierte, so waren es Ende der 90er die düsteren Klänge von Portishead die die Trips in dunkle, mystische Bahnen lenkten. Gänsehaut und eine kleine Weile Sucht nach dieser Musik haben beide Alben garantiert. Schließlich hat einem das Live-Album wieder dorthin zurück geholt und man hat mindestens noch einmal alle Alben herausgeholt um wieder in Erinnerungen zu schwelgen. Dann das fabelhafte Solo Album von Beth, fast durchgängig neue und herrliche Klänge. Und jetzt der Höhepunkt: Third ist Zeitgeist, keine alten Lieder von portishead können mir heute noch so eine Gänsehaut bereiten wie "The Rip", einige andere Tracks erinnern stark an den Vorgänger Portishead. Die Instrumente haben sich geändert und die Stimme ist deutlicher zu hören. Und wieder ist eine Weile mit Portishead im Ohr angebrochen.

Für alle Fans von Portishead ist dieses Album ein Muss!

Keine Innovation
2 out of 5 stars.
Auch wenn viele hier behaupten, dass sich Portishead im Klang verändert haben, kann ich das nicht bestätigen. Sie führen genau den Trend weiter, der auf Portishead schon mehr als angedeutet wurde. Die Instrumentierung wird immer weniger und die Stimme von Beth Gibbons wird immer weiter in den Mittelpunkt gerückt. Auch hier leidet sie sich wieder durch alle elf Songs und klingt noch gequälter als sonst. Man muss aber auch ehrlich sein, dass schon allein im Bereich des Oktavenumfangs Beth Gibbons z. B. einer Alison Goldfrapp nicht das Wasser reichen kann. So gut sie auch ist, aber zu viel Mittelpunkt tut der ganzen Sache nicht gut. Ist enfach so.
Ja, die orchestralen Songs, die man auf Dummy hörte und schon auf Portishead weniger wurden, sind jetzt vollends verschwunden. Die Stelle nimmt nun Beth' Stimme ein, was ich sehr schade finde.

Wirkliche Innovation hätte einfach anders ausgesehen, nämlich nach ganzen 14 Jahren ihres buchstäblich kläglichen Daseins Songs zu veröffentlichen, die sich nicht am Rande des Weltuntergangs bewegen, sondern einfach auch mal fröhliche, erfreuliche Aspekte des Lebens beinhalten. So ist man einfach gezwungen, eine äußerst einseitige musikalische Begabung zu vermuten.

Ich möchte das Album nicht völlig verreißen, denn es finden sich schon gute Ideen auf der Platte. Machine Gun wartet mit dem tollen Einsatz von Schlagzeug bzw. einer Drum-Machine auf, die dann auch noch durch den Sythesizer am Ende veredelt wird. Die besseren Stücke befinden sich für mich hauptsächlich am Anfang der Platte, während es zum Ende hin immer wirrer wird.

Zwei Punkte, zu mehr reicht es definitiv nicht. Zu einseitig die Platte ohne einen mitreißenden Song. Alles versinkt zu sehr in einem düsteren Brei, was auch schon zu einem großen Teil beim zweiten Album der Fall war.
Portishead entwickeln sich leider in eine Richtung, in die ich nicht mehr mitgehen möchte.




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