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Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
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| Kurzbeschreibung: | |  |  | | Warner Home Die Ermordung des Jesse James, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 29.02.08 |  |
| Kundenbewertungen: | |
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|  | Wenn das Ende eines Films schon im Titel verraten wird, dann muss die Schauspielerische Leistung der einzelnen Darsteller schon mehr als brilliant sein, damit man ihn aunschauen kann ohne dabei die Minuten zu zählen... Leider verspricht der Streifen nicht, was man von einer amerikanischen Geschichte über einen Westernbanditen erwartet. Zum einen nervt es, dass der Regisseur auf die brilliante Idee gekommen ist, alle fünf Minuten Zeitsprünge in die Vergangenheit oder Zukunft zu machen. Außerdem ist die Auswahl der Schauspieler eine Katastrophe, mit Ausnahme von Brad Pitt, der den Film mit viel Wohlwollen noch gerade so in Mittelmaß befördert.
| | Klasse Story, klasse Hauptdarsteller, (fast) meisterhafter Film | |
|  | Mit Pitt und Casey Affleck hat dieser Film perfekte Besetzungen für seine Titel"helden" vorzuweisen, wobei m.E. Affleck deinen bekannteren Kollegen Pitt hier noch übertrifft. Daher fängt für mich der Film mit dem Mord an Jesse James durch Robert Ford erst wirklich an. Interessiert einen nicht der Werdegang Fords zwischen Ruhm und Frust, wird man den Film hier sicherlich als langatmig empfinden. Für mich ein Film, der auch für "Nicht-Western-Fans" (wie mich) sehr zu empfehlen ist.
| | Bildgewaltig, tiefgehend, subtil | |
|  | Zugegeben, über die fast gesamten 160 Minuten des Films passiert nicht sonderlich viel. Wenn man also auf der Suche nach Western-Action oder nicht enden wollendes rumgeballer ist, sollte man einen großen Bogen um diesen Film machen.
Wenn man allerdings auf der Suche nach einem Film ist der allen Klischees trotzt und nicht auf Anhieb in eine Bestimmte Niesche gesteckt werden kann, kurz: einem erfrischend andersartigen Film, der ist mit "Die Ermordung des Jesse James" mehr als gut bedient.
Tolle Bilder, Großartige Schauspieler, und ein Soundtrack der zur mächtigen Atmosphäre beiträgt. Klasse Film!
| | Kammerspiel in epischen Bildern: Entmystifizierung eines Helden aus der Kindheit. | |
|  | Zwei Dinge lassen diesen Film besonders herausragen: Die Kamera und die zwei Hauptdarsteller.
Die Bilder dieses Filmes sind einfach ein unwahrscheinlicher Genuss! Jede Kameraeinstellung ist ausbalanciert, die Naturaufnahmen, sehr still und weit, sind schlicht atemberaubend. Auch die Kostüme muss man unbedingt erwähnen, sie sind ein wahrer Augenschmaus. Die wunderschöne Musik von Nick Cave und Waren Ellis untermalen auf unaufdringliche aber eindringliche Art und Weise die außergewöhnlichen Bilder. So kann man sich in dem drei Stunden langem, kammerspielartigen Film, zurücklehnen und die schönen Bilder genießen. Das langsame und fast meditative Fortschreiten der "Handlung" fordert zwar einiges an Geduld vom Zuschauer ab, aber man wird immer wieder belohnt durch faszinierende Bilder ziehender Wolken, wogendes Grasland, Blicke in einen zugefrorenen See und Blicke hinter die Fassade von Jesse James.
Die beiden Hauptdarsteller Brad Pitt als Jesse James und Casey Affleck als (Robert) Bob Ford sind aufgrund ihrer Spielkunst absolut genial ausgesucht und auch beide mehr als hübsch genug, dass man sie auch 3 Stunden lang angucken mag. Brad Pitt schafft es nicht nur die Grausamkeit und Kaltblütigkeit eines Jesse James zu vermitteln sondern auch die Leere dazwischen, den Überdruss, die Sinnlosigkeit und die Angst. Bob Ford, der Jesse James schon seit Kindesbeinen an, wie eine Ikone verehrt und ihm nacheifert, kann man den Film über beobachten, wie er in der Auseinandersetzung mit dem echten Jesse James seinen Helden entmystifiziert und sich schließlich von ihm befreit. Er, Bob Ford, ist das eigentliche Zentrum des Filmes. Ein hoch sensibler Junge von 19 (fast 20) Jahren, der in seiner Familie gehänselt und nicht ernst genommen wird und, obwohl er intelligenter als seine Geschwister und Vettern ist, wird er immer klein gehalten. Er versteckt sich hinter dem was er gerne wäre, anstatt das zu leben was er ist. Er steht sich im Endeffekt selbst im Wege und anstatt sich zu entwickeln und zu reifen, eifert er einer Wunschfigur nach. Er leidet darunter dass er naiv, unbeholfen und gehemmt, ja auch feige ist. Jesse James war immer das genaue Gegenteil, die Verkörperung dessen was er einmal sein wollte, der das Maximum an Respekt für sich in Anspruch nimmt, welchen er zur Gänze vermisst. Die Realität sieht allerdings anders aus. Als er dies erkennt schafft er sich die Figur die seinem Leben im Wege steht endlich vom Hals. Peng!
Dies ist auch schon die Geschichte des Filmes. Der lange Titel erzählt sie ja schon fast zur Gänze, deswegen habe ich hier hoffentlich nicht zuviel verraten. Oder ist am Ende doch alles ganz anders?
Es handelt sich hier nicht wirklich um einen Western, auch nicht um einen Abenteuerfilm, der eine spannende Robin Hood Geschichte erzählt, sondern um eine charakterliche Studie, die eher die Heldenfigur von ihren Sockel stößt und ihre Niedrigkeiten und Belanglosigkeiten zeigt, statt ihre Ruhmesgeschichte. Viel mehr ist da nicht. Eine Handlung mit Spannungskurve und markanten Actionszenen ist da nicht auszumachen. Es werden zwar ein paar Überfälle gezeigt und in ein paar Nebensträngen der Zerfall der räuberischen Gemeinschaft aber darum geht es im Film nicht. Auch die sonst obligatorische weibliche Hauptrolle fehlt. Hab ich`s vermisst? Jein. Ich gestehe, dass ich manchmal etwas ungeduldig wurde, aber es muss auch solche Filme geben, die nicht den konventionellen Sehgewohnheiten entsprechen und dem Zuschauer liebgewordene Dinge z B Romantik, Pathos oder Action vorenthalten und dafür den Blick für etwas anderes öffnen. Eine Straffung hätte dem Film vielleicht gut getan, ich vermag mich da aber nicht festzulegen.
Ich glaube nicht, dass der Film der historischen Figur des Jesse James gerecht wird, glaube aber auch nicht, dass der Film dies überhaupt will. Der Film ist kein Western, er hätte genauso im galaktischen Orbit unter den Klingonen stattfinden können. Manchmal hatte ich den Eindruck Jesse James und Bob Ford wären eine einzige Person, so als wäre James nur ein Ableger in Fords Seele. Man könnte Bob Ford vielleicht sogar auch als eine Art Judasfigur betrachten, dessen Verrat Jesse James nicht nur voraussah,sondern auch förderte und darüberhinaus zu seiner Bestimmung machte. Aber vielleicht ist das jetzt auch arg weit hergeholt. ;-)) Jedenfalls hängt auch James nicht mehr an seinem leeren Dasein. "Ich bin für mich selbst ein Problem geworden." Konstatiert Jesse James am Ende. Und schenkt Bob Ford einen neue Pistole.
Mag sein, dass meine Interpretation sehr persönlich und eigenwillig ist. Der Film lädt aber dazu ein, dass sich jeder seine eigene bastelt.
Die DVD wird der genialen Kameraarbeit von Roger Deakins, dem Stammkameramann der Coen-Brüder, absolut gerecht, wartet aber mit so gar keinem Hintergrundmaterial und auch keinem anderen Bonus auf. Originaltitel: The Assassination Of Jesse James By The Coward Robert Ford USA 2006 160 Min Regie: Andrew Dominik
Brad Pitt - Jesse James Casey Affleck - Robert Ford Sam Rockwell - Charley Ford
| |  | Ich möchte mich zum Film nicht näher äußern! Dabei muss ich zugeben, es auch gar nicht wirklich zu können, da ich den Film nicht bis zum Schluss gesehen habe. Es mag sein, dass es einige Menschen gibt, die einen tieferen Sinn in langweiligen Dialogen und nicht vorhandener Handlung sehen...ich tat dies nicht und habe den Film nach ca. 45 min. ausgeschaltet, um nicht in einen tiefen tiefen Schlaf versetzt zu werden.
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