| Pop in vielen Facetten enthält dieser Soundtrack: von der soften über die elektronische bis hin zu groovigen Variante, oftmals mit starkem Achtziger-Jahre-Soundflair. Das Besondere daran: Sieben der zwölf Songs singt Hauptdarsteller Hugh Grant. Kurz: Eine nette, unterhaltsame Zeitreise! Music And Lyrics - der Titel verrät bereits, worum sich die romantische Musik-Komödie dreht: Alex Fletcher (Hugh Grant), ein in den 80ern mit dem Duo PoP! angesagter Sänger, wird - 20 Jahre nach seiner großen Zeit - von der populären Pop-Prinzessin Cora (Haley Bennett) gebeten, auf die Schnelle einen Song für ihr Album zu schreiben. Dumm nur, dass der inzwischen über Nostalgie-Parties und Volksfeste tingelnde Ex-Star schon ewig nichts mehr komponiert und noch nie einen Liedtext geschrieben hat! Wie gut, dass seine tollpatschige Haushälterin Sophie (Drew Barrymore) genau jene Talente besitzt, die ihm fehlen... So starten die 39 Minuten der Filmmusik mit einem Rückblick auf die Hoch-Zeit von Alex Karriere: Die Single Pop! Goes My Heart>/I> ist Electropop im authentischen Achtziger-Jahre-Stil inklusive einer Prise a-ha. "Meaningless Kiss" kreuzt indes geschickt Spandau Ballet-Anspielungen mit George Michael's Careless Whisper - ein starker Midtempo-Track! "Dance With Me Tonight" kommt als Bar-Blues daher samt elektronischer Drums. "Don't Write Me Off": Eine Ballade, bei der sich Hugh Grant selber am Piano begleitet. "Way Back Into Love", das Duett zwischen ihm und Drew Barrymore, ist in zwei Versionen enthalten - als Demo und der endgültigen Version. Dazwischen drei Darbietungen von Haley Bennett, die mit ihrem Dancepop sehr auf den Spuren einer Britney Spears wandelt. Dazu zwei Lieder von schwedischen Bands: The Sounds, die Blondie, Duran Duran und Depeche Mode verehren, bei "Tony, The Beat" allerdings Salt'n'Pepa-Elemente verarbeiten; die drei Teddybears dagegen klingen statt plüschig klar elektronisch und wegen des verfremdeten Gesanges wie eine melodiöse Variante Nine-Inch-Nails-Ausgabe. Das alles ist keineswegs spektakulär, aber durchaus kurzweilig und vor allem für diejenigen von Interesse, die den von Marc Lawrence (Ein Chef zum Verlieben) gedrehten Streifen gesehen haben. Über ihn schrieb TVSpielfilm äußerst euphorisch: "Ein Film wie ein guter Robbie-Williams-Song, nur länger: 104 Minuten Urlaub im Paradies. Wer älter als 30 ist, fühlt sich hinterher zehn Jahre jünger, alle Anderen spüren ihre Jugend doppelt intensiv". Thomas Hammerl |