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Rafa Nadal Tennis
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| Kurzbeschreibung: | |  |  | | Codemasters Rafa Nadal Tennis, USK/FSK: oA VÃ-Datum: 29.12.06 |  |
| Kundenbewertungen: | |
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|  | Ich bin ja nun kein Tennis-Experte wie mein Vorredner, aber was das Fehlen des Tie-Breaks angeht, kann ich ihm nur Recht geben. Durch diese merkwürdige Besonderheit kann man einen Satz gewinnen, wenn man einfach nur seine Aufschlagspiele durchbringt, und dann gewinnt derjenige den Satz, der als Erster aufschlägt. Unverständliches Manko, mit dem man aber leben kann. Die Touchscreen-Steuerung ist äußerst gewöhnungsbedürftig, macht aber letzten Endes doch mehr Sinn als das Knopfgedrücke. Man hat einfach stärker das Gefühl, dass man selbst den Racket schwingt, und mit ein bisschen Übung klappt es dann auch eigentlich recht schnell, den Ball einigermaßen zielgenau zu schmettern. Graphisch spielt das Game etwa in derselben Liga wie Touch Golf und ist damit nicht eben überragend, aber auch nicht übel. Für das kleine Tennis-Match zwischendurch ist das Modul sicherlich kein Fehlkauf, man kann sich schon eine ganze Weile damit beschäftigen. Für den vierten Stern hat es dann aber doch nicht ganz gereicht.
| | Ordentliches Tennisgame - jedoch mit vielen Abstrichen !! | |
|  | Zu Beginn von RAFA NADAL TENNIS kann man zwischen einem schnellen Match, dem Karrieremodus oder der Tennisschule auswählen (den Mehrspielermodus habe ich nicht getestet). Unter Optionen kann man u.a. festlegen, ob man mit dem Steuerkreuz oder mit dem Touchpen spielen möchte. Da ich persönlich mit der Touchpensteuerung überhaupt nicht zu Recht kam, bin ich bei der traditionellen Steuerung per Steuerkreuz und Knöpfe geblieben. Nachdem ich zunächst in der Tennisschule mit sämtlichen Schlagarten und der Spielsteuerung vertraut gemacht wurde, habe ich gleich ein schnelles Match gestartet. Man kann den Schwierigkeitsgrad, den Spieltyp (Einzel oder Doppel, Anzahl der Spiele und Sätze), einen Platz und einen Spieler auswählen.
Hier mein erster Kritikpunkt: Rafa Nadal ist der einzige lizenzierte Tennisspieler, mit dem man spielen kann. Alle anderen 16 männlichen und 17 weiblichen verfügbaren Tennisspieler sind frei erfunden.
Zweiter Kritikpunkt: nach einem Spiel gibt es überhaupt keine Matchstatistiken, also Infos über z.B. Anzahl der Asse, der Doppelfehler, der höchsten Aufschlaggeschwindigkeit, Anzahl der Gesamtpunkte usw. "Das Match ist vorbei" ist das einzige, was man an Infos zum Spiel serviert bekommt.
Dritter Kritikpunkt: derjenige Spieler, der als erstes 1,2,3,4,5 oder 6 Spiele pro Satz (im schnellen Match auswählbar) gewonnen hat, hat den Satz oder das Match gewonnen - ergo: es gibt keinen Tie-Break!! Sätze können also mit 6:5 oder 5:4 gewonnen werden, was absolut nicht den normalen Tennisregeln entspricht. Das finde ich sehr schade, denn ein Tie-Break ist an sich immer eine sehr spannende Angelegenheit.
Nach einigen schnellen Matches habe ich mich an den Karrieremodus versucht. Man kann seinen eigenen individuellen Charakter erstellen und wird die Nummer 1 der Rangliste, indem man insgesamt folgende 16 Turniere (darunter auch einige Doppelturniere) rund um den Globus erfolgreich bestreitet:
Sydney, Sapporo, Tokyo, Madrid, Nice, Paris, Roma, Athens, Vancouver, Ottawa, London, Stockholm, Berlin, Ciudad de Mexico, Detroit, New York.
Nachdem man erster der Welt geworden ist, können außerdem noch folgende 4 Bonusturniere gespielt werden:
Golfo de Mexico, Transylvania, Kvisker, Beijing.
Das hört sich im ersten Moment recht umfangreich an... ist es aber in Wirklichkeit nicht. Denn bei den meisten Turnieren startet man bereits im Viertel- oder Halbfinale und benötigt gerade mal 2 oder 3 Spiele, um einen Satz zu gewinnen!! Während dieser Turniere erhält man Erfahrungspunkte, die man dazu verwendet, um die Attribute "Aufschlag", "Vorhand", "Rückhand", Schmettern" und "Geschwindigkeit" bis aufs Maximum zu verbessern. Außerdem erhält man Geld, das man für neue Kleidung und Schäger sowie einem Doppelpartner investieren kann.
Ein Tennismatch an sich spielt sich flüssig - es sind alle Schläge möglich und mit etwas Übung kann man den Ball gut kontrollieren. Allerdings habe ich es nie geschafft, den Gegner erfolgreich zu loben oder einen Stoppball von der Grundlinie aus hinter dem Netz zu platzieren. Außerdem ist es sehr schwer ein Ass zu schlagen. Wenn, dann habe ich es nur geschafft, indem ich mit voller Härte nach außen serviert habe. Durch die Mitte ist es mir nie gelungen.
Als Fazit kann ich RAFA NADAL TENNIS nur denjenigen empfehlen, die gerne mal ein schnelles, flüssig von der Hand gehendes Match für zwischendurch absolvieren wollen ohne dabei große Erwartungen zu haben. Grafik, Sound und Sprachausgabe tragen zusätzlich zum positiven Gesamteindruck mit bei.
Echte Tennisfreunde werden schon allein wegen des mageren Umfangs, besonders wegen des fehlenden Tie-Breaks ziemlich enttäuscht sein.
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