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Home > Music > American Recordings
American Recordings

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Kurzbeschreibung: 
AMERICAN RECORDINGS
1994 verblüffte Johnny Cash die Musikwelt mit dieser eindrucksvollen Sammlung aus 13 akustischen Soloaufnahmen, die von Gospel über Cowboy bis hin zu sarkastischem Folk reichen. Minimalismus brachte bei Cash schon lange die Butter aufs Brot, aber diesmal hat sich Produzent Rick Rubin wirklich alles Überflüssigen entledigt. Der größte Teil des Albums wurde in Cashs Blockhütte oder in Rubins eigenem Wohnzimmer aufgenommen (zwei Tracks wurden live im Viper Room vor einem emphatischen Publikum mitgeschnitten). Cash präsentiert fünf typisch unverblümte Originale; er wartet aber auch mit Songs von Kris Kristofferson, Nick Lowe, Leonard Cohen, Tom Waits und Loudon Wainwright auf. Vierzig Jahre nach "Hey Porter" liefert Cash eine reine, aufs Wesentliche reduzierte und unglaublich bewegende Platte, die -- man traut sich's kaum zu sagen -- es jederzeit mit der Wirkung seiner größten Leistungen aufnehmen kann. --Marc Greilsamer


Kundenbewertungen: 
Jedes Jahr am 12.September nehm ich mir frei!
5 out of 5 stars.
Denn seit 2004 mach ich mir jedes Jahr am Todestag des letzten großen Meisters, den die Countrymusik verloren hat, einen CASH DAY. Da hör ich von früh morgens bis Mitternacht nur CASH. Das ist immer der beste Tag im Jahr. Gut,dass ich soviel CDs von ihm hab, um den Tag füllen zu können. Besser gesagt: gut,dass er soviel aufgenommen hat. In drei Tagen ist es wieder soweit. Ich werde dann im raren und sehr teuren "Cash - the legend"-Buch blättern und werde spüren, dass Johnny gar nicht wirklich tot ist. Wenn ich jedes Jahr einen Tag lang Cash um mich herum fühle, wird er niemals ganz tot sein können.

oh bury me not .....
5 out of 5 stars.
Der Song "Oh bury me not" ist ohne Zweifel der Höhepunkt dieses ersten american recordings Albums - ein Album mit dem Johnny Cash Mitte der 90er Jahre wieder von einer breiteren Öffentlichkeit wahr genommen wurde (seine Fans hatten ihn ohnehin nie aus den Augen verloren, da er ja regelmäßig in Europa tourte). Eine herrliche Zeit, die ausgedehnte Deutschland Tournee im Spätsommer 1995, jeder der dort war, wird gerade die neuen (akustisch) gespielten Songs in der Mitte seiner Konzerte nicht vergessen haben. "Oh bury me not...." Lange ist es her.

Die Rückkehr des Man in Black
5 out of 5 stars.
Die 80er Jahre hatten Johnny Cash genauso übel zugesetzt wie vielen anderen Idolen der Rockgeschichte. Nicht nur Nashville wollte von dem unbequemen Rebellen, der sich weigerte, seine Musik dem Zeitgeist entsprechend glätten zu lassen, nichts mehr wissen, auch in der Popwelt, die damals auf Synthie - Sounds und hochgegelte Haare eingestellt war, wirkte der Man In Black fehl am Platz. Einziger Lichtblick dieser Zeit, die auch von neuerlicher Tablettensucht und Therapie, sowie von einer schweren Operation geprägt war, war die Gründung der "Highwaymen", mit denen Cash noch einmal die Spitze der Country - Charts erreichen konnte, dann wurde es still um ihn und niemand erwartete noch große Taten von dem einst so hochgeschätzten Musiker.
Man hatte nicht mit Cashs Kampfgeist und dem Produzenden Rick Rubin gerechnet, der ansonsten in der Heavy Metal - und Hip Hop - Szene zuhause war. Rubin bot der Country - Legende, die zuletzt nicht mal mehr einen Plattenvertrag hatte, einen neuen Vertrag an, setzte ihn in Cashs berühmtem Blockhaus mit Gitarre vor ein Mikro und ließ ihn singen, was ihm gerade einfiel (mit dieser Methode befreite sich gerade auch Cash - Intimus Bob Dylan aus seiner Formkrise). Das Ergebnis ist eines der stärksten und erschütterndsten Alben der Rockgeschichte. Allein schon das Coverbild ist ein Geniestreich. Der Man in Black steht, flankiert von zwei Hunden und bewaffnet mit einem Gitarrenkoffer, vor dramatischer Wolkenkulisse in einer wüsten Landschaft und blickt drohend in die Kamera. Darüber steht kein Titel, keine großen Ankündigungen, nur ein schlichtes "CASH", mehr ist auch nicht nötig, was sich auf dem Album befindet, spricht für sich.
Bei vielen anderen Künstlern hätte das bunte Sammelsurium der Songs ein heilloses Durcheinander ergeben, nicht so bei Johnny Cash, der verwandelte zielsicher jeden Song in eine Eigenkomposition und veredelte ihn mit seinem originären, eigentlich simpel erscheinenden, aber schwer zu imitiereden Stil.
Am Anfang steht "Delia's Gone", eine klassische "Murder Ballad", für die Cash einen neuen Text schrieb und deren Video (wohl auch wegen der Mitwirkung von Kate Moss) den alten Mann beim MTV - Publikum schlagartig berühmt machte.
So geht es weiter mit Eigenkompositionen mit sprechenden Titeln wie "Let The Train Blow The Whistle" (das Leben "on the road"), "Like A Soldier" (das Überleben trotz härstester Schläge)oder "Redemption" (der unerschütterliche Glaube). Auch die Coverversionen sind hervorragend ausgewählt. Nick Lowes "Beast In Me" ist eine erschütternde Selbstanklage, Kris Kristoffersons "Why Me Lord", Tom Waits' "Down There By The Train" oder Leonard Cohens "Bird On A Wire" wirken wie für Cash geschrieben. Auch die Traditionals "Tennessee Stud" und "Oh Bury Me Not" und die etwas überraschenden Covers von Glenn Danzigs "Thirteen" oder "The Man Who Couldn't Cry" von Loudon Wainwright III fügen sich nahtlos ins Cash - Universum, so daß das Album wie aus einem soliden Block gehauen erscheint.
Die Wirkung dieses Albums liegt vor allem in seiner Authenzität. Nichts wirkt aufgesetzt, nichts gekünstelt, Cash meint alles, was er singt, scheint alles selbst erlebt zu haben (hat er zu einem guten Teil auch).
"American Recordings" verhalf Johnny Cash zu einem von kaum jemandem erwarteten Comeback und bescherte der Rockwelt noch (bislang) vier hervorragende Folgealben und das grandiose Box - Set "Unearthed". Jede dieser Platten ist es wert, unzählige Male gehört zu werden, doch die Intensität der "American Recordings" übt einen ganz besonderen Reiz aus.
Als Extra gibt es noch ein sechsseitiges Heftchen mit "Album Thoughts", in dem sich Cash mit kerniger Handschrift an sein Leben und seine Gitarren erinnert.
Ein Muß für jeden Cash - Fan und für den, der es noch werden will.

Cash as Cash can!
5 out of 5 stars.
Mit "American Recordings" begann 1994 Johnny Cashs spektakuläres Comeback. Viele andere an seiner Stelle hätten vielleicht nochmal "Ring of Fire" eingespielt (Nix gegen "Ring of Fire"!), und basta. Aber Cash war viel zu gut, um alte Stiefel zu reiten (nochmal: Nix gegen "Ring of Fire"!), und auch wenn dieses Album noch nicht die Intensität von "Solitary Man" und "The Man Comes Around" erreicht und einen noch nicht so unmittelbar mitten ins Herz trifft und waidwund zurücklässt -- es ist eines jener Alben, die man nicht vergisst, nicht vergessen kann.
Cash zeigt sich hier von einer weniger bekannten Seite, lässt seinen berühmten "boom-chicka-boom"-Rhythmus weg und führt stattdessen weiter, was er schon Ende der 60er Jahre andeutete (etwa mit "Long Black Veil" auf "San Quentin"): Er singt ganz einfach (einfach...) 13 Songs mit seinem unverwechselbaren Bass-Bariton und begleitet sich auf der Akustik-Gitarre. Kein Firlefanz, das hat er nicht nötig. Das Wohnzimmer als Aufnahmestudio... Derlei Minimalismus erinnert einen an Monolithen wie Woody Guthrie oder Leadbelly, und Johnny Cash hält diesem Vergleich stand.
Beim ersten Hören wirkt "American Recordings" "nur" ganz einfach schön, homogen, wunderbar entspannt und locker, aber nie oberflächlich; Cash archaisch-dunkle Stimme schließt jedes Tralala von vornherein aus. Ein rundum gelungenes Album, ohne Zweifel. Nick Lowes selten düsteres "The Beast in Me" fällt einem wahrscheinlich sofort auf, wohl auch das eindringliche "Redemption", und natürlich Leonard Cohens unsterblicher "Bird on the Wire" -- bei letzterem wundert man sich höchstens, dass Cash das nicht schon früher eingespielt hat. Seine Version klingt jedenfalls ähnlich überzeugend wie Cohens Live-Version 1993 oder die Interpretationen von Joe Cocker, Jennifer Warnes oder K.D. Lang.
Aber "American Recordings" hat mehr zu bieten, als man beim ersten Anhören mitbekommt, viel mehr. Jeder Track ist ein Juwel der Songwriter-Tradition, mal mit Country- und mal mit Gospel-Einschlag (die passende musikalische Schublade für Johnny Cash muss erst noch gezimmert werden). Heuler wie z.B. "Delia's Gone" ebenso wie Cashs Eigenkompositionen (u.a. Drive On, Redemption, Like a Soldier) bestechen durch eine Intensität, die durch keinerlei überladenes Arrangement überdeckt wird. Hinzu kommen Kompositionen etwa von Tom Waits (Down There by the Train), Kris Kristofferson (Why Me, Lord) und Glenn Danzig -- richtig gelesen! --, denen Cash den musikalischen Ritterschlag verleiht.
Es sind die Songs, die er schon immer aufnehmen wollte, und dank seinem neuen Produzenten Rick Rubin konnte er sie so einspielen, wie e r wollte.
Und nun kommt der erste Hammer: Von einem Musiker, den man vor allem als begnadeten Folk- und Country-Sänger und Songwriter kennt, erwartet man nicht unbedingt, dass er sich z.B. mit dem Metal-Rocker Glenn Danzig befasst. Und der zweite Hammer kommt gleich hinterher: Normalerweise würde ein Album, auf dem ein beliebiger Interpret Songs von Glenn Danzig u n d Leonard Cohen singt, etwas, öhöm, inhomogen klingen. Aber Cash ist kein beliebiger Interpret, sondern ein einzigartiger; einer, der die Kompositionen anderer zu seinen eigenen machen kann und ihre wahre Seele findet, ihnen neue Größe verleiht oder ihre Größe überhaupt erst entdeckt. Das können nur wenige: Bob Dylan kann es, Ray Charles konnte es -- und eben auch Johnny Cash.
"American Recordings" gehört zu jenen Alben, für die die Repeat-Taste erfunden worden ist. Man liebt es, kaum dass die ersten Takte von "Delia's Gone" verklungen sind, man schließt es ins Herz, noch während man's zum ersten Mal hört; mit jedem weiteren Durchlauf entdeckt man Neues, und spätestens beim dritten Hören ist man süchtig. Soviel Glückshormone auf einmal gibt's nicht alle Tage.
Cash as Cash can!

Pitralon anstatt Gucci
4 out of 5 stars.
Beim Fahren heute Abend in die Arbeit habe ich mir diese CD wieder einmal angehoert. Ich war echt beruehrt. Vor allem bei "Like a Soldier" treibt es mir die Traenen in die Augen. Eigentlich ist das ueberhaupt nicht meine Schiene oder Musikstil aber diese CD muss man haben. Ist was fuer Manager die eigentlich lieber beim Feuer sitzen wuerden mit Gittare und Knarre im Anschlag. Ist wie Clint Eastwood anstatt Schroeder. Ist eine Flucht von dieser langweiligen und sicheren Welt in der wir Bueromenschen leben. Ist ein Ruf zurueck zu dem was wir eigentlich machen sollten. Leben und leiden anstatt hackeln und schleimen. Ist eine CD welche "ganz langsam kommt".

Vier Sterne weil vielleicht 2 Lieder zu Cowboy maessig rueberkommen. Ansonsten wie gesagt was fuer Maenner. Halt wie Pitralon anstatt Gucci.




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