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Home > Music > Händel Arias
Händel Arias

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Kurzbeschreibung: 
Händels Musik ist geschmückt mit wunderbaren Verzierungen und mit endlosen Koloraturen, die eine stupende Beweglichkeit erfordern. Händels Musik verlangt zudem immer wieder Dramatik, große Gefühle, aber alles bei einer leichten, schlanken Stimmführung.

Renée Flemings Stimme verbindet man eher mit Puccini, Bellini, Massenet, Gounod usw. Man fragt sich: Ist ihre Stimme nicht zu schwer für Händel? Die Antwort lautet: Nein! Doch die amerikanische Sopranistin beweist, dass mit guter Technik alles möglich ist. Selten hat man Händel mit so viel Wärme gehört. Sie bändigt ihre große Stimme zu feinsten Koloraturen, lässt aber an den richtigen Stellen auch mal die Opern-Diva raus. Mit dem wunderbar ruhigen ?Oh sleep, why dost thou leave me?? eröffnet die Sopranistin den Reigen schöner Musik. Eher ein Lied denn eine Arie, singt sie es mit eindringlicher Zurückhaltung. Schon tausend Mal gehört, aber von ihr einzigartig gesungen: ?Ombra mai fù?. Aufgekratzt und mit tollen Verzierungen: ?Let the bright Seraphim? der ?Israelite woman? aus ?Samson?. Mit innerem Schmerz und den Kitsch hinter sich lassendem Schmelz die Arie ?V´adoro, pupille? von Cleopatra aus ?Giulio Cesare?. Durch eine Arie von unheimlicher Einfachheit, zum Schluss hin sich in Bruchstücke verlierend, bewies Händel am Ende seines Lebens noch einmal seine einzigartige Begabung, mit einfachsten Mitteln eine Dramatik (hier eine verinnerlichte) zu zelebrieren. ?Calm thou my soul...? (Cleopatra) aus ?Alexander Balus?, kongenial interpretiert von Renée Fleming, wird so zum erschütternden Schluss dieser schönen, 16 Arien umfassenden CD.

Das ?Orchestra of the Age of Englightenment? unter Harry Bicket begleitet eine Persönlichkeit, die ihr Instrument absolut unter Kontrolle hat und ihm so die größtmöglichen Freiheiten gibt.

Rudolf Kamm



Kundenbewertungen: 
Fleming nur für Fans...
3 out of 5 stars.
...möchte ich nach dem Hören dieser neuen CD sagen und dabei betonen, dass ich ein grosser Fan dieser Stimme bin. Einschränkend möchte ich jedoch sagen, dass ich denke, dass diese Aufnahme leider für die Sopranistin ein paar Jahre zu spät kommt. Damit sind nicht etwa stimmliche Abnutzungserscheinungen gemeint, sondern ganz einfach eine inzwischen, meiner Meinung nach, für diese Partien zu unbeweglich gewordene Stimme. Ich habe den Eindruck, dass Frau Fleming die Stimme bewusst zurücknehmen m u s s, um noch eine gewisse Agilität zu erhalten, die bei den gewählten Arien vorhanden sein sollte. Dadurch entsteht ein falsches Bild dieser cremigen Stimme, die von der Technik sehr in den Vordergrund gerückt wurde. Die Koloraturen fliessen nicht und geraten leider zu oft ausser Kontrolle, weil die Sopranistin das vorgegebene Tempo des Dirigenten nicht mehr bewältigt und die Stimme nicht auf dem Atem liegen kann. Einsätze verwackeln und zu oft müssen die Fiorituren gepfuscht werden, sodass für mich eine sonst vorhandene Souveränität fehlt und grosse Bögen kaum entstehen können.Fleming klingt einfach merkwürdig gebremst und absolut unfrei. Die Fleming ist eine wunderbare "Alcina", allerdings wurde diese Partie von Händel eben auch für eine Sopranistin geschrieben, von der bekannt war, dass sie nur schlecht Koloraturen singen konnte. Pardon !
In Zeiten schneller Produktionen finde ich ausserdem, dass mir die CD doch an zu vielen Stellen nach "heisser Nadel" klingt, d.h. Solistin und Orchester hatten offensichtlich nicht genügend Zeit sich kennenzulernen, so dass ein wirkliches Miteinander fehlt, irgendwie musiziert man stehts ein wenig nebeneinander her. SCHADE. Ausserdem bietet das Orchester einfach eine zu schlechte Basis oder Inspiration, wiederum eine Folge des fehlenden Miteinander. Husch husch eben. Damit tut man dieser wunderbaren Künstlerin nun wirklich gar keinen Gefallen.

Händel Arias mit Renée Fleming
5 out of 5 stars.
Wenn man Renée Flemings Stimme von anderen CDs kennt, ist man nicht überrascht, wie viel Farbigkeit sie diesen Barockarien mitgibt. Man kann hörend die singend dargestellten Frauen in Leid oder Freude geradezu vor dem inneren Auge agieren sehen.
Es singt eine Frau, nicht nur eine Sopranistin.

Höchstes Suchtpotential
5 out of 5 stars.
Der Genuss beginnt bereits mit dem Cover, auf dem Decca Renée Fleming so berückend schön wie selten präsentiert. Vor dem in barocken Rot gehaltenen Hintergrund lächelt sie der Betrachterin und dem Betrachter entgegen - milde, verführerisch, wissend. Lassen Sie sich unbedingt verführen von dieser CD, auf dem sie bekannte und unbekannte italienische und englische Arien von Händel singt und damit dem Begriff "Virtuosität" eine ganz neue Dimension eröffnet. AusgewÀ¤hlt hat man unter anderem bekannte Arien wie "Ombra mai fù" oder "Lascia ch'io pianga", aber man darf sich auch über eine Weltersteinspielung aus der Oper "Lotario" freuen.

Was es zu hören gibt, ist mehr als Gesang, mehr als Musik. Flemings Gesang geht zusammen mit Händels Musik eine die Sinne berauschende Symbiose ein. Kongenial unterstützt wird sie dabei von Harry Bicket, dem Leiter des lustvoll musizierenden Orchestra of the Age of Enlightenment. Ihre Stimme, die an Umfang noch gewonnen hat, transportiert alle Gefühle, die Händel in seiner Komposition wissen will, sanft und cremig klingt sie dabei in den Tiefen, in der Höhe blüht sie strahlend auf und elektrisiert mit stupenden Spitzentönen. Und was macht sie so einzigartig? Neben dem reinen, unverkennbaren Wohlklang ihrer Stimme wird alles fühlbar: Liebe, Traurigkeit, Stolz, Eifersucht, Sehnsucht. Wenn man ihr zuhört, entsteht zwischen dem Ohr und dem Herzen eine Verbindung, die unerschütterlich ist und auf der die Neuronen ein Feuerwerk der Sinnlichkeit zünden. Ihre gesangliche Darbietung kommt einer Offenbarung gleich und sie macht glücklich, das ist jedenfalls neben Dankbarkeit das Gefühl, das ich nach dem Hören dieser CD empfunden habe. Die CD ist ein Juwel für alle Sinne!




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