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Händel - Belshazzar / Augér, Rolfe Johnson, Bowman, Robbin, Wilson-Johnson, The English Concert & Choir, Pinnock
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| Kundenbewertungen: | |
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| Dem Werk nicht angemessen | |
|  | Belshazzar ist ein bewegtes Stück, mit einer dramatischen Handlung. Eine verkappte Oper, die Händel da geschrieben hat.
Das will man hören.
Harnoncourt hat diese Dramatik mit seiner Aufnahme von 1975 darzustellen vermocht,Pinnock gelingt es mit seiner Aufnahme aus dem Jahr 1990 nicht.
Er hat die grossartige Arleen Augér, dem immer sicheren Rolfe-Johnson. schon Bowman als Daniel überzeugt nicht, wie er sonst einzunehmen versteht. Er klingt hier einigermassen "krähend"- und bedient so Vorurteile gegen Counter( wobei ich ihn immer noch Paul Esswood vorziehe).
Chor und Orchester sind vorzüglich
Aber Pinnock schlägt keine Funken aus der Partitur. Es darf doch nicht sein, dass man sich bei diesem Oratorium langweilt ?
Es gibt viele Aufnahmen von Trevor Pinnock, die munter sind. Diese Aufnahme gehört nicht dazu.
Belshazzar hat Besseres verdient.
| | Ein zeitloses Meisterwerk | |
|  | Von den vielen Oratorien, die Händel geschrieben hat, ist der Belsazar (Belshazzar) mit Sicherheit eines der dramatischsten. In der Tat sind bei Händel die Gattungsgrenzen zwischen Oper und Oratorium eher fließend, so daß man sich das Oratorium auch auf der Opernbühne vorstellen kann - wie dies auch schon mehrmals der Fall war. Über die Charakterisierungskunst Händels braucht man nicht viele Worte zu verlieren - er versteht es meisterhaft, der Hybris und Arroganz Belsazars Ausdruck zu verleihen oder die Trauer des Gobrias um seinen getöteten Sohn auf schlichte, ergreifende Weise darzustellen. Eine ganz besonders wichtige Funktion übernimmt der Chor, der drei unterschiedliche Personengruppen darstellt: Zum einen die selbstsicheren Babylonier, zum zweiten die zum Angriff bereiten Perser und schließlich die auf Befreiung hoffenden Juden. Die Chöre sind mehr als nur ein schmückendes Beiwerk; sie sind direkt in die Handlung einbezogen bzw. treiben sie mit voran. All dies wird abgerundet durch eine hervorragende Ensembleleistung unter der souveränen Leitung von Trevor Pinnock.
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