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Instinkt

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Kurzbeschreibung: 
Anthony Hopkins ist ein brillanter Darsteller. Cuba Gooding Jr. ist ein ebenso talentierter wie charmanter Schauspieler. Beide haben verdient jeweils einen Oscar gewonnen (Hopkins für die beste Hauptrolle in Das Schweigen der Lämmer, Gooding Jr. für die beste Nebenrolle in Jerry Maguire). Dennoch kann keiner von beiden in Instinkt überzeugen.

Hopkins spielt den brillanten Wissenschaftler Ethan Powell, der sein Leben der Erforschung der Gorillas gewidmet hat, in ihrer Welt lebte, ein Mitglied ihrer Familie wurde -- und zwei Wildschützer ermordete. Gooding ist wiederum in der Rolle eines brillanten Psychiaters zu sehen, der herausfinden soll, ob Powell prozessfähig oder dem Wahnsinn verfallen ist. Powell wird also in ein Gefängnis für psychisch kranke Straftäter eingewiesen. Dort entbrennt ein Kampf zwischen dem Gefangenen und dem Psychiater: Wer von den beiden behält die Kontrolle über ihre Frage/Antwort-Sitzungen, wer von beiden ist wirklich frei -- der Forscher, der in der Wildnis lebte oder der Stadtmensch?

Der Film scheitert an seinen törichten Dialogen. Psychologie wird auf ein Spiel reduziert: Der Psychiater versucht, seinem Patienten das Geheimnis der Morde zu entlocken und ihn zu seiner Weltsicht zu überreden. Die Geschichte vom Kampf der Natur gegen die Zivilisation, repräsentiert durch diese beiden Männern, wird vollkommen verschenkt. Am Ende bleibt die Erinnerung an eine außergewöhnlich gute Besetzung, zu der neben Hopkins und Gooding Jr. Donald Sutherland und Maura Tierney gehören. --Bret Fetzer



Kundenbewertungen: 
Wir haben den Respekt verloren
5 out of 5 stars.
Dieser Film berührt unsere Seele vielmehr als wir das zugeben wollen. Es ist nicht die durchaus ergreifende und spannend erzählte Geschichte, in die natürlich auch alle Elemente eines guten Filmes wie Liebe, Gerechtigkeit und ein glückliches Ende verwoben werden. Es ist auch nicht das beeindruckende Spiel des Anthony Hopkins, dem solche Rollen wie schon im "Schweigen der Lämmer" auf den Leib geschrieben zu sein scheinen. Es sind einzelne Szenen, die uns tief berühren, weil wir fühlen, das da noch etwas in uns ist, was uns an unsere Herkunft erinnert, an unsere tiefe innere Verbundenheit mit allen Lebewesen auf diesem Planeten. Wir wissen nicht genau, warum, aber dieser Film macht uns tief betroffen.

Die Geschichte ist sonderbar, und wir werden nur nach und nach in sie eingeweiht. Zunächst sitzt da ein ehemals berühmter Tierforscher im Irrenhaus, den man gesucht und dann unter Affen im afrikanischen Urwald gefunden hat. Dabei kam es zum Konflikt. Menschen starben durch seine Hand. Seitdem schweigt er. Und nun hat ein ehrgeiziger Nachwuchspsychologe sich die Aufgabe gestellt, diesen Menschen zu ergründen und ihn zum Sprechen zu bringen. Er wird ein Buch darüber schreiben und berühmt werden.

Sie sitzen sich am Interviewtisch im Knast gegenüber. Der Jungspund fühlt sich überlegen. Da ist sie zum ersten Mal, diese Respektlosigkeit, dieses aus Dummheit geborene Überlegenheitsgefühl. Wir haben dieses Gefühl kultiviert. Wir haben alles unter Kontrolle. Wir sind Gott.

Blitzschnell und für den akademischen Wunderknaben völlig überraschend springt der Affenmensch auf, packt und würgt ihn. Du glaubst, du hättest alles unter Kontrolle, spricht er und fragt, wo denn nun seine Kontrolle geblieben sei. Das ist die Schlüsselszene. Der Jüngling begreift, wer hier Lehrer ist und wer Schüler. Nach und nach nähert sich der Schüler dem Lehrer an, dessen geistiger und mentaler Kraft er sich nicht mehr entziehen kann.

Ich will hier nicht den Film erzählen, obwohl das in diesem Fall nicht so schlimm wäre, denn dieser Film lebt nicht von seiner Handlung, sondern von seinen vielen teilweise auch versteckten Botschaften, die uns treffen. Er führt uns unsere Respektlosigkeit vor Augen, mit der wir nicht nur allen anderen Lebewesen und der Natur, sondern auch uns untereinander oft begegnen. Wir merken dies schon gar nicht mehr. Er zeigt, dass wir unsere natürlichen Instinkte verloren und uns von unserem Ursprung schon viel zu weit entfernt haben. Er hinterlässt in uns eine unbestimmte Traurigkeit und Sehnsucht.



Das Buch ist aufschlussreicher
3 out of 5 stars.
Gerald DiPego, der schon PHENOMENON schrieb, zeigt auch als Autor von INSTINCT einen Hang zum Tiefsinn. Basierend auf dem Bestseller ISHMAEL von Daniel Quinn entwirft er das Psychogramm eines Forschers (Anthony Hopkins), der so lange unter Gorillas lebt, dass er ihr Verhalten annimmt, besonders ihren Beschützerinstinkt in sich selbst wiederentdeckt. Das lässt ihn dann einige Wilderer abmurksen, was ihn in den Knast bringt, wo ein Psychologe (Cuba Gooding Jr.) von ihm beeindruckt wird. Im wesentlichen lehrt Hopkins - vollhaarig, animalisch und überzeugend - die Menschen, sich nicht zu Herrschern über andere aufzuspielen, weder in der freien Natur noch im Gefängnis. Das Buch ISHMAEL ist da schon komplexer. Es gibt einen Dialog zwischen einem gelehrten Gorilla (der seine Gedanken eher telepathisch überträgt als spricht) und einem Menschen wieder, in dessen Verlauf biblische Mythen, anthropologische und historische Erkenntnisse hinterfragt werden, um zu Einsichten zu gelangen. Zum Beispiel der, dass der Mensch als Jäger und Sammler dem Tier, das er mit anderen ist, ähnlicher war; dass die Tatsache, dass der Mensch quasi die Stellung von Göttern einzunehmen trachtet, zu seiner Rücksichtslosigkeit und seinen Fehlhandlungen führt; dass Agrarkultur weniger Menschen ernährt als sie an einen Ort bindet; dass Überproduktion von Nahrungsmitteln Überbevölkerung verursacht. Ein guter Grund, sich das Buch zu kaufen und es mit dem Film zu vergleichen.

Gleich zweimal hintereinander angesehen...
5 out of 5 stars.
Ich habe selten einen Film gleich zweimal hintereinander angesehen, doch dieser Film hat dermaßem zum Nachdenken angeregt und bietet durch die tolle Besetzung einfach klasse Unterhaltung. Schade nur, daß die DVD keine weiteren Features bietet, wie z.B. Making of... Da diese Ausgabe nicht mehr verlegt wird, kann man nur auf eine entsprechende Verbesserung der neuen Ausgabe hoffen. Trotzdem 5 Sterne!

sehr gut
5 out of 5 stars.
Ich habe den Film sicher schon fünf mal gesehen, und doch bekomme ich jedesmal Hühnerhaut.Der film ist genial.Wenn jeder so denke würde,wie anthony hopkins in diesem Film,würde unser Leben ganz anderst aussehen....

Instinktiv Gut
5 out of 5 stars.
Der Film erzählt in Form von Rückblenden, was einen Mann ins Gefängnis brachte. Er schildert beeindruckend, wie ursprünglich, natürlich und einfach das Leben sein könnte, ja, wäre da nicht der Mensch selbst, der jedes Paradies in eine Hölle zu verwandeln im Stande ist.

Anthony Hopkins lebt einige Zeit bei Gorillas, während er eine Beziehung zu ihnen aufbaut, wird sein Lebenswerk zerstört.

Absolut sehendswert.




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