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Les Choses De La Vie [UK IMPORT]
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| Rückschau in existenzieller Bedrohung | |
|  | Was wichtig ist im Leben: Untersuchungen zur Nahtoderfahrungen sagen aus, daß wir da unser Leben noch einmal Revue passieren lassen. So ist es auch in diesem Film. Und die Geschichte dazu, ein Autounfall, ist nichts besonderes, außer für das Opfer natürlich. So gesehen eine Geschichte, die 1000 mal passiert.... Das macht aber den Film nicht aus. Es ist etwas zutiefst menschliches, nichts idealisierendes oder verurteilendes in dieser Rückschau des schwer verletzten Archiitekten. Die Menschen um ihn (Frau und Freundin, sein Vater und sein Sohn) werden nicht verklärt, keine Moral ausgebreitet. Aber es wird ihm klar, was ihm wichtig ist. Ein kontemplativer Film über das Da - Sein.
| |  | Diese DVD Version ist eine um 3 Szenen mit Romy Schneider gekürzte Fassung. Finger weg!!
| | Besser selbst entscheiden, bevor ein Dritter den Weg bestimmt! | |
|  | Sautets Film beginnt mit einer kurzen Einblendung, die einen Mann beim Autofahren zeigt. Der Fahrer ist der Pariser Architekt Pierre ( Michel Piccoli) . Man ahnt, dass er ein Fahrproblem hat, dass etwas mit der Lenkung nicht stimmt. Kurz darauf sieht man ihn schwer verletzt. Er wird ins Krankenhaus transportiert. Vor seinem inneren Auge ziehen Bilder seines Lebens vorbei. Jetzt sieht man Pierre ( er raucht permanent) in seiner Wohnung gemeinsam mit seiner Geliebten , der Übersetzerin Helene( Romy Schneider) .Die beiden scheint eine leidenschaftliche Beziehung zu verbinden. Allerdings ist die verunsicherte Helene hochgradig eifersüchtig auf die Exfrau Pierres, Catharine( Lea Massari). Dies ist den Dialogen zu entnehmen. Helene möchte mit Pierre verreisen, doch er windet sich. Er kann sich offenbar nicht so recht entscheiden. Immer wieder zieht es ihn auf die Insel zurück, wo er eine gute Zeit mit Catharine und seinem Sohn verbracht hat. Ihm fühlt er sich verbunden. Catharine ist Pierre eine gute Freundin geblieben, hat mittlerweile jedoch auch eine neue Liebesbeziehung. Helene erträgt es nicht, dass sie mit Pierre nicht auf die Erinnerungen zurückblicken kann, wie dessen Exfrau und dessen Sohn. Sie nervt Pierre, indem sie ihn pausenlos befragt, ob er sie auch wirklich liebe. So kommt es zwischen beiden zum Konflikt. Pierre geht, weil er sich zu einer Entscheidung gedrängt fühlt und entscheidet sich kurzfristig Helene einen Abschiedbrief zu schreiben. Er will sich von ihr trennen. Diesen Brief hat er während der Autofahrt, die mit einem Unfall endet , immer noch in der Jackentasche, aber mittlerweile ist ihm klar geworden, dass er ohne Helene nicht leben kann, dass er sie heiraten möchte. Der tragische Unfall hindert ihn seinen Wunsch zu realisieren. Schwer verletzt, denkt er nur noch an den Brief. Er will ihn vernichtet wissen. Doch Pierre hat keine Chance mehr den Gang der Dinge zu verändern. Catharine , die in den Besitz des Briefes kommt, vernichtet den Brief unmittelbar, nachdem sie ihn gelesen hat, offensichtlich den letzten Wunsch ihres Exmannes fühlend..... Sie ist seine wahre Freundin, sich zurücknehmend, voller Mitgefühl für die Geliebte ihres Freundes, der einst ihr Ehemann war! Pierre wirkt sehr zerrissen, sensibel, entscheidungsschwach, in seinen widersprüchlichen Gefühlen gefangen. Ein Mann der Tat ist er nicht. Helene ist die eigentliche Verliererin in diesem Film. Sie hat ihren Selbstwert aufgegeben und dadurch Pierre in die verhängnisvolle Irritation gestürzt. Daraus eine Schuldfrage abzuleiten wäre allerdings absurd. Die Unfallszene ist beeindruckend in Zeitlupe gefilmt, dann aber auch so, wie sich der Crash tatsächlich abspielte. Wirklich gut gemacht!
Empfehlenswert!
| |  | Schön, dass man diesen Film nun seit einiger Zeit auch in Deutschland auf DVD bekommt. Was die Schönheit dieses Films ausmacht, kann ich mich nur denen anschließen, die hier schon einen Kommentar gechrieben haben. Jedoch hat diese Veröffentlichung hier des Films "Die Dinge des Lebens" einen kleinen (?) Schönheitsfehler. Leider wurden (aus welchen Gründen auch immer) die Szenen, die Hélènes und Pierres Besuch bei ihren Eltern zeigen, herausgeschnitten. Diese Szenen sind zwar nicht die wichtigsten (auch wenn im folgenden Auto-Dialog Hélène Bezug darauf nimmt), aber wenn man schon eine gute Filmsammlung herausbringen will, sollte man doch bitte nicht einen so guten und bedeutenden Film um 2 Minuten kürzen. Oder gibt es auch DVD-Exemplare von "DDDL", wo diese Szenen nicht enfernt wurden?
| |  | Ein wunderbarer Film. Hier ist eine sagenhaft gut gelungene Symbiose aus Schwermut und Leichtigkeit entstanden, die wirklich Seltenheitswert besitzt. Die Idealbesetzung mit Schneider / Piccoli.Die im Grunde simple Geschichte gewinnt dank der herausragenden Darstellung und einer faszinierend eigenwilligen Erzählweise an enormer Intensität. Ein sehr sensitiver Film mit enormen Tiefgang. Überaus beeindruckend ist die Tatsache, daß dieser Film keinen Moment ins Kitschige abdrifet. Er berührt den Zuschauer auf ganz eigene Weise, ohne dabei unglaubhaft oder zu sentimental zu werden. Er ist voller kleiner, leiser Zwischentöne und kommt gänzlich ohne pseudo-poetische Dialoge oder Klischees aus. Es liegt ein feiner Schleier der Schwermut über diesem ganzen Film und doch verliert sich dabei nie die gewisse Leichtigkeit."Die Dinge des Lebens" wirkt niemals schwerfällig oder gar düster. Und er macht nachdenklich...was zählt denn wirklich im Leben? Mittlerweile ein absoluter Klassiker, der aus der Filmgeschichte dieser Tage nicht mehr wegzudenken ist. Schön, daß es solche Filme gibt.
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