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Belladonna. Sonderausgabe. 5 CDs
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| Oberflächlich und vorhersehbar, dazu stockend gelesen | |
|  | Vielleicht hab ich schon zu viele von diesen Gerichtsmedizinerinnen-Thrillern gelesen bzw. gehört, um überrascht werden zu können, aber etwas mehr hätte ich hier schon erwartet - vor allem angesichts solcher Sätze wie "In über fünfzehn Sprachen übersetzt, dominiert sie mit ihren atemberaubenden Thrillern mittlerweile die internationalen Bestsellerlisten".
Nun. Die Handlung ist absolut vorhersehbar. Keine der Figuren - vielleicht abgesehen von Lena in ihren ersten Auftritten - wird wirklich lebendig (mag sein, dass das in den folgenden Grant-County-Romanen anders wird, immerhin ist dies der erste, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich das herausfinden möchte). Es fehlt mir an gerichtsmedizinischen Details - manch einer mag sich freuen, dass Frau Slaughter hier nicht so sehr ins Detail geht, aber für mich ist das gerade der Grund, sowas zu lesen bzw. hören - bei Patricia Cornwell und Kathy Reichs lerne ich direkt noch was. Zumal ich den Eindruck habe, dass die Autorin nicht in die Tiefe geht, weil ihr das Hintergrundwissen fehlt. Ich hab eher den Eindruck, sie möchte auch ein Stück von dem Kuchen abhaben - und Gerichtsmedizin ist momentan ja schwer angesagt. Vielleicht sollte sie sich wirklich (und das ist jetzt gar nicht abwertend oder gehässig gemeint), wie hier schon in einer anderen Rezension geraten, eher auf Beziehungsgeschichten konzentrieren. Ich glaube, das kann sie besser. Hinzu kommt, dass mich die Interpretation von Iris Böhm enttäuscht hat. Ich finde sie hölzern und stockend, mit Pausen an den falschen Stellen. Klingt für mich nicht so, als hätte sie den Text wirklich inhaltlich erfasst, sondern einfach runtergelesen. Schade.
| |  | Vielleicht sollte sich Frau Slaughter auf Liebes- und Beziehungsromane spezialisieren, denn nichts anderes ist dieses Buch. Die ganze Story ist definitiv vorhersehbar und so leicht zu durchschauen, daß es schon weh tut. Und ansonsten dreht sich alles um die gescheiterte Ehe von Polizist und Ärztin. Das Ende: Lächerlich und genauso vorhergesehen. Kein (Hör-)Buch, welches man haben muß.
| |  | Als Kinderärztin Sara Linton zufällig im ortsansässigen Diner auf die Toilette muß, findet sie eine verblutende blinde Frau auf dem Toilettenbecken sitzend vor - zu spät! So beginnt der erste Band der Krimireihe von Karen Slaughter. Wie gut, dass Sara Linton auch gleich noch die Rechtsmedizinerin der Kleinstadt ist. Somit spielt sie eine wichtige Rolle bei der Aufklärung des Falles. Um zu zeigen, dass Sara auch ein Leben außerhalb der Arbeit hat(te), führt uns Slaughter Jeffrey Tolliver (der Sheriff der Stadt) als Lintons Ex-Mann vor. Zufällig arbeiten beide an der Aufdeckung der Hintergründe für den grausamen Mord. Leider nervt dieses Hin und Her zwischen Jeffrey und Sara nach und nach immer mehr - und wie die anderen Kritiker vor mir schon andeuteten, verliert die Story dadurch an Spannung. Klar muß man ein bißchen von den menschlichen Zügen der Protagonisten zeigen, aber hier bei diesen Gesprächen empfand ich dies eher als nervig und langatmig - vor allem ständig die Fragen: "Wie geht es Dir?" oder "Geht es Dir gut?" Na ja, man kann nicht alles haben! Der Plot an sich ist eigentlich sehr gut, denn die Hintergründe der Tat werden erst nach und nach aufgedeckt. Was die Lesung des Hörbuches durch Iris Böhm betrifft, so gebe ich zu, ich war anfänglich total enttäuscht! Erst ab der 3. CD hatte Frau Böhm die richtige Stimme oder Stimmlage gefunden. Jedenfalls konnte ich das Hörbuch nachts im Bett ohne Weiteres hören, während ich bei anderen Werken vor lauter Spannung und Grusel die CD bei Tageslicht oder bei angeschalteter Nachttischlampe weiterhören mußte. Meine Einschätzung: der Plot an sich ist gut, aber der ewige Geschlechterkampf hätte gern auch sehr viel weniger in Anspruch nehmen können. Das Vortragen wird gegen Ende hin besser - und sogar richtig spannend. Alles in allem 3 Sterne!
| | Definitv ein Schocker. So schlecht war nämlich selten ein Hörbuch! | |
|  | HÖRBUCHREZENSION "Belladonna" von Karin Slaughter, gelesen von Iris Böhm, erschienen bei HörbuchHamburg, 5CD.
Auch durch den geringen Preis wurde diese Investition nicht relativiert. Das ist eines der wenigen Hörbücher, die ich definitiv nicht fertig hören werde. Soviel als Einleitung meiner Rezension ... Die Aushilfs-Gerichtsmedizinerin Sara Linton wird gleich zu Anfang mit einem Mord konfrontiert - und was fast schlimmer ist!, mit ihrem Ex-Mann Jeffrey Tolliver. Gefühlte zehn Stunden lange geht's um Saras Unfähigkeit die Vergangenheit mit ihm abzuhaken und was den Mord, bzw. die pathologische Untersuchung angeht, wird es banal eklig. Was mir zudem negativ auffiel ist die Unfähigkeit der Autorin eine Geschichte zu erzählen. Das klingt so holprig wie Kopfsteinpflaster, oder wenn die Plattenspielernadel ewig über dieselbe Rille eiert. Man kann einen Hörbuchsprecher bis zu einem gewissen Grad verantwortlich machen, für das Übel, aber Iris Böhm kann hier definitiv nichts retten; nur rattern. Und zwar herunter. Ne, danke, da ist mir dieser Franzose - ich meine J.-C. Grangé, mit seinen abstrakt-blutigen Gruselkonstrukten sogar lieber! Karin-Slaughter-Fans werden hier vielleicht fündig, aber wer einfach nur gutes Thriller- bzw. Krimifutter in Hörbuchform sucht, sollte sich besser noch etwas umsehen.
----------------------------------------------------------------- Hörbuch- /Hörspielbewertung: -----------------------------------------------------------------
Inhalt: * | Sprecher: *** | Hardware: ** | Preis/ Leistung: ***
----------------------------------------------------------------- auf meiner persönlichen Horchlatte: ** --------------------------------------
Apiculas Horchlatte: * - unerhört, ** - überhörbar, *** - eintönig, **** - hörenswert, ***** - hörrlich!
| |  | Es scheint im Augenblick unter Krimi-Autoren ja in zu sein, sehr stark in medizinische Details zu gehen. Ich finde das nicht unbedingt ekelhaft, aber langweilig, ganz besonders in der Hörbuchfassung. Gelesene Obduktionsberichte sind nur mäßig spannend. Das Buch an sich widmet sich wieder einmal (wie auch in Mode) dem dämonischen Super-Verbrecher und ist für mich damit auch nur mäßig realistisch. Die Hauptpersonen bleiben für mich in der Hörbuchfassung recht eindimensiional, besonders der Polizeichef. Wer öfter Krimis liest, weiß auch sehr schnell, wer der Täter war. Alles in allem sind Buch und Lesung okay, mehr aber auch nicht.
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