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Historische Waffen und Rüstungen: Ritter und Landsknechte vom 8. bis 16. Jahrhundert
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| Burgen, Turniere, Wappen der Ritterschaft | |
|  | Das Werk soll dem interessierten Leser einen Einstieg und auch die Motivation zu weitergehender Beschäftigung mit diesem Thema geben. Die Autoren stützen sich dabei auf umfangreiche eigene Arbeit an den Quellen und auf Sammlungen des 19. Jahrhunderts, wie z.B. die Werke von Violet-le-Duc. Die Themen, die in Band I behandelt werden sind Panzerung und Helme, Burgen, Turniere und Wappen der Ritterschaft, die Bögen, Armbrüste und Stangenwaffen, sowie die Rüstung. Der zweite Band erläutert die Infanterie (Königin der Schlachten), die Reiterei, Waffen, Pferde und Turniere, Helme und Harnische, Taktik und Artillerie. Abschließend folgt noch ein recht kurze Betrachtung von Slawen und Orientalen. Damit bieten die Funckenbände eine sehr umfangreiche Darstellung von Waffen, Rüstungen und Kleidung. So werden zum Beispiel die Bezeichnungen von verschieden Rüstungsstypen erklärt und deren Entwicklung aufgezeigt. Das Hauptaugenmerk der Autoren liegt aber sehr deutlich auf Rüstungen und Waffen (auch den Schusswaffen). Die Kleidung wird in einem wesentlich kleineren Rahmen behandelt. Trotzdem stellen die Funckenbände eine Lektüre dar, der es durch viele Abbildungen und einen nicht zu fachlichen Text gelingt, einen guten Überblick über die Entwicklung der Formen und Arten der Ausrüstung der Krieglseute zu vermitteln. Für den interessierten ?Knecht? sollte aber gelten, dass vor allem die Darstellung der Kleidung recht kritisch betrachtet werden muss.
| |  | Das Buch ist leicht verständlichen und reich illustriert. Die Erläuterungen sind kurz gehalten, enthalten trotzdem sehr viel Wissenswertes. Ich kann dieses Buch allen, die sich einen Überblick über Waffen und Rüstungen des Mittelalters verschaffen wollen nur empfehlen. Einen Stern Abzug gibt es allerdings für die mangelnde Berücksichtigung vom skandinavischen, osteuropäischen und byzantinischen Raum.
| |  | Diese Enzyklopädie für Waffen und Rüstungen behandelt den Zeitraum vom 8. bis zum 16. Jahrhundert, wobei der regionale Schwerpunkt auf Frankreich, Deutschland, England und Norditalien liegt; andere Regionen werden minimal berücksichtigt. Folgende Themengebiete werden textuell (eher mäßig; teilweise veraltete Beschreibungen) und graphisch (Farbzeichnungen; äußerst umfangreich und teilweise sehr detailliert; genaue Jahreszahlenangaben bei den Zeichnungen ermöglichen eine zeitliche Einordnung von Waffen und Rüstungen) in 2 Bänden und insgesamt 11 Kapiteln beschrieben (wobei Wiederholungen vorkommen!): Panzerzeug und Helme, Burgen, Turniere und Wappen der Ritterschaft, Bögen, Armbrüste und Stangenwaffen, Rüstung, Infanterie, Reiterei, Waffen, Pferde und Turniere, Helme und Harnisch, Taktik und Artillerie, Slawen und Orientalen. Vom wissenschaftlichen Standpunkt her ist das Werk völlig mangelhaft, da Quellenangaben und Referenzen total fehlen. Als Bildband und Nachschlagewerk für "Einsteiger" ist diese Enzyklopädie aber durchaus zu gebrauchen.
| | Ein verzerrtes Bild des Mittelalters | |
|  | Dieses Buch sieht sich als Kompendium der Waffen und Rüstungen des europäischen Mittelalters. In Wirklichkeit schildert es das Mittelalter aus der franco-anglozentristischen Sichtweise des 19. Jahrhunderts. Die englischen und französischen Truppen werden im Detail behandelt, auch italienische und deutsche Waffen und Rüstungen werden gezeigt. Die Wikinger, Waräger und Rus werden ausgelassen, und über Ungarn, Polen und Russland wissen die Autoren nur Negatives zu berichten. Sie werfen sie in einen Topf mit den "Orientalen"(Zitat), behaupten das ihre Waffen und Rüstungen identisch mit den türkischen seien, und bescheinigen ihnen schlichtweg eine schlechte Kampfkraft, Moral und Qualität. Die 2 Seiten, die Osteuropa gewidmet sind, zeigen ein paar fantasievoll erdachte Zeichnungen von ungarischen Husaren und russischen Soldaten in türkischen Rüstungen, und die Texte stecken voller Vorurteile. Fakten habe ich in diesem Teil des Buches keine gefunden. Das auch der Osten Europas eine reiche mittelalterliche Geschichte hat, wird in diesem Buch vollkommen unterschlagen. Byzanz, das oströmische Reich, das Westrom um 1000 Jahre überlebte und bis zur Schlacht von Manzikert gegen die Türken die grösste Militärmacht Europas war, existiert für die Autoren praktisch nicht. Seine einzigartige Militärtradition und vielfältigen Rüstungsarten werden komplett ausgelassen. Wer nur ein Buch mit schönen Zeichnungen von mittelalterlichen Waffen und Rüstungen sucht, die dem Klischee des Mittelalters entsprechen, wie man es von alten Robin Hood-Filmen kennt, der ist mit diesem Buch gut bedient. Wer allerdings wirklich wissen will, wie die Truppen im Europa des Mittelalters berüstet und bewaffnet waren, welche Kleidung sie trugen, und wie sie kämpften, der sollte sich die Bände aus dem Osprey Verlag zulegen.
| | Sehr umfangreich, einige Elemente fehlen... | |
|  | Ein aussergewähnlich aufschlussreiches Buch, daß versucht beihnache alle Aspekte der Waffen und Rüstungsgattungen vom 8.-16. Jahrhundert zu behandeln. Die zahlreichen korrekt beschriebenen Bebilderungen werden nur von der Fülle z.B. der Schwerthefte und Typen etwas erschlagen, deren Sortierung und detaillierte Beschreibung daher zu wünschen übrig läßt. Wikingerzeit und 30-jähriger Krieg fehlen, dadurch wird das Buch um wichtige Elemente ärmer, bleibt jedoch durch die vielen Darstellungen von Befestingunge, Technik und Taktik sehr interessant.
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