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Die Säulen der Erde. Sonderausgabe. 12 CDs
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| Kurzbeschreibung: | |  |  | | König Heinrich ist tot, und schon ist im England des 12. Jahrhunderts ein Kampf um seine Nachfolge entbrannt. Der Geistliche Francis, der seine Eltern auf grausame Weise durch marodierende Söldner verloren hat, bittet seinen Bruder Philip, inzwischen erfolgreicher Prior eines einstmals heruntergekommenen und der Sünde anheim gefallenen Klosters, um Hilfe, um eine Verschwörung gegen den inzwischen mit dem Segen der Kirche versehenen Thronfolger zu verhindern. Philip macht sich auf den Weg zum Erzbischof von Canterbury und Abt von Glastonbury, der die Macht hat, die Aufständischen aufzuhalten. Gemeinsam mit dem ebenso mittellosen wie begabten Baumeister Tom, der ebenfalls ein schweres Schicksal hinter sich hat, träumt er den Traum einer Himmel stürmenden Kathedrale, die den Wogen der aufgewühlten Zeit standzuhalten versteht und ein ewiges Zeugnis Gottes auf Erden sowie seiner Barmherzigkeit unter den Menschen ist: die ?Säulen der Erde?, das größte Bauwerk des Abendlands. Längst ist Ken Folletts Bestseller Die Säulen der Erde ein Klassiker der historischen Roman-Literatur. Aber das Buch ist mehr: Es ist das Panorama Englands zwischen 1123 und 1173, in dem sich die Gesellschaft wandelte. Es ist ein Lobgesang auf die Architektur der Zeit, eine Einführung in das mittelalterliche Leben und ein Plädoyer für Menschlichkeit und Liebe in einer aus den Fugen geratenen Welt. Bekannt wurde Follett mit teils erfolgreich verfilmten Agententhrillern oder Krimis wie Die Nadel, Die Pfeiler der Macht, Nacht über den Wassern und Der dritte Zwilling, die zumeist im Bildungsmilieu oder im Umfeld des 2. Weltkriegs spielen. Aber richtig groß, richtig groß als Autor, wurde er mit Die Säulen der Erde. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, für den gilt: unbedingt lesen. Und wer es vor langer Zeit gelesen hat: unbedingt wiederlesen! --Stefan Kellerer |  |  | | 1135 überfrisst sich der englische König Heinrich an Neunaugen und stirbt. Seine Tochter Matilda -- sie wäre die erste Frau auf dem Thron -- setzt sich gegen die Herrschaftsansprüche ihres Cousins Stephen zur Wehr. Zwar hatte Heinrich eine ganze Reihe illegitimer männlicher Nachkommen gezeugt; der einzige eheliche Sohn ist jedoch bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen. Neun Jahre lang tobt der Bürgerkrieg in dem einst blühenden England. Um historische Fakten rankt Ken Follett seine monumentale Story, die sich vom Erbfolgestreit bis 1170, bis zur Ermordung Thomas Beckets unter der Regentschaft Heinrichs II. erstreckt. Im Mittelpunkt der zahlreichen Handlungsstränge steht die Kathedrale von Kingsbridge, Die Säulen der Erde. Dombaumeister Tom Builder möchte hier seinen Lebenstraum verwirklichen. Klosterprior Philip sieht sich den Anfeindungen des verrohten Baron Hamleigh ausgesetzt, der den Bau der Kathedrale zu verhindern sucht und sein Gebiet mit Gewaltexzessen überzieht. Follett malt detailliert die Grausamkeiten jener Zeit aus: Frauen wie die schöne Grafentochter Aliena werden Opfer von Vergewaltigung, es kommt zu Folter und Brandstiftung, zu Morden und Hinrichtungen. Der 1150 Seiten starke Roman wurde mit großem Aufwand als Hörspielfassung von 510(!) Minuten Länge vertont. Für den musikalischen Background sorgen ein Symphonieorchester und Chöre, alles in allem etwa 120 Musiker. Die Musik wurde eigens für das Hörspiel komponiert: Das ist Kino mit verbundenen Augen. Falls Sie den Briten Ken Follett vor allem als Autor von Thrillern wie Die Nadel oder Der dritte Zwilling kennen -- keiner ist erstaunter über den Genrewechsel als der Schriftsteller selbst, wie er in den Inlays der CDs ausführlich schildert. Typisch Follett ist die Spannung, mit der er hier Historie zum Kriminalstück macht. Soviel sei schon verraten: Auch der Tod des eingangs erwähnten Königssohns trägt wesentlich zur Dramatik von Die Säulen der Erde bei. --Annette Eichinger |  |
| Kundenbewertungen: | |
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|  | Die Handlung ist platt, der Schreibstil ist platt, aber am plattesten sind die Charaktere.
Ein Beispiel: Ellen, die geheimnisvolle, wunderschöne 'Hexe' mit den - oooh! - goldenen Augen. Sie ist intelligent, wunderschön, unabhängig, gebildet, alleinerziehende Mutter, hat goldene Augen!, atheistisch, kann lesen, sagt immer offen ihre Meinung und, ach ja, sie hat goldene Augen und ist wunderschön. Und sie lebt im 12. Jahrhundert.
Man weiß sofort, wer mit wem zusammenkommt, wer gut und wer böse ist. Zwischen Gut und Böse gibt es nichts. Die Bösewichte sind böser als Lord Voldemort, Darth Vader und Sauron zusammen und haben noch nicht einmal einen Funken von etwas nicht 100%ig Bösem in sich. (Und dennoch hat man das Gefühl, dass die detaillierten Vergewaltigungsszenen eher voyeuristische Bedürfnisse einiger Leser befriedigen sollen.)
Die ausführlichen Beschreibungen, wie eine Kathedrale gebaut wird, sind zwar nicht besonders spannend, aber doch wesentlich interessanter als die Handlung und die Charaktere.
Ich habe ungefähr nach einem Drittel des Buches aufgegeben, weil mir sonst wahrscheinlich von den vielen Klischees übel geworden wäre.
| | Ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht!!!! | |
|  | Mit "Die Säulen der Erde" hat sich Ken Follett selbst übertroffen! Ich habe es nun das zweite Mal gelesen und fand es sogar noch besser... Dieses Buch ist ein absolutes MUSS für alle, die Interesse am Leben der früheren Zeit haben.
| | Mitreißend von Anfang bis Ende | |
|  | "Die Säulen der Erde" reißt den Leser vom ersten Satz an mit. Der erste Satz lautet: "Die kleinen Jungen waren die ersten, die zum Richtplatz kamen." - Daran schließt sich ein grausiger Prolog an, der so viele Fragen aufwirft, dass man einfach weiterlesen muss, um die Antworten zu erfahren. Auf den folgenden Seiten wird man jedoch enttäuscht: Es sind ein paar Jahre vergangen und von der Hinrichtung im Prolog ist keine Rede. Doch zum Glück ist auch die neue Handlung alles andere als langweilig: Sie handelt im Kern von der Entwicklung des fiktiven Ortes Kingsbridge, insbesondere seiner Kathedrale. Drumherum werden Liebesgeschichten und Intrigen gestrickt. Ken Follett erzählt die Geschichte aus der Sicht von fünf Hauptpersonen, meistens wechselt die Erzählperspektive mit jedem Kapitel. Ich muss gestehen, dass mich die ständigen Perspektivwechsel am Anfang ein wenig genervt haben, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit der Hauptperson aus dem letzten Kapitel weitergeht, aber schon nach den ersten Zeilen des neuen Kapitels interessierte ich mich wieder für die andere Hauptfigur. Außerdem verweben sich die Handlungen der Figuren mit der Zeit immer mehr miteinander. Für Abwechslung ist also gesorgt, zumal diese fünf Hauptpersonen unterschiedlicher nicht sein könnten: Ein Mönch, eine Grafentochter, ein Ritter und zwei Steinmetze bzw. Baumeister. Auch die Charaktere dieser Personen sind grundverschieden. Besonders gut fand ich, dass das Geschehen auch aus den Augen des Bösewichts erzählt wird. So bleibt der Bösewicht keine oberflächliche Figur, die einfach von Natur aus böse ist, wie das in vielen anderen Romanen der Fall ist. Mit der Erzählperspektive des Bösewichts gelingt es Follett, die Gründe für seine späteren Taten klar werden zu lassen (Demütigungen, schwere Kindheit, Angst vor der Hölle, giftspritzende Mutter). Auch der Bösewicht ist somit ein vielschichtiger Charakter, seine verwerflichen Handlungen haben Ursachen, er ist nicht von Natur aus schlecht. Die Handlung spielt im England des 12. Jahrhunderts, die große Politik bildet jedoch nur den Hintergrund und der Leser bekommt sie nur in groben Zügen mit, dies gilt vor allem für den Bürgerkrieg zwischen Stephan und Mathilde oder kurz: The Anarchy. Es gibt jedoch auch ein paar konkrete historische Ereignisse, die ihren Weg in dieses Buch gefunden haben: Das Sinken des Weißen Schiffes, die Schlacht von Lincoln, die Ermordung von Thomas Becket. Dennoch gilt: Wer meint, er kenne sich nach diesem Buch im England des 12. Jahrhunderts aus, liegt falsch, lediglich der Bau der Kathedrale wird auf ein paar Seiten eingehender erläutert. Ich sehe dies jedoch nicht als Negativpunkt an, schließlich soll ein Roman den Leser unterhalten und nicht unterrichten. Die Unterhaltung gelingt Ken Follett vorzüglich mit den Handlungen der fiktiven Personen. Nur die Liebesgeschichte zwischen zwei Hauptpersonen wurde mir gegen Ende etwas zu kitschig, aber mit dieser Meinung stehe ich wahrscheinlich alleine da. Leider merkt man gegen Ende des Buches, dass Ken Follett stark kürzen musste: An die Stellen von Szenen treten Berichte, einige Figuren bleiben eindimensional, wichtige Informationen erfährt der Leser in einem Nebensatz. Der Abstand vom vorletzten zum letzten Teil beträgt ganze achtzehn Jahre. Allerdings rührt dieser große Zeitsprung auch daher, dass es den "Guten" in dieser Zeit auch gut geht; diese Jahre ausführlich zu schildern, würde zu Langeweile führen, auf der anderen Seite hätte man sicher den ein oder anderen Konflikt noch einbauen können. Diese kleinen Schwächen fallen jedoch gegenüber den Stärken kaum ins Gewicht. Ich will die Stärken noch einmal stichpunktartig aufzählen:
- viele Hauptpersonen, allesamt vielschichtige Charaktere (auch der Bösewicht!) - unerreicht bildhafter Erzählstil: Eine Spezialität von Ken Follett ist es, dem Leser eiskalte Schauer über den Rücken zu jagen. Es fängt schon mit dem bereits oben zitieren ersten Satz an. Ein wenig später wird ein Neugeborenes im Wald ausgesetzt und der Vater denkt darüber nach, was wohl mit ihm geschieht: Eulen können ihm die Augen aushacken, er kann erkalten und sein junges Leben aushauchen, ein Fuchs könnte ihn wittern... *schauder* - abwechslungsreiche Schauplätze: der Hauptort der Geschichte ist Kingsbridge, jedoch kommen die Hauptpersonen in viele andere Burgen und Städte, sogar bis nach Frankreich (u. a. Paris) und Spanien (u. a. Santiago de Compostella) - Spannung: Follett lässt dem Leser keine Atempause: Immer stecken einige der Hauptfiguren in Schwierigkeiten und Konflikten, die den Leser ans Buch fesseln, weil er diese Konflikte gelöst sehen will. Über allem stehen die Fragen, die durch den Prolog aufgeworfen werden. Sie werden während der über 1100 Seiten Stück für Stück beantwortet, die völlige Auflösung findet jedoch erst im vorletzten Kapitel statt, also nach 1146 Seiten. - Gut fand ich auch die differenzierte Darstellung der Kirche, vor allem im Unterschied zu vielen anderen Historienschinken, in denen die Kirche einseitig als ausbeuterisch und menschenverachtend dargestellt wird. In "Die Säulen der Erde" werden auch die wertvollen Arbeiten der Mönche erwähnt und eine der Hauptfiguren ist ein sympathischer Mönch. Aber es gibt natürlich auch "böse" Priester: Eiferer und Intriganten, die für ihr persönliches Machtstreben über Leichen gehen.
Übrigens: Eines der letzten Kapitel (also ca. auf S. 1140) beginnt dann wieder mit dem Satz: "Die kleinen Jungen waren die ersten, die zum Richtplatz kamen."
| | Eine dicke Schwarte macht noch keine literarische Leistung | |
|  | Man muß schon ein ausgesprochener Liebhaber historischer Romane sein um sich für dieses Buch zu begeistern. Wer "Die Säulen der Erde" unter literarischen Aspekten liest und bewerten möchte, der muß schon manches Auge fest zudrücken.
Während in der ersten Hälfte des Buches die Beschreibungen und Handlungen zum Teil innerhalb kurzer Zeit wiederholt oder aber extrem in die Länge gezogen werden, endet der Roman mit einer Reihe von Zeitsprüngen, die so garnicht zu seiner ersten Hälfte passen wollen. Anfängliche Langeweile wendet sich zu endlicher Verwunderung. Ach wie schön, das sich Historie so bauschig verkaufen läßt ohne nachprüfbar sein zu wollen.
Natürlich ist Folett kein Anfänger und man kann das Buch lesen, muß man aber nicht. 2 Sterne wären vielleicht zu hart, denn am Ende will man den Ausgang der Seifenoper nicht verpassen, drei sind, im Vergleich zu anderem, schon fast hochgegriffen. Bestünde die Möglichkeit wären von mir 2,5 Sternlein verteilt worden.
| | Uneingeschränktes Muss für jeden Fan des historischen Romans | |
|  | Nur wenige Romane können behaupten ein Ausrufezeichen in ihrem jeweiligen Genre gesetzt zu haben. Ken Folletts Die Säulen der Erde" ist einer davon. Nach Der Medicus" und Der Name der Rose" ist es wohl dieses epische Werk, das die nachfolgenden historischen Romane unserer Zeit am meisten beeinflusst hat. Seit seinem Erscheinen und dem damit verbundenen riesigen Verkaufserfolg gilt es als Klassiker. Und das völlig zu Recht.
Zugegeben: Nicht immer sind Folletts Bücher von allerhöchstem literarischen Anspruch. Steht doch oft eher der Lesespaß als der Inhalt im Vordergrund. Hier hat es der walisische Autor allerdings geschafft einen Roman auf Papier zu bringen, der auch nach der xten Lektüre nichts von seiner Faszination verloren hat. Wohl niemals zuvor hat jemand das Mittelalter so fesselnd und mitreißend lesbar gemacht. Von Seite eins an taucht man in diese längst vergangene Epoche der Menschheit ein, um bis zum Ende nicht mehr losgelassen zu werden. Der Erfolg des Buches liegt in mehren Dingen begründet.
An erster Stelle sind wohl mit Sicherheit die tollen Figuren zu nennen, mit denen man gar nicht anders kann als mitzufiebern, zu leiden und zu hoffen. Über fünfzig Jahre lang verfolgt der Leser die Bemühungen des Priors Philip, im beschaulichen Kingsbridge die größte und schönste Kathedrale Englands zu errichten, während Feinde und Neider nichts unversucht lassen diesen Traum platzen zu lassen. Schon bald stellt man fest, dass der Bau der Kathedrale einem selbst genauso am Herzen liegt wie den Protagonisten. Follett schafft es dabei hervorragend, mit den Emotionen des Lesers zu spielen. So baut er nicht nur immer wieder Wendungen im Plot ein, welche die Hoffnungen wie ein Kartenhaus einstürzen lassen, nur um sie im nächsten Moment wieder zu wecken, sondern kreiert mit William Hamleigh auch einen Bösewicht, den man schlichtweg hassen muss.
Selten hab ich mich bei der Lektüre eines Buches so über eine Figur so geärgert, sie derart verabscheut, wie in diesem Buch. Die Tatsache, dass ich so mitgefiebert hab, ist das größte Kompliment, das ich dem Autor machen kann. Lediglich Leser, die es mit den historischen Fakten ganz genau nehmen, werden hier und da ein Haar in der Suppe finden, denn Follett, der seine monumentale Story mehr um diese ranken lässt, sich aber nicht zwangsläufig auf sie stützt, hat zwar erstklassig recherchiert, sich in seiner Geschichte aber in erster Line mehr auf seine eigenen Figuren, denn auf die historischen konzentriert.
Insgesamt ist Die Säulen der Erde" ein grandioses, episches Buch, das auf über 1100 Seiten das Mittelalter wieder zum Leben erweckt. Ein Lobgesang auf die Architektur der Zeit und ein Plädoyer für Menschlichkeit und Nächstenliebe in einer Welt voll Intrigen, Mord und Vergewaltigung. Uneingeschränktes Muss für jeden Fan des historischen Romans und eins meiner absoluten Lieblingsbücher.
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