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Die Henkerstochter
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| Was für ein liebenswerter Henker! | |
|  | Schon die Vorgeschichte zu dem Buch lässt einen nicht mehr los: Der Autor Oliver Pötzsch stammt selbst von der Henkersdynastie ab, von der er hier schreibt.
Wohl aus dieser "Familienverbundenheit" heraus hat er wohl einen der symphatischsten Henker der Literatur geschaffen und tatsächlich sollte der Titel des Buches auch eher "Der Henker von Schongau" heißen als "Die Henkerstochter", die mehr eine Nebenrolle spielt.
Selten habe ich eine literarische Figur so ins Herz geschlossen wie diesen brummigen Jakob Kuisl. Oliver Pötzsch zeigt in seinem Buch, was es bedeutete, im Mittelalter einen "Beruf" auszuüben, der zwar gebraucht wurde, aber gleichzeitig persönliche Repressalien nach sich zog.
Aberglauben führt auch zur Verfolgung einer Hebamme, die als vermeintliche Hexe angeklagt wird, nachdem mehrere Kinder in Schongau ums Leben gekommen sind - und dabei seltsame Zeichen auf der Schulter tragen.
Und ausgerechnet der Henker, der die "Hexe" zu einem Geständnis zwingen soll, glaubt an deren Unschuld und macht sich zusammen mit zwei weiteren "Ausgestoßenen" der Stadt (seiner Tochter Magdalena, eben titelgebende Henkerstochter und deren Freund, einem Medikus mit abgebrochenem Studium, der mehr an die Menschen als an Bücherweisheit glaubt) auf, um dies auch zu beweisen.
Ein richtig spannender Mittelalter-Krimi, mit zwinkernden Augen geschrieben (und an manchen Stellen vielleicht etwas zu locker-flockig gelöst) und dennoch dazu angetan dem Leser bewusst zu machen, wie schnell im Mittelalter jeder ins Verderben gerissen werden konnte, wenn es "denen da oben" gerade gut in den Kram passte.
Insgesamt hätte ich mir noch mehr historische Details gewünscht, aber möglicherweise hätte dies den Blick auf die eigentliche Handlung zerstört.
| | Kann man einen Henker sympatisch finden ....? | |
|  | Man kann!!!!
Dieses Buch ist einfach genial. Es hat Liebe, es hat Spannung und es gibt einem Einblick in das Leben eines Henkers. Der Kuisl Jakob ist darin so sympatisch und gut beschrieben, dass man ihn fast vor sich sieht.
Es gibt zwar auch das eine oder andere, was nicht unbedingt was für schwache Nerven ist, aber das liegt daran, dass es so gut beschrieben ist, dass man es vor dem geistigen Auge sieht!
| | Wunderbare & Spannende Geschichte | |
|  | Wunderbare Geschichte... Der Plot ist sehr spannend und ich fand die Darstellung nicht nur überraschend logisch sondern auch für Nicht-Insider sehr anschaulich erklärt. Man hatte quasi wirklich ein plastisches Bild vor Augen! Imo hatte dieses Buch quasi die Qualitäten eines "Das Parfüm" sowohl von der Erzählweise als auch von der Spannungskurve. Absolut empfehlenswert !
Ich finde das man die Story auch wunderbar verfilmen könnte... VLG und Daumen hoch!
| |  | Die Geschichte hat mich gleich von Anfang an gefesselt. Der Autor beschreibt die Figuren und die Zeit meiner Meinung nach sehr treffend und gleitet auch nicht in die Langatmigkeit ab. Die Story ist spannend bis zum Schluß und enthält immer wieder Wendungen.
Was nicht so passt, ist der Dialekt, der manchmal geschrieben wird, dann aber eine ganze Zeit wieder nicht auftaucht. Da sollte es eine Linie geben.
Auch der Titel ist etwas irreführend, da die Henkerstocher zwar eine Rolle spielt, aber halt nicht die Hauptrolle. Deshalb kann ich den Titel nicht ganz nochvollziehen.
Dennoch ein kurzweiliges Buch.
| |  | Das war spannend und flott erzählt, zum Teil vielelicht ein bisschen arg bayerisch - aber wer's mog! - ich hab es gern gelesen. Nur: als ich fertig war, blieb irgendwie ein fader Beigeschmack zurück. Vielleicht doch eher (zu) leichte Kost, die man bald wieder vergisst?
Bin auf den nächsten Wurf des Autors sehr gespannt!
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