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Mieses Karma
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| Kurzbeschreibung: | |  |  | | Die Nacht der Sterne naht, etwas anders als gedacht vielleicht. Kim Lange, Deutschlands wichtigster Polittalkshow-Moderatorin, soll der Deutsche Fernsehpreis verliehen werden. Nach peinlicher Pobacken-Pannenveranstaltung zwischen Wickert und Verona, folgt der endgültige Absturz auf dem Fuße. Dass ausgerechnet das Waschbecken einer herabstürzenden russischen Raumstation einen unserer brilliantesten Showköpfe kürzt, gehört zum Humorprogramm dieses Romans. Dann aber: ?Der Tag an dem ich starb, hat nicht wirklich Spaß gemacht?. Gottseidank! Wir atmen auf. Die witzig-scharfzüngige Kim lebt weiter unter uns. Und dies darf durchaus wörtlich genommen werden! Gleißendes Licht, Leben im Schnellrücklauf, Tunnelblick. Alles wie gehabt. Dann allerdings wird?s schwer kafkaesk. Sechs Beinchen? Rundes Köpfchen? Extrem lange Fühler? Kim Lange erkennt sich kaum wieder. Von der attraktiven Talklady zur gemeinen Ameise geschrumpft! Schuld war nur das böse Karma. Der große Ameisenbuddha tritt erklärend auf und tröstet: Echte Bösewichte, vom Schlage eines Hitler und Co., müssten gar als wiedergeborene Darmbakterien Buße tun. Kein rechter Trost für eine frisch Reinkarnierte. Und ab geht?s zur Fronarbeit in einen Ameisenhügel, der fatal ans Innere des Mutterschiffs aus ?Independance Day? erinnert. Dies ist der Ausgangspunkt für David Safiers Rückfahrtticket. Fans kennen seinen speziellen Humorsound, irgendwo angesiedelt zwischen forsch zeitgeistig, krachledern und naiv charmant, der schon TV-Serien wie ?Nikola?, ?Berlin, Berlin?, sowie ?Mein Leben und Ich? zum Blühen brachte. Natürlich wird Kim Lange vom Ameisenbuddha auf den mühevollen Rückweg ins frühere Leben geschickt, ihr mieses Karma abzubauen und Buße zu tun bei allen von ihr Beleidigten und Betrogenen. Und ebenso natürlich bietet sich Safier hier Gelegenheit zum giftigsten und schnoddrig-fiesesten ?Sex and the City?-Sprüchefestival. Am Ende dieser frühlingshaft leichten Jenseitsgeschichte muss die tote Moderatorin gar erkennen, dass es fürs richtige Nirwana gar kein Nirwana braucht. Nun wird die Ameise noch richtig adornig. Stimmen wir also ein in den Jubel unserer Kärntner Amazon-Rezensentin: "Wow"... Ich lese sehr viele Bücher und dieses ist das Beste, was ich je unter meine Augen bekam. Man sieht, manchmal brauchts nicht mehr! ?- Ravi Unger |  |
| Kundenbewertungen: | |
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|  | Auf keinen Fall empfehlenswert. Mir ist es empfohlen worden und ich kann es nicht verstehen wieso.
Der Titel und die Beschreibung klangen sehr gut. Leider bin ich nur enttäuscht. Schlecht und plump geschrieben und das Ende total vorhersehbar.
Also kurz: Finger weg.
PS. Kann leider nicht Null Sterne geben, sonst würde ich es machen.
| | Mieses Karma gegen schlechte Wochenenden.... | |
|  | Nette Geschichte, auch wenn der Auftakt (Kim wird von einem Waschbecken einer Raumsation erschlagen) sehr der Serie "Dead like me" ähnelt (George wird von dem Klodeckel einer herabstürzenden Raumstation erschlagen) und auch sonst finden sich Ähnlichkeiten zur Serie. Flott und witzig geschrieben, eine Pointe jagt die andere, fast schon ein wenig zu viel des Guten (erinnert an einen Comedymarathon) .. zum Schluß schwächelt das Buch ein wenig, es fehlt an Kreativität und Ideenreichtum.. zieht sich unnötig in die Länge. Der Esprit der ersten Saiten ist weg. Schade drum. Trotzdem leichte, lustige Lektüre für Strand oder Regenwetter.
| | Ein skurril-ironisches Buch für heitere Abwechslung | |
|  | Inhaltsangabe:
Die erfolgreiche Fernsehmoderatorin Kim Lange führt ein sehr hektisches Leben, sodass sie kaum Zeit für die krisenbelastete Beziehung zu ihrem Mann oder für ihre Tochter hat. Am Abend nach der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises, für den sie nominiert wurde, stirbt sie, als ihr ein Porzellanwaschbecken, wel-ches aus einer alten russischen Raumstation stammt, auf den Kopf fällt. Da sie in ihrem Leben jedoch nur mieses Karma angesammelt hat, kommt sie nicht schnurstracks ins Nirwana sondern wird zunächst als Ameise wiedergeboren. Ihr Bau liegt in der Nähe ihres alten Hauses, sodass sie dieses auskundschaften kann. Dabei fällt ihr auf, dass ihre ehemalige Freundin Nina, die schon zu Lebzeiten eine Konkurrenz für sie darstellte, eine intensive Beziehung zu ihrem Mann aufzubauen ver-sucht. Von Eifersucht gepackt, muss Kim dies natürlich verhindern. Es gilt also gutes Karma zu sammeln, denn als Ameise lässt sich eine Anbändelung natürlich schlecht unterbinden. Doch dies erweist sich als schwierig, war Kims Handeln doch Zeit ihres Lebens von egoistischen Motiven bestimmt: Ihre Karriere hatte stets höheren Stellenwert als Mann und Kind und sie nutze jede noch so unmoralische Chance, sich beruf-licher Konkurrenz zu entledigen. Doch letzten Endes gelingt es ihr, die Reinkarnationsleiter immer weiter empor zu krabbeln, und wird unter anderem als Mehrschweinchen, Kuh, Kartoffelkäfer, Regenwurm und auch Hund wiedergeboren. Ihr Begleiter ist dabei stets der ebenfalls wiedergeborenen und aus der Ge-schichte bekannten Verführer Giacomo Casanova, der seit 1798 versucht, durch das Sammeln guten Kar-mas ins Nirwana zu gelangen. Unterdessen ist die Verlobung zwischen ihrem Ex-Mann und Nina Vollzogen und es wird für Kim höchste Zeit, ihre Familie, die sie mittlerweile gelernt hat wertzuschätzen, zurückzuero-bern. Als Buddah, dem sie nach jedem Tod erneut begegnet, Kim aufgrund ihrer guten Taten ins Nirwana aufsteigen lassen will ist es fast zu spät doch durch die Wiedergeburt als Mensch gibt der Erleuchtete ihr eine letzte Chance. Jedoch ist Kim nun im Körper einer übergewichtigen Pommesbudenverkäuferin, deren Seele bei einem Herzstillstand ins Nirwana aufstieg, gefangen. Doch da die Hochzeit von Kims verwitwetem Ehemann immer näher rückt, muss sie sich beeilen...
Kommentar, Kritik und Empfehlung:
Mieses Karma ist ein locker, leichtes Buch, welches ideal als Bettlektüre, zwischendurch auf dem Sofa oder beim Urlaub auf der Sonnenliege eignet. Sein Umfang ist überschaubar und die Handlung gleitet mit unnachlässlichem Vorwärtsdrang durch das Buch; deshalb sollte das Buch auch möglichst in einem kurzen Zeitraum gelesen werden. Das Buch ist in 58 kleine Kapitel gegliedert und jedes einzeln beinhaltet einen kleinen vorwärts bringenden Handlungsstrang, der fast zum Weiterlesen zwingt. Der sich dadurch ergeben-de Fluss wird durch einen konsequent parataktischen Satzbau unterstützt. Dennoch tritt die Sprache nicht hinter der rasanten Handlung in den Hintergrund. Im Gegenteil: der Text ist mit raffinierten sprachlichen Mitteln gespickt. Auf elaborierte Ausdrucksweisen folgen kurze und knackige Sätze; Fachtermini wechseln sich ab mit skurrilen Neologismen (supercalifragilistischexpialigetisch) oder Onomatopöien. Immer schwingt dabei eine feine Ironie in der Erzählerhaltung mit, die angesichts der sehr skurrilen Handlung auch von Nöten ist. Diese lässt im Übrigen auf großen Ideenreichtum des Autors rückschließen. Dennoch wirkt das Buch, da ihm die reale Reinkarnationsthematik zu Grunde liegt, nicht völlig unrealistisch. Ein besonde-res I-Tüpfelchen bieten auch die urkomischen Monologe des reinkarnierten Casanova, der aus seinen Erinnerungen heraus immer wieder die Handlung ironisch und in einem ihm ganz eigenen Sprachstil kom-mentiert. Meiner Meinung nach ist das Buch für jeden Leser zu empfehlen, der ein heiteres Buch für Zwischendurch sucht. Jedoch muss man sich auf die manchmal wirklich absonderlich-komische Handlung einzulassen bereit sein. Besondere Freude werden natürlich Frauen an dem Buch haben, da ihm, obgleich es von ei-nem männlichen Autor verfasst wurde, eine klar weibliche Sicht der Dinge zu Grunde liegt, die Männern stellenweise ein gehöriges Maß an Empathie abverlangt.
| | Originelle Grundidee, schlechte Umsetzung. | |
|  | Die Idee, die Hauptprotanistin Kim Lange als Ameise reinkarnieren zu lassen, klang vielversprechend, und auch die Präsentation des Buches und die teilweise sehr guten Rezensionen weckten in mir große Erwartungen auf ein abwechslungsreiches Lesevergnügen. Umso enttäuschter war ich, als ich das Buch dann las. Originelle Idee hin oder her, der Schreibstil des Autors ist ganz einfach schwach. Auf jeder Seite krampfhaft um Humor bemüht, schwache Dialoge und über weite Strecken einfach nur peinlich naiv. Irgendwann bei Seite hundert habe ich es dann genervt aufgegeben und nur noch bis zum Schluss geblättert, um zu sehen, wie die Geschichte ausgeht. Wenig überraschend wurden da natürlich noch ein paar plumpe Botschaften transportiert, von wegen, man müsse gut zu seinen Mitmenschen sein, um letztendlich in sein ganz persönliches Paradies zu gelangen. Grundsätzlich widerstrebt es mir, ein Buch schlecht zu rezensieren, ich lobe lieber die guten und schweige zu den schlechten, aber in diesem Fall überwog bei mir einfach die Enttäuschung nach den allzu großen Erwartungen (und David Safier wird es verschmerzen können, hat man ihn doch ohnehin schon zum Bestseller gepusht). Mein Fazit daher: Kein gutes Buch, kein guter Stil, kein wirklich guter Humor, in keiner Weise mit wirklich guten Humoristen wie z.B. Tommy Jaud oder Sophie Kinsella zu vergleichen. P.S.: Den zweiten Punkt habe ich für die Grundidee und den doch recht witzigen Einfall mit Casanovas Reinkarnation vergeben.
| | Irgendwann wird langweilig | |
|  | Ich habe das Buch bis zum Ende gelesen, immerhin. Mir kam es von wie Lolo rennt. Irgendwann wird es langweilig. Wiedergeburt, sterben, Wiedergeburt. Immerhin hat das Buch ein Happy End, wenn auch ein kitschiges. Ich würde das Buch nicht weiterempfehlen.
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