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Kraniche und Klopfer
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| Kurzbeschreibung: | |  |  | | Das Glück liegt in Axel Brauns Roman Kraniche und Klopfer auf der Straße. Es ist aber gar nicht so leicht zu finden, zumindest dann nicht, wenn man ein Klopfer ist. Adina Adelungs Mutter hingegen sammelt das Glück von der Straße auf: Stühle, Marmeladengläser, Elektrokabel, Armbanduhren, Lippenstifte, Regenschirme: Das ist das Glück, findet die Mutter. Wie ein Eichhörnchen sammelt sie alles, was die Klopfer weggeworfen haben, und bringt es heim. Die Klopferwelt (das ?Klopferland?) liegt draußen, jenseits der Haustüre, hinter der sich -- so würden Klopfer sagen -- Berge aus Müll türmen. Aber eines Tages, zu ihrer Einschulung, wird Adina hinaus gestoßen aus dem Paradies der Mutter, in die Welt der Klopfer, die ihre Kostbarkeiten stehlen und kleine Kinder. So jedenfalls sagt es die Mutter, und unterweist die Kinder zur Vorsicht. Und so ist es kein Wunder, dass Adina an den Prüfungen, die ihr die Welt draußen auferlegt, zu scheitern droht. Also macht sich das Mädchen auf die Suche nach den Kranichen. Denn Kraniche können bekanntlich Hilfe bringen ? Axel Brauns Roman Kraniche und Klopfer handelt von einer Frau, die die Welt wie ein Märchen sieht -- und den Ängsten ihrer Kindern damit Nahrung gibt. Er handelt von der Macht der Phantasie ebenso wie vom Wahn des Sammelns. 2002 wurde Brauns mit seinem Buch über seine autistische Kindheit Buntschatten und Fledermäuse bekannt. Nun hat er sich endgültig in die neuere deutsche Literatur eingeschrieben. Denn Kraniche und Klopfer hat einen ganz eigenen Duktus, der verstört und bezaubert zugleich. --Isa Gerck |  |
| Kundenbewertungen: | |
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| Beeindruckend und äußerst fesselnd, nur... | |
|  | Es wurde bereits mehrfach darüber geschrieben, auf welche beeindruckende Weise Axel Brauns es schafft, die Sichtweise und Erlebniswelt seiner kleinen Protagonistin zu begreifen und durchgängig beizubehalten. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich ist Brauns ein insgesamt äußerst guter, oft verstörender und gleichermaßen lebensbejahender Roman geglückt. Dennoch hat mich eine Sache gestört: Während des Lesens habe ich mich oft gefragt, zu welchem Schluss mich der Autor wohl führen wird und wie er die schwierige Mutter-Kind-Beziehung und die verzweifelten Lebensumstände auflösen wird. Tatsächlich wird hier das Problem gelöst, indem es "beseitigt" wird (möchte nicht zu viel verraten). So kommt zwar ein rundes und tatsächliches Ende zustande, aber mir persönlich ist das angesichts der ansonsten differenzierten und fantasievollen Geschichte zu simpel gestrickt, das fand ich ein bisschen schade. Der Autor gleicht diesen Mangel jedoch meiner Meinung nach damit aus, dass die kleine Adina selbst am Schluss nicht einfach wie ein kleiner geretteter Engel beschrieben wird, sondern die inneren Brüche sichtbar und deren mögliche Auswirkungen auf ihr zukünftiges Leben ahnbar werden. Trotz des Punktabzugs unbedingt lesenswert.
| |  | Schon nach wenigen Seiten musste ich feststellen, dass dieses Buch lediglich ein Abklatsch von "Buntschatten und Fledermäuse war"; so etwas enttäuscht! Man hätte das Buch auch "Buntschatten und Fledermäuse Teil zweieinhalb" nennen können. Das wär' dann wenigstens ehrlich gewesen.
Obwohl oder grade weil ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe, vergebe ich nur einen Stern; vielleicht ist dies auch etwas ungerecht. Aber mit Sicherheit kann man sagen: Auch wenn in diesem Buch die Gehwegplatten "bimssteingut" und die Ampeln "kirschgut" sind, so war es doch keinesfalls "buntschattengut"! Man kann dieses herrliche "lichteln" und "wischeln" des autistischen Protagonisten in seinem Erstlingswerk nicht mit "Kraniche und Klopfer" vergleichen. Hier wollte wirklich nur jemand den gleichen Faden weiterspinnen, weil er eben Erfolg hatte, aber das geht nur selten gut! Fast bezweifle ich, dass Brauns selbst dieses Buch geschrieben hat!
| |  | als ich "buntschatten und fledermäuse" gelesen habe, dachte ich mir, von diesem besonderen autor muss noch ein buch her! also habe ich mir blind "kraniche und klopfer" bestellt. das war wohl mein glück. denn hier auf amazon.de gibt es eine solche umfangreiche produktbeschreibung die meiner meinung alles vorweg nimmt. (außerdem macht sich adina nicht auf die suche nach den kranichen, sondern begegnet ihnen durch einen großen zufall....)
die besonderheit an diesem buch, ist meines erachtens, der wandel von adina ihrer weltsicht und vor allem dass man nur so viel weiß wie sie. so denkt man zum beispiel bei den ersten beschreibungen gar nicht daran dass die mutter, wie hier so schön beschrieben, sämtlichen kram von der straße ausammelt und nach hause schleppt. daher auch meine kritik an die produktbeschreibung. im buch sickern immer unerwartet einzelne sachen durch, die sich am ende zusammenfügen, was ich sehr spannend finde und dazu führt dass man das buch kaum weglegen kann. auch wenn man nun schon weiß dass die mutter eine messie-ader besitzt kann ich versichern dass es noch viele schockierende passagen in diesem buch gibt.
auch axel brauns schreibstil ist wieder ganz besonders. ich liebte es wie er in "buntschatten und fledermäuse" die geschmacksexplosion der baisers beschrieb. wer das auch mochte wird hier nicht zu kurz kommen :)
| | Faszinierend, aber bedrückend... | |
|  | Ähnlich wie von "Buntschatten und Fledermäuse" war ich sofort wieder gefesselt. Nach der Lektüre des ersten musste ich mir bei Erscheinen sofort das folgende Buch kaufen. Allerdings ist ein kleiner Wermutstropfen: ich fand es stellenweise so schlimm und bedrückend, was dem armen Mädchen alles widerfahren ist, dass ich das Buch nur bis zur Hälfte lesen konnte, weil es mich seelisch richtiggehend aufgewühlt hat. Das sollte natürlich eigentlich kein Kritikpunkt sein, da es nunmal eine realistische Geschichte ist, aber die dunklen Schilderungen reizen vielleicht nicht jeden Leser. Trotzdem aber 4 Sterne, weil es sich einfach wieder um ein herausragendes Buch handelt, das man so schnell nicht vergessen wird...
| | Ein "Oh ist das schön" -Buch | |
|  | Dieses Buch muss man einfach toll finden! Wir finden uns in zwei Welten, in denen die kleine Adina leben muss: Das eigene Zuhause, das von oben bis unten zugemüllt ist, und das Klopferland, in dem Adina zur Schule geht. In dieser neuen Welt tut sich Adina erstmal schwer, vor allem weil ihre Mutter sie davor gewarnt hatte und zur Vorsicht riet, da alle Klopfer gefährlich seien. In diesen beiden Welten hat sich Adina ihre ganz eigene Sprache entwickelt und es macht beim Lesen Spaß, zu raten, welche Wörter sie erfunden hat. Adina lertn, sich immer mehr im Klopferland zurecht zu finden, da ihr eigenes Zuhause ihr immer düsterer vorkommt. Sie sucht teilweise vergebens nach der Liebe ihrer Mutter, die immer mehr Kisten ins Haus schleppt. "Kraniche und Klopfer" ist ein wunderbar herrliches, sehr emotionales Buch, das auch zum Nachdenken anregt.
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