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Pforten der Nacht
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| Kurzbeschreibung: | |  |  | | Im mittelalterlichen Köln des Jahres 1338 schwören sich drei Kinder an der Schwelle zum Erwachsenwerden ewige Blutsfreundschaft. Das Leben hat jedoch für die Halbwaise Anna, Tochter des Färbermeisters Windeck, den jungen Juden Esra sowie ihren Freund Johannes, Sprößling einer reichen und angesehenen Kaufmannsfamilie, noch einige Überraschungen parat. Johannes soll gegen seinen Willen zu einer befreundeten Familie nach Italien, um die Feinheiten des Fernhandels zu erlernen. Anna will nicht mehr in der Schankstube der Stiefmutter stehen und Esra begehrt gegen seinen jüdischen Glauben auf. Brigitte Riebe fesselt ihre Leser bis zur letzten Seite mit ihrem brillant geschriebenen historischen Roman aus dem 14. Jahrhundert. Ihr genauer Blick auf das mittelalterliche Leben in Köln, Flandern und Italien, auf die Mode oder vorherrschende Krankheiten sowie die Probleme der Stände und Religionsgruppen zeichnen ihr Buch aus. --Manuela Haselberger |  |
| Kundenbewertungen: | |
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|  | Bin bei historischen Romanen in der Regel eher mäkelig, "Pforten der Nacht" aber haben mich überrascht - und überzeugt. War gleich in der Geschichte drin, konnte mich mit den Charakteren anfreunden und war über die Fülle von historischen Details erfreut, die "nebenbei" mit eingeflossen sind. Besonders gefallen hat mir die packende Schilderung der ersten Kölner Fastnacht, deren heidnische Wurzeln mir so nicht geläufig waren; besonders gerührt hat mich die Figur des Erfinders Guntram, der an seinem schrecklichen Familiengeheimnis und seiner Missbildung auf so grausame Weise scheitern muss.
Wer es dicht, aufregend und genau recherchiert mag: Lesen!!!
| | Meine Empfehlung für lange, kalte Herbstabende! | |
|  | Ich mag es, wenn historische Romane vielschichtig und abwechslungsreich erzählt werden - und genau das habe ich bei Pforten der Nacht" von Brigitte Riebe gefunden. Anhand dreier Haupt- und zahlreicher Nebenfiguren entwirft sie ein buntes Bild des spätmittelalterlichen Kölns in den Zeiten der großen Pest, wobei sie auch die dunklen und schmerzlichen Aspekte des damaligen Lebens nicht ausspart. Gemocht hab ich dabei, dass sie platte Schwarz-Weißmalerei vermeidet; sie beschreibt keine Helden" mit übernatürlichen Fähigkeiten, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, die durchaus Schwächen und Macken haben. Über den Alltag der kleinen Leute hab ich dabei ebensoviel erfahren wie den der reichen Kaufleute und die ganz andere Welt des jüdischen Ghettos, das schließlich in den Flammen aufgeht. Dennoch ist es kein trister Roman, sondern die Hoffnung auf ein besseres Leben zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung.
| |  | Ich nehme mir es jetzt einfach mal raus,dieses Buch mit nur einem Stern zu bewerten.In Deutschland ist die Meinungsfreiheit bisher immer noch im Grundgesetz verankert...... Ganz kurz und bündig : Ich fand das Buch einfach nur langweilig und es hat mich auch nicht dazu animiert es zu Ende zu lesen Punkt
| |  | Der Roman Pforten der Nacht ist für mich ein alter Freund, den meine erste Begegnung mit ihm liegt schon zehn Jahre zurück. Jetzt fiel er mir beim Regalumräumen noch einmal in die Hände, und da ich gerade in der richtigen Stimmung war, hab ich mich noch einmal in die Lektüre gestürzt. Tolle Überraschung, denn er hat mir beim zweiten Lesen noch mehr Spaß gemacht als damals, wahrscheinlich weil ich die Beschreibung des spätmittelalterlichen Kölns und der verschiedenen Gesellschaftsschichten, die es bevölkert haben, jetzt noch mehr genießen konnte. Schön war, dass dabei auch die Spannung nicht zu kurz kam; zum Teil besitzt der Roman ja geradezu Krimiqualitäten. Ich war jedenfalls nach zwei heißen Nächten durch und hab mich bei der niveauvollen Lektüre dabei bis zur letzten Seite bestens unterhalten gefühlt. Was ich auch sehr schätze, ist das profunde historische Nachwort der Autorin, das Aufschluss über fiction und facts gibt.
So mag ich es!
| |  | Brigitte Riebe erzählt vom Leben, Lieben, Leiden und Morden im Köln des 14. Jahrhunderts - und sie tut dies ebenso eindringlich wie mitfühlend. Anschaulich schildert sie die Anfänge der spätmittelalterlichen Judenverfolgung in Deutschland. Mich haben die Charaktere schnell und tief in die Handlung hineingezogen: Anna, die Halbwaise aus dem Färberviertel, Johannes, der reiche Kaufmannssohn und der junge Jude Esra. Jeder von ihnen verkörpert eine Gruppe in der spätmittelalterlichen Gesellschaft, die sich in dieser Zeit allmählich aufzulösen beginnt. Die Macht des Klerus, der Zünfte und des Kaisers schwindet. Millionen sterben an der Pest. Geißlerheere ziehen umher und hetzen gegen die Juden. Esra die fiktive Romangestalt, erlebt mit, was 1349 in Köln wirklich geschah: Das Kölner Judenviertel, größtes deutsches Ghetto, wurde geplündert und niedergebrannt. Das alles erzählt Brigitte Riebe fesselnd und mit viel Emphase. Mir hätte allerdings an manchen Stellen ein bisschen weniger davon auch gereicht. Aber es sei ihr verziehen, weil sie es schafft den Spannungsbogen zu halten und trotzdem historisch genau zu sein. Ein historischer Roman auf erfreulichem Niveau und absolut empfehlenswert.
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