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The Prosecution of George W. Bush for Murder
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| Ist Bush reif für den elektrischen Stuhl? | |
|  | Vincent Bugliosi ist ein ehemaliger Staatanwalt aus Los Angeles, der in seiner Karriere über 100 zum Teil spektakuläre Mordprozesse durchgeführt und gewonnen hat. Bugliosi hat jetzt zu seinem ultimativen Schlag ausgeholt - und das Beweismaterial für eine Mordanklage gegen Bush in einem Buch zusammengefasst. Die Erfolgsaussichten sind nach Meinung des Autors exzellent.
Hauptanklagepunkt sind die Propagandalügen, mit denen Bush den Irak-Krieg 2003 gestartet hat und hier für bislang fast 5000 tote US-Soldaten und über 100.000 tote Iraker verantwortlich ist (und das sind nur die offiziellen Zahlen. Die inoffiziellen sind 10x höher). Bugliosi führt zum Beispiel eine CIA-Analyse für Bush von Oktober 2002 an, die eine Bedrohung Amerikas durch Massenvernichtungswaffen im Irak als sehr gering einschätzt und Gefahren nur für dem Fall, wenn die USA Saddam Hussein angriffen. Nur Tage später verkündete Bush dem amerikanischen Volk ein überwältigendes Bedrohungsszenario, weshalb der Irak attackiert werden müsse - in vollem Bewusstsein also das exakte Gegenteil.
Bugliosi ist bereits in Rente, doch nach seiner Aussage kann nun jeder Staatsanwalt der USA Mordanklage erheben, wenn er sich traut. (Allerdings scheint er noch an ein funktionierendes Rechtssystem zu glauben. Bush hat ja 2000 schon die Wahl nach Entscheidung des Obersten Gerichtshofs gegen Al Gore gewonnen, obwohl er nicht gewählt worden war.)
Letztlich ist Bush nur Galleonsfigur eines imperialen Systems, dass seit über 100 Jahren praktisch durchgehend irgendwo auf der Welt Krieg führt, Bedrohungsszenarien künstlich inszeniert, mit Terroranschlägen Auslöser selbst schafft, und diese Kriege dann mit einer mittlerweile ausgefeilten propagandistischen Maschinerie wie am Fließband durchzieht. Diese zum Teil wörtlich identischen Vorgehensweisen hat Norman Solomon in "War made easy" gut herausgearbeitet. Das Buch ist bei Amazon erhältlich, der m.E. (wegen der vielen Fernsehausschnitte) noch bessere Film bislang nur auf Google-Video. Für US-Präsidenten ist Krieg nicht die Ultima Ratio, sondern vorrangiges Ziel ihrer orwellschen Politik. In der Demokratie ist ihre Aufgabe, dem Volk die superteuren Dauerbombardements als 'Befreiung', 'friedenssichernde Maßnahme', 'Antiterror', 'humane Hilfe' oder sonstwas zu verkaufen. Die gigantischen Gewinne des militärisch-industriellen Komplexes - Krieg ist heute eines der einträglichsten Geschäfte überhaupt - hat Eugene Jarecki in "Why we fight" dokumentiert. Durch den Irak-Krieg beispielsweise werden zig Prozent des US-Steueraufkommens in ein paar private Taschen umgeleitet. Auch diese DVD ist bei Amazon leider noch nicht erhältlich.
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