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The Expected One (Thorndike Americana)
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| Mal wieder Maria Magdalena | |
|  | Maureen Paschal ist eine amerikanische Journalistin und Dozentin, die sich mit einem Buch über verkannte Frauengestalten der Geschichte einen Namen gemacht hat. Seit einer Reise nach Jerusalem hat sie immer wieder Träume und Visionen von einer Frau in Rot, die Jesus auf dem Kreuzweg folgt - es muss Maria Magdalena sein, eine Frau, die sie im Zuge ihrer Recherchen sehr fasziniert.
Eines Tages erhält Maureen eine Einladung auf das Anwesen eines gewissen Bérenger Sinclair in Südfrankreich, das in der Nähe von Rennes-le-Château liegt, einem zentralen Ort in den Mythen und Legenden um den Heiligen Gral und die Lebensgeschichte von Maria Magdalena. Zusammen mit ihrem Cousin Peter, einem katholischen Priester, der als einziger von ihren Träumen weiß, und ihrer Freundin Tamara, die ebenfalls Journalistin ist und sich mit unerklärlichen Phänomenen und Geheimbünden beschäftigt. Sinclair ist Angehöriger einer uralten Blutlinie, die in Jesu Zeit zurückreicht, und Anhänger einer geheimen Gesellschaft, die ihre ganz eigene Ansicht über Jesus, Maria Magdalena und die Apostel hat.
Maureen erfährt hochinteressante Dinge über das frühe Christentum, unter anderem, dass auch Maria Magdalena selbst ein Evangelium verfasst und nach Jesu Tod in Südfrankreich gelebt haben soll. Dieses Evangelium könnte womöglich alles, was man über die Anfänge des Christentums zu wissen glaubt, in den Grundfesten erschüttern - nur: wo ist es verborgen? Existiert es überhaupt noch? Wie würde die Amtskirche damit umgehen? Zudem trachtet eine weitere geheime Vereinigung, die sich im alleinigen Besitz des wahren Glaubens wähnt, den Anhängern von Sinclairs Bund nach dem Leben. Und Maureen erfährt, dass sie womöglich die "Auserwählte" ist, die das Geheimnis um das Evangelium lüften soll ...
Wieder einmal Maria Magdalena, das heißgeliebte Thema vieler Autoren von Kirchen-Verschwörungs-Thrillern und Nacherzählungen biblischer Geschichten. Diese schillernde Gestalt, jahrhundertelang als Hure verschrien, fasziniert auch noch nach 2000 Jahren. Die Theorie, dass Maria Magdalena und Jesus verheiratet waren, ist nichts Neues, wird hier aber in einen interessanten neuen Kontext gesetzt.
Das Thrillerelement ist hier nicht so stark ausgeprägt wie in manchen anderen Büchern zum Thema, dafür treten astrologische Phänomene, die Botschaften berühmter Gemälde und nicht zuletzt Maureens Visionen in den Vordergrund. Die Figurenzeichnung ist nicht allzu ausgeprägt, die Namensgebung der Personen in der Gegenwart fand ich zu stark auf Parallelen zur biblischen Geschichte ausgelegt, und zu Beginn war die Handlung sprunghaft und ein wenig flach, doch je länger Maureen sich in Frankreich aufhält und je tiefer sie in die geheimnisumwitterte Welt der Geheimgesellschaften, versteckten Botschaften und verschollener Evangelien eintaucht, umso spannender wird es. Besonders gut gefallen haben mir die Ausschnitte aus dem Magdalena-Evangelium, die viele Gestalten, die man aus der Bibel kennt, mit neuem Leben erfüllen.
Kein actiongeladener Thriller, wenn auch einige derartige Szenen vorkommen, eher Mystery meets Bibelgeschichte in einem stimmungsvollen Setting. Sehr informativ ist auch das Nachwort, in dem die Autorin die Entstehungsgeschichte des Buches erläutert und für alle, die bei der Thematik "Blut geleckt haben", einige interessante Literaturtips zum Weiterlesen gibt.
| | Schade um den guten Stoff | |
|  | Das Buch verspricht eine aufklärerische und welterschütternde Revolution über die Wahrheit des Christentums und die Hintergründe des Da-Vinci-Codes. Die Geschicht kommt jedoch nicht annähernd an Dan Brown heran, weder inhaltlich noch erzählerisch. Außerdem fehlt die historische Glaubwürdigkeit, denn die Geschichte schweift immer wieder in religöse und esoterische Verklärung ab. Die Autorin, die im Nachwort behauptet, die Geschichte sei zumindest teilweise autobiographisch, scheint mir eher an autobiographischer Selbstverklärung zu leiden, als an wirklicher Aufklärung interessiert zu sein. Demnach scheint sie sich tatsächlich für "The Expected One" zu halten. Das ist sehr schade, denn der Stoff wäre es wert gewesen, besser und spannender verarbeitet zu werden. Die Figuren und die Handlung sind zu durchsichtig und eindimensional und damit viel zu vorhersehbar, was der Geschichte die Spannung nimmt. Das angebliche "Evangelium der Maria Magdalena" offenbart keinerlei revolutionäre Wahrheit, sondern wiederholt vielmehr die altbekannten religiös-verklärten Darstellungen der Figur Jesu, die sich leider sehr von den historischen Erkenntnisse über Jesus und Maria Magdalena entfernen. Die Geschichte von Maria und Jesus liest sich daher eher wie eine Pilcher-Romanze. Die kurze Episode über das heimliche Duell zwischen den Nachfahren der Blutlinie Jesu und der Blutlinie Johannes des Täufers ist so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass es mehr wie ein Drebuch für einen Mantel- und Degen-Film erscheint, in dem man Gut und Böse bereits an der Kleidung erkennen kann. Auch die schlußendliche Versöhnung zwischen den Beschützern der Blutlinie Jesu und der katholischen Kirche liest sich eher wie eine heimliche PR-Kampagne des Vatikans und hat nichts mit auklärerischer und welterschütternder Revolution der Wahrheitsfindung zu tun, die die Autorin für sich beansprucht.
Ich möchte gar nicht wissen, was die nächste Episode offenbaren wird, in der die Autorin wahrscheinlich das "Book of Love", d.h. das wahrhaftige Evangelium von Jesus persönlich entdecken wird. Ich persönlich verspüre keine besonders große Lust, das zu lesen.
Dan Brown hätte diesen Stoff wesentlich spannender und glaubwürdiger verarbeitet. Wirklich schade!
| | Guter Stoff - schlecht verarbeitet | |
|  | Der Stoff wäre es wert gewesen, ähnlich verarbeitet zu werden wie von Dan Brown, aber leider schweift die Autorin immer wieder in klerikal-esoterische Visionen ab und macht die ganze Geschichte sehr unglaubwürdig und flach. Die Figuren sind durchsichtig und daher fehlt dem ganzen Buch die Spannung. Das einzig Interessante ist die etwas andere Perspektive und Interpretation der Geschichte Jesu, die jedoch auch immer leider wieder auf die altbekannten religiös-verklärten Ereignisse stoßen. Schade auch, dass die Autorin im Nachwort behauptet, alles tatsächlich in ähnlicher Weise erlebt zu haben. Propagandistische Selbstdarstellung oder selbstüberschätzende Verklärung des eigenen Ichs?
Wirklich sehr schade, denn die Geschichte hätte wirklich sehr spannend und in einem neuen historischen Licht neu erzählt werden können und hätte somit auch eine ganz andere Wirkung auf den Leser.
Wirklich sehr schade um den guten Stoff und das Potential für die Geschichte.
| | Dieses Buch ist uninspirierend | |
|  | ?Die Erwartete? von Kathleen McGowan verspricht die neuen und faszinierenden Einblicke in die umstrittenen Themen, die ?The Da Vinci Code? und in den zahlreichen Nichterfindung Titeln vorangehen ihn, im Verhältnis zu dem geheimen Blutabfall von Jesus Christ und Maria Magdalena und die unbeliebten Geheimnisse vom Rennes-Le-Chateau adressiert werden. Ich bin traurig zu sagen, daß dieser halb-autobiographische Roman nicht bis seiner Versprechung oder zu Potential lebt. Die Autorin macht der gleiche abgetragene Weg nirgendwo, fallend in die gleichen alten auf Tatsachen beruhenden Drecklöcher und wiederholen vertraute Sprünge von Logik in dünne Luft. Ich stimme darin überein, daß dieser Roman nichts wie ?The Da Vinci Code? ist, wie Dan Brown eine engagierende Geschichte schrieb, das als gute Erfindung trotz seiner zerbrechlichen Reichweite auf Geschichte halten. ?Erwartete? liest wie ein Drehbuch mit seinen kurzen, gehackte vignetten, die nicht dem Leser erlauben, aufzusaugen, was sie gelesen haben, bevor die folgende Tangente ausbricht. Die Buchstaben sind eindimensional, scheint es, daß sehr wenig Gedanke in ihre Entwicklung über ihrem leer Hang für Zynismus und Sarkasmus hinaus gesetzt wurde--und sich wiederholende Anzeigen während deren der Hauptbuchstabe ist attraktiv, kleines dargestellt und tadellos Kleid. Dieses ist nicht die Arbeit eines reifen Novelist noch des erreichten Forschers. Es gibt nichts in diesem Buch, das mich herausfordert die, gesamte Reihe zu lesen fortzufahren. Ein humorvolles Beispiel des unqualifizierten künstlerischen Anspruch des Autors, das falsch gegangen wird, kann auf Seite nr. 90 gefunden werden: ?In einem bezaubernden Tribut zur Gallisch Exzentrizität, die älteste Brücke in Paris, das Pont-Neuf, gekennzeichnet häufig als die Neue Brücke.? Es gibt triftigen Grund für dieses, nichts mit Gallisch Exzentrizität zu haben--das ist was ?Pont Neuf? bedeutet!
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