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Last Argument of Kings: Book Three of the First Law (Gollancz)
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| Großartiger Abschluss einer sehr gelungenen Fantasytrilogie | |
|  | Fantasyleser haben es oft nicht leicht. Oft wird das Genre belächelt (seltsamerweise nicht, wenn eine derart krude Story wie von kleinen Jungen an Zauberschulen erzählt wird - diese werden verfilmt...), dabei ist es äußerst vielfältig. Vor allem die sogenannte "High-Fantasy" bietet teils Lektüre vom Feinsten, ohne dass man dort Drachen, edle Ritter und dumme Gegenspieler ertragen muss - zum Glück. Neben Steven Erikson, George Martin, Kay und Bakker wird man sich nun auch den Namen Abercrombie merken müssen.
Zur Handlung sei nicht zuviel verraten - doch sicherlich ist "Last Argument of Kings" (ein großartiger Titel, der übrigens auf der Inschrift "Ultima ratio" auf den Kanonen König Ludwigs XIV. beruht) der beste Band der Trilogie. Der Magier Bayaz, Logen und Jezal sind aus dem alten Kaiserreich nach Adua zurückgekehrt. Dort ist die Lage mehr als düster, denn die Truppen des Imperators von Gurkhal machen sich bereit, die Hauptstadt der Union anzugreifen. Für Jezal bedeutet dies eine ungeahnte Wendung (nun gut, der aufmerksame Leser mag es bereits seit dem manipulierten Duell im ersten Band geahnt haben...), während Bayaz zu schrecklichen Mitteln greift, um seinen Widersacher Khalul aufzuhalten. Für Logen und Inquisitor Sand dan Glokta hält die Geschichte ebenfalls einige Überraschungen bereit.
Das Ende des Buches ist recht düster, doch meines Erachtens durchaus erfrischend. Überhaupt kommen im Buch einige Storywendungen vor, die man so nicht unbedingt erwartet hat. Abercrombie hat eine sehr gut erzählte, durchdachte und sehr spannende Geschichte vorgelegt, die man nicht nur Fantasylesern ans Herz legen möchte. Er mag nicht ganz auf dem Niveau von Martin oder Erikson etc. sein - viel fehlt jedoch nicht. Schade nur, dass er dabei etwas das "worldbuilding" vernachlässigt und wenig zur allgemeinen Geschichte seiner Welt erzählt bzw. nicht mal eine Karte vorlegt. Dennoch bin ich sehr auf sein nächstes Werk gespannt ("Best served cold").
| |  | I liked all three books very much. The story telling and humor is excellent. Even the third book does not let you down.
| |  | Abercrombie hat da ein ordentliches Süppchen gekocht. - Viel schwarzer Humor. - Keine allzu unrealistischen Überhelden (eher im Stile von Eis und Feuer) - Spannende und abwechslungsreiche Handlungsstränge. - Eine große und stimmige Welt mit einer langen tragischen Geschichte. - Und der wichtigste Punkt: Die glaubwürdigen Personen. Keiner von ihnen ist ein Heiliger keiner von ihnen das abgrundtiefe Böse. Jeder begründet seine Entscheidungen auf seine Weise. Der eine überheblich, der andere hilflos, wieder andere meinen überhaupt keine Wahl zu haben. Auf diese Art und weise schneiden sie sich ihren blutigen Pfad durchs Leben, in der Meinung das Richtige, oder besser gesagt das am wenigsten falsche getan zu haben. Als ich später von Abercrombies Psychologiestudium gelesen habe, hat es mich nicht allzu verwundert.
PS: Auf Englisch zieht der Humor um einiges besser. Die ersten beiden Teile hab ich auf Deutsch gelesen, den dritten auf Englisch hab ich als am lustigsten empfunden.
| | meisterhafte Fantasy-Trilogie | |
|  | Diese Trilogie ist wirklich ein Meisterwerk, und das aus mehreren Gründen:
1. Sie ist fertig! Drei Bücher konzipiert, dann wirklich drei Bücher in drei Jahren geschrieben. Davon könnten sich einige andere Fantasyautoren eine Scheibe abschneiden.
2. Nichts ist überflüssig. Viele Autoren beschäftigen sich ausführlich damit, eine detaillierte Welt mit Regierungsystem, verschiedener Arten von Magie usw. zu erschaffen und diese Welt genau zu beschreiben. Joe Abercrombie schafft das Kunststück eine solche Welt zu erschaffen, ohne sie so genau zu beschreiben. Das geniale ist, dass das auf ganzer Linie funktioniert. Die Welt und die Charaktere in ihr sind so lebendig und wirklich wie sie nur seien könnten.
3. (schwarzer) Humor. Die Bücher sind einfach total witzig.
4. neues in altem verpackt. Fasst man den Inhalt der Bücher zusammen, könnte man denken dass es sich hier um eine absolut klassische Fantasystory handelt. Es gibt einen einfachen Krieger, einen mächtigen Zauberer und andere, die versuchen eine böse Macht aufzuhalten. Bei genauerer Betrachtung zerfallen aber all diese Klichees, Abercrombie spielt geradezu mit ihnen. Keiner der Charaktere ist wirklich gut, die sympathischsten sind wahrscheinlich die miesesten.
5. in scharfem Widerspruch zur Rezension von linmiq: Das Ende ist perfekt umgesetzt. Abercrombie bringt die Geschichte gekonnt zum Schluss. Dabei bleiben natürlich Fragen zu dem weiteren Leben der Charaktere offen, vieles bleibt spannend und man würde gerne mehr darüber wissen, aber das sind dann ja schon wieder andere Geschichten.
Sicher hab ich noch einige Gründe vergessen, aber eines steht fest: Das hier ist im Fantasy-Bereich das Beste seit langem!
| |  | Im Gegensatz zu meinen Vorschreibern kann ich diesmal nicht die volle Punktzahl geben. Die ersten beiden Teile der Triologie haben wahrlich 5 Sterne verdient. Aber der Dritte Teil? Der Schreibstil ist weiterhin gut und erfrischend. Aber für mich bietet der dritte Teil eigentlich kein abgeschlossenes Ende. Zu viele Fragen bleiben offen. Ich hatte das Gefühl, dass Mr. Abercrombie eigentlich nur eines im Sinn hatte: Kein glückliches Ende für die Hauptdarsteller (wie bringe ich am besten viele um?), und auf Kosten der Geschichte an diesem Ziel festgehalten hat.
Hinterher bleibt das Schicksal von Ferro (was Ferro ist, wird nie aufgeklärt), Logan. West und vielen anderen ziemlich offen.
Am Ende ist eigentlich alles wie in Band 1 und man könnte noch eine Triologie schreiben. Alles ist möglich.
Ich finde das sehr unbefriedigend und enttäuschend. Die Geschichte hat zwar einige geschickte Wendungen, aber hinterher ist eigentlich (fast) alles wie in Teil 1.
Das es kein Happy End gibt war mir klar. Damit hätte ich leben können. Aber wenn dann ein abgeschlossenes Unhappy End. Aber ein Unhappy Open End? Nein mir hat es nicht gefallen.
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