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The Book Thief
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|  | Ein kleines unglückliches Mädchen, dass in einer Pflegefamilie aufwächst wird zur Bücherdiebin. Nur unter Schwierigkeiten kann das Mädchen sich das Lesen lernen aneignen. Dies geschieht aus mitgenommenen oder gestohlenen Büchern. Der Titel weist auf die Bedeutung der Bücher für das Mädchen hin. Eigentlich ist es jedoch eine Geschichte der Menschlichkeit. Ein Jude tacht in der Küche der Adoptiveltern der Pflegefamilie auf. Er wird im Keller versteckt und verpflegt. Die besonderen Lebensumstände der Zeit vor und während des 2. Weltkrieges werden in ungewöhnlicher, aber eindringlicher Sprache geschildert.
| | Ein Buch ueber das man sprechen moechte! | |
|  | Ich habe diese Buch gerade fertig gelesen. Es erzaehlt der Tod in einer weise die einen lachend und weinend hinterlaesst. Ich habe selten ueber ein Buch soviel erzaehlt und es so vielen Leuten empfohlen. Es ist nicht die typische Kriegs-Schauer-Geschichte und doch spuert man das Grauen eines Krieges durch das ganze Buch. Eines der besten Buecher auf dem Markt!
| |  | Kriegsliteratur ist dünnes Eis. So Vieles hat man schon gelesen und gesehen, und nun eine neue Bearbeitung des Themas, von der (amerikanischen) Presse hochgelobt, eines Vertreters der Generation, die den Krieg aus Erzählungen kennt. Die Protagonistin, ein Kind mit schwerem Schicksal, gerät mitten in Nazideutschland in einen Kreis von Gutmenschen, durchlebt die traumatisierende Zeit von Gewalt und Entbehrung in Etappen, gegliedert durch wiederkehrende Bücherdiebstähle. Das Wort, der Text als Boje, an die man sich im tobenden Sturm immer wieder anklammern kann - dieser spannende Ansatz liess mich das Buch kaufen. Doch die Ausführung enttäuscht. Die Geschichte bleibt flach, versucht durch Statistik und demonstrativ eingesetzte Deutschland-Recherchen wirklichkeitsnah zu scheinen, stimmt dabei jedoch einzig in den unintressanten und literarisch längst überwundenen Sermon der Political Correctness ein, was gerade noch, und typischerweise, auf amerikanischem Boden fruchtet. Krampfhaft wird die Neugestaltung des Stoffes durch die Vergabe der Erzählerstimme an den Tod versucht, was nicht gelingt und eine gewisse Lächerlichkeit erzeugt. Zwei Sterne für 550 Seiten flüssige Kindergeschichte, die dem Thema jedoch nicht gerecht wird.
| | Menschlich, eingängig, nachdenklich, strahlend | |
|  | Markus Zusak erzählt eine traurige Geschichte. Sein Erzähler ist der Tod. Und doch ist das Buch nicht depressiv und dunkelgrau. Der Tod, der hier erzählt, ist einfühlsam, reflektiert und erzählt die Geschichte aus nächster Nähe, aber in fremder Perspektive. Das Buchs ist dann aber auch leuchtend bunt und optimistisch und erzählt davon, dass es Menschen gibt, die in dunkler Zeit leben, lachen und an ihren eigenen kleinen Grenzen scheitern, oder eben wachsen. Kleine Episoden, wie als ein kleiner Junge sich kohlrabenschwarz anmalt, um nachts als Jesse Owens dessen Sieg nachzuleben, weben sich durch das Buch, kehren immer wieder und lassen es von innen leuchten.
Wer Michael Ondaatje mag, oder Arundathi Roy, könnte sich über dieses Buch freuen, oder drüber weinen.
| |  | Eigentlich ist der Roman wohl für ein jugendliches Publikum gedacht, aber er ist für Erwachsene ebenso lesenswert. Eine ergreifende und spannende Geschichte, toll erzählt, mit unvergesslichen Charakteren. Innerhalb weniger Tage hatte ich das Buch durch, und die Geschichte ist mir noch sehr lange nachgegangen. Wirklich empfehlenswert!
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