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Generation Kill
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|  | Wie habe ich dieses Buch runtergelesen. Man merkt, dass der Autor für den Rolling Stone schrieb, das Buch liest sich toll runter.
Evan Wright verwurstet hier seine Erlebnisse mit dem 1st Recon Bn des USMC. Der Auftrag dieser Eliteeinheit ist normalerweise Aufklärung. Es sind im Prinzip die Fernspäher des Corps, die Informationen sammeln für Einsätze der Kampftruppen. Während der Invasion des Irak gehörten sie nun aber plötzlich zur Speerspitze mit einem Auftrag, für den sie nie ausgebildet wurden: In (ungepanzerten!) Humvees, oft mit mangelnder Logistik- und Fernmeldeunterstützung fahren sie der großen Invasionsmacht voraus und lösen Hinterhalte aus, besetzen strategisch relevante Punkte im Handstreich und zerschlagen den Feind. Wright ist die ganze Zeit dabei und schildert nun all die haarsträubenden Momente dieses Unternehmens, und zwar von ganz nah dran.
Dabei ergeht es dem Leser wie auch Wright zunächst. Als Fremdkörper zwischen den harten Kerlen dieser eingeschworenen Gemeinschaft bleibt er zunächst etwas außerhalb, kommt aber immer näher. Durch all die persönlichen Hintergrundgeschichten und die vielen Gespräche der Soldaten untereinander bekommt man einen Eindruck von diesen Charakteren.
Dabei wird das Erzählte nie zur reinen Glorifizierung, auch Schwierigkeiten und Probleme, Unsicherheiten der Männer werden offen geschildert.
Das Buch ist wie eine Doku, sie lässt den Leser vielfach staunen und regt zum nachdenken an.
Für militärisch interessierte/vorbelastete Leser uneingeschränkt empfehlenswert, einigermaßen brauchbares Englisch vorausgesetzt. Auch allen anderen sei es empfohlen, jedoch ist zu beachten, dass es sich allein um die Invasion des Iraks dreht und es NICHT um Probleme während der Besatzung geht. Auch geht es nicht um den Irak, sondern um die Männer vom 1st Recon Bn. Hoorah!
| | Hochexplosiver Lesestoff! | |
|  | Der Autor gibt hier keine hochintellektuellen Weisheiten zum Ausdruck, aber ich habe selten ein Buch aus dem Militärhistorischen Bereich gelesen, dass so "action-packed" ist. Der Autor verschweigt einfach nichts, was er erfahren und mit eigenen Augen gesehen hat. Einfach super!
| |  | | Evan Wright verzichtet auf eine umständliche Einleitung und wirft den Leser ins unmittelbare (Kampf-)Geschehen, nämlich den Einsatz einer Vorausabteilung der US-Marines, die er als Kriegsberichter begleitet. Die datailierte, spannende Erzählweise überzeugt durchgehend, zudem gewährt der Autor faszinierende Einblicke in die Kampfhandlungen bis zum Fall von Baghdad. Da Wright auf eine politische Bewertung des Krieges verzichtet, stattdessen auf teils reißerische, allgemein jedoch recht objektive Darstellung setzt, ist das Buch sicherlich nicht jedermanns Sache und für solche, die dem Irak-Krieg kritisch gegenüberstehen, gänzlich ungeeignet. Negativ fällt bei der Taschenbuchausgabe die mangelnde Qualität des Papiers auf, das in seiner Beschaffenheit vielmehr an billige Groschenromane erinnert und das Lesevergnügen leider ein wenig beeinträchtigt.
| | War from the Soldier's Eyes Perspective | |
|  | | War like love is one of human endeavors that never ceased to exist. Nonetheless, despite the long history of warfare, misunderstandings about the nature of war still persist: Often it is characterized as heroic enterprise, which forms the best of a generation. Other accounts assume the opposite: Human beings are turned into beasts of war that lost their humanity over the atrocities they witness. Evan Wright shows in "Generation Kill" (as many war reporters before him) that the reality of war is much more nuanced and complicated. Wright accompanied the Marines of the First Reconnaissance Battalion as embedded reporter during the invasion of Iraq. His first-person account provides a minute-by-minute report of success, mishaps, and personal stories that surround the members of First Recon. He demonstrates that soldiers are not killing machines - though killing is their profession -, but still human beings that show different reaction to the stress of battle: Some behave heroic without intending it; some want to be heroes, but act savagely and irresponsible; others are just enjoying the thrill of combat or deal with their moral qualms over invading Iraq. Despite his focus on personal observation on the characters and psychologies, Wrights second topic is on the reality of modern, asymmetric warfare and the inability of the West to adequately meet its challenges. Rules once learned by soldiers like the distinction between combatants and civilians or the immunity of civilians do not apply anymore - and the respect for them disintegrates increasingly. But it is not only the normative rules of warfare that seem to have changed: The modern battlefield is in a permanent flux, and military leaders have increasingly difficulties to understand the dynamics and adjust their strategies accordingly. Following Wrights descriptions, it seems that war returned (despite the use of modern technology) to the savage practices that had been commonplace before modernity. I would highly recommend "Generation Kill" to everybody - and not just students of international relations. Like Mark Bowden in "Black Hawk Down" before, Wright let us experience war from the soldier's eyes perspective and thus gives a gruesome picture of what war is like; by just reading theories and philosophies of war and peace, we do not get such impressions and tend, thus, to easily misjudge the costs and benefits of war. Wright's account reminds us that sending soldiers to a foreign country should always be the last resort and that military power neither truly liberates people nor can be the only base for nation building.
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